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Testbericht: Der Joggster Trail von tfk

Der Joggster Trail von tfk gilt als “Leichtgewicht” unter den geländegängigen Buggys. Wir haben den Sportwagen getestet – und dabei nicht nur das Gewicht, sondern auch Fahreigenschaften, Sitzkomfort und Alltagstauglichkeit untersucht. Der Hersteller wirbt neben dem geringen Gewicht mit “maximalem Komfort”. Ob der Buggy diesem Anspruch gerecht wird, erfährst Du in unserem ausführlichen tfk Joggster Trail Testbericht.

tfk Joggster Trail: Aufbauen und Zusammenklappen

Der Joggster Trail lässt sich gut in etwa 10-15 Minuten alleine aufbauen. Intuitiv spürst Du, wo was hin muss. Nur bei den Hinterrädern gerieten wir ins Stocken und haben zu der (gut bebilderten) Anleitung gegriffen. Die hat uns an der Stelle zwar auch nicht recht weitergeholfen, aber durch Rumprobieren und ein bisschen Nachdenken ging es dann: Zuerst steckst Du die große Schraube durch das Rad. Der Trick beim nächsten Schritt ist es, den Bremssattel von unten auf die Scheibe zu klemmen. Das war aber die einzige kleine Hürde beim Aufbau.

Das Zusammenklappen des Buggys erfordert für unseren Geschmack recht viel Vorarbeit: Zuerst musst Du das Verdeck nach hinten und den Schutzbügel nach unten klappen (dafür einfach die beiden inneren roten Knöpfe drücken). Die Fußstütze muss eingeklappt sein. Erst dann kannst Du den Wagen in sein Packmaß bringen. Dazu schiebst Du links oder rechts den grauen Hebel nach oben und klappst den tfk Joggster Trail nach vorne. Leider standen im Test Rückenlehne und Schieber jedes Mal etwas weit nach oben. Das bedeutet, dass Du einen ziemlich geräumigen Kofferraum brauchst, damit der Buggy ganz reinpasst.

Beim Wiederaufklappen solltest Du unserer Ansicht nach beide Hände benutzen – dann geht es leichter. Wichtig ist, darauf zu achten, dass der Wagen hörbar einrastet. (Hier gibt es ein Video von tfk, das zeigt, wie man ihn auf- und zuklappt.)

So fährt sich der Joggster Trail

Beim Fahren merkten wir deutlich, dass tfk bei diesem Wagen alles daran gesetzt hat, ihn leichtgängig zu machen. Der (übrigens echt stylische) Carbon-Rahmen hat großen Anteil daran, dass der Joggster Trail recht schwungvoll und ohne viel Kraftaufwand um die Ecken kurvt. Das macht Spaß! Dass er ein Leichtgewicht ist, können wir also bestätigen (laut unserer Messung wiegt er übrigens 12,9 kg – das ist für einen “Geländewagen” tatsächlich recht leicht).

testbericht tfk Joggster Trail Carbon

Der Joggster Trail hat einen leichten Carbonrahmen

Leichtgängig und einfach zu lenken

Der tfk Joggster Trail lenkt sich auch mit nur einer Hand sehr gut. Allerdings haben wir festgestellt, dass man den Schieber dabei möglichst weit in der Mitte neben der Handbremse festhalten sollte. Ansonsten fällt das einhändige Fahren schwerer.

Features für mehr Sicherheit

Dass der Joggster Trail eine Handbremse hat, gefällt uns sehr gut. Sie ist nötig und wichtig, wenn Du mit ihm etwas steilere Wanderwege herunterfährst. Zusätzlich hat er noch ein rotes Halteband für das Handgelenk – das hat sich in unserem Test beim Bergabfahren als wirklich nützlich erwiesen! Da merkt man, dass tfk großen Wert auf Sicherheit legt.

Typisch für tfk ist die Handbremse, die aber einfach nicht für kleine Hände gemacht ist: Der Bremshebel steht uns zu weit vom Schieber weg. Das ist auf Dauer anstrengend, wenn man beim Abwärtsfahren die Hand ständig an der Bremse haben muss. Dafür lässt sie sich um den Schieber drehen. So kann man die für sich bequemste Position einstellen.

Extaleichte Bereifung

Leicht und dennoch offroad-tauglich: Die Luftkammerräder des tfk Joggster Trail

Der Hersteller hat den Joggster Trail mit breiten Luftkammerrädern ausgestattet: hinten mit großzügigen 30 cm, vorne mit 25 cm Durchmesser. Zwar wären Luftreifen für holprige Wege etwas besser, weil diese die Federung zusätzlich verstärken – aber sie hätten den Trail schwerer gemacht. Dafür musst Du die leichten Luftkammerräder anders als Luftreifen nicht immer wieder aufpumpen. Wir hatten bei unseren Testfahrten jedenfalls ein gutes Gefühl, was Federung, Stabilität und Spurtreue angeht.

Für die City etwas zu groß

Es empfiehlt sich, das Vorderrad beim Fahren in der Stadt drehbar einzustellen. Dann lässt sich der Buggy leichter um die Kurven lenken. Beim Wandern oder Spazierengehen auf unebenen Wegen solltest Du das Vorderrad fixieren. Insgesamt war uns der Joggster Trail beim Fahren im Stadtgewusel aber ein bisschen zu wuchtig und zu groß.

tfk Joggster Trail: Die Sitzeinheit

Komfortabel für Eltern und Kind

Mit einer Sitzhöhe von 50 cm sitzt der kleine Passagier superhoch über den Boden. Das fanden wir bei unserem Test echt klasse! Denn erstens ist es für Deinen Rücken nicht ganz so belastend, wenn Du Dein Kind in den Buggy setzt – und zweitens spritzt das Wasser bei Fahrten über regennasse Wege und durch Pfützen nicht so leicht in den Sitz.

tfk joggster trail test erfahrungen

Bequem gepolstert und flach verstellbar: Die Sitzeinheit des tfk Joggster Trail

Auch für größere Kinder geeignet

Die Rückenlehne ist mit 52 cm extrem lang. Der Joggster Trail eignet sich dadurch auch für größere Kinder. Dass man die Lehne bis in die Liegeposition stellen kann, gab im Test Pluspunkte. Der – leider etwas laut raschelnde – Bezug fühlt sich an wie fester Zeltstoff, was wir als hochwertig und angenehm empfanden. Besonders bequem werden es Kinder durch die zusätzliche Polsterung am Kopfende haben. Und durch die hohen Seitenteile dürften sich die kleinen Insassen vor allem in der Liegeposition besonders geborgen fühlen.

Hochwertig, aber umständlich in der  Handhabung

Schön weich ist auch der 5-Punkt-Gurt – wenngleich für unseren Geschmack etwas zu “fummelig” zu bedienen. Beide Seitengurte müssen zunächst zusammengesteckt werden, was uns im Test gar nicht so leicht fiel. Erst dann werden beide Teile gemeinsam im unteren Gurteil befestigt. Leider kann man den Gurt nicht in der Höhe verstellen und damit individuell auf die Größe des Kindes anpassen. Das – so finden wir – wäre bei einem fast 600 Euro teuren Wagen jedoch nicht zu viel verlangt.

Um den Schutzbügel nach einer Seite zu öffnen oder ganz zu entfernen, muss man erst den Bezug mittels Klettverschluss an der vorgesehenen Stelle aufmachen und dann den Bügel abklemmen. Es geht, ja… es ginge jedoch bestimmt auch mit weniger Aufwand. Aber Einfachheit gehört nicht unbedingt zu den Stärken vom Joggster Trail.

Jede Menge Stauraum

tfk joggster trail testbericht

Praktisch: Das Reißverschluss-Fach am Verdeck des tfk Joggster Trail

Dafür zeigt er sich beim Thema Beladung echt großzügig! Er bietet uns einen Einkaufskorb, in dem wir locker 16 Milchtüten untergebracht haben. Dazu noch Taschen rechts, links und hinten am Verdeck für Kleinkram wie Schlüssel. An der Rückenlehne kannst Du einiges in das Netz-Fach klemmen – und oben am Verdeck gibt es ein Verstau-Band für Jacken, Pullis oder Flaschen. Der kleine Karabinerhaken am hinteren Verdeck ist eine nette und zugleich praktische Idee, noch weitere Utensilien zu transportieren.

tfk Joggster Trail: Das Verdeck

Für Eltern und Kindern ist es immer toll, wenn das Verdeck eines Buggys erweiterbar ist. So kann man ganz flexibel sein und es so anpassen, wie man es braucht. Das Verdeck des Joggster Trail lässt sich in mehreren Stufen verstellen und über einen Reißverschluss erweitern. Es wirkte auf uns stabil und hochwertig. Das Sichtfenster lässt sich mit zwei Magneten schließen. Leider haben wir keine Möglichkeit gefunden, das Stoffstück irgendwo zu befestigen; es ist uns beim Aufwärtsfahren mal wieder runtergeklappt, so dass wir das Fenster eigentlich nicht richtig nutzen konnten.

Eine Belüftungsmöglichkeit gibt es zwar – da sie aber nur in der Liegeposition genutzt werden kann, haben wir es in unserem Test als “nicht vorhanden” gewertet. Ist die Rückenlehne ganz nach unten geklappt, öffnet man für die Belüftung zwei Reißverschlüsse und einen Klettverschluss. Dann rollt man das Stoffteil nach oben, nimmt die kleine Lasche und steckt diese mit dem gerollten Stoffteilt über den länglichen Knopf. Wer mal campen war und ständig ins Zelt rein- und rausklettern musste, kennt das System. Auch hier stellen wir fest: “Einfach” ist irgendwie anders…

Das Verstauband auf dem Verdeck fanden wir aber wirklich praktisch! Und ausnahmweise einfach zu bedienen ist es auch. ;)

Unser Test-Urteil: Für wen eignet sich der Joggster Trail von tfk?

Der Joggster Trail ist zum Wandern oder für Ausflüge klasse, denn er ist nicht nur geländegängig, sondern auch leicht. Was das Versprechen des Herstellers angeht (“maximaler Komfort”): Komfortabel ist der tfk Joggster Trail auf jeden Fall fürs Kind, und auch der Fahrkomfort ist hoch. In puncto Handhabung fanden wir viele Dinge allerdings etwas zu umständlich und zeitaufwendig (zum Beispiel das Zusammenklappen des Buggys oder das Öffnen der Belüftungsmöglichkeit).

Zwar ist der tfk Joggster Trail nicht ganz billig in der Anschaffung – aber dafür ist er stabil, hochwertig, sehr sicher und langlebig. Der tfk Joggster Trail eignet sich am besten für Familien, die viel in der Natur unterwegs sind und eher selten in der überfüllten Innenstadt.

Fotos: tfk

Bildnachweis: Der Joggster Trail hat einen leichten Carbonrahmen (Bild: tfk)., Leicht und dennoch offroad-tauglich: Die Luftkammerräder des tfk Joggster Trail, Bequem gepolstert: Die Sitzeinheit des tfk Joggster Trail, Praktisch: Das Reißverschluss-Fach am Verdeck des tfk Joggster Trail.

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