Mama still Baby

Wie verändert sich meine Brust in der Stillzeit?


Mit der Geburt des Kindes wird es sozusagen “ernst” für die Brust. Sie nimmt ihre Aufgabe als Milchbildungs- und Milchspendeorgan auf. Wie sich die Brust in der Stillzeit verändert:

Aber was genau verändert sich in und an der Brust nach der Geburt?

Nachdem das Kind auf der Welt ist und auch der Mutterkuchen geboren, kommt es zu einem Abfall der Schwangerschaftshormone. Erhöhte Mengen von Blut und Lymphflüssigkeit zirkulieren in der Brust. Die vergrößerten Blutgefäße sind meist sichtbar. Die Brust ist voller, schwerer und häufig berührungsempfindlicher. Nach etwa 10- 14 Tagen, wenn die Milchbildung vollständig etabliert ist, wird die Brust weich, auch wenn sie Milch gefüllt ist. Durch das Berühren, Lecken und Saugen des Kindes an der Brust werden die beiden Stillhormone Oxytocin und Prolaktin ausgeschüttet und somit die Milchbildung gefördert.

In den Zellen der Milchbläschen wird die Milch gebildet und diese Bläschen füllen sich. In der Brust zirkuliert vermehrt Blut und Lymphflüssigkeit, was der Grund für die vermehrte Schwellung der Brust ist.

Der Milcheinschuss

Der sogenannte Milcheinschuss tritt meist am 2.-4. Tag nach der Geburt auf und ist ein ganz natürlicher Vorgang und ein Zeichen für den Beginn der reichlichen Milchbildung.

Man erkennt ihn an:

  • Spannungsgefühl in der Brust
  • leichte Empfindlichkeit
  • Venenzeichnung auf der Haut
  • die Brust wird größer und fester, evtl. auch der Brutwarzenhof

Milcheinschüsse können stark varieren. Die eine Mutter bemerkt gar nichts davon, eine andere hat das Gefühl zu platzen und kann es auch als sehr unangenehm empfinden. Frauen, die ihr Kind von Geburt an nach Bedarf stillen, nehmen oft den Zeitpunkt des Milcheinschusses garnicht richtig wahr. Leichte Beschwerden, die den Milcheinschuss begleiten können, sind bei normalem Verauf selten länger als 24 Stunden zu beobachten, der Übergang von der Phase der Vormilch hin zur reifen Muttermilch erfolgt fließend.

Das heißt, dass die Brust nach der Geburt an Größe und Volumen noch einmal zulegen kann, spätestens aber wenn sich die Milchbildung voll eingestellt hat, nach ca. 4-6 Wochen die Brust in aller Regel wieder eine Größe wie am Anfang der Schwangerschaft besitzt und auch nicht mehr verhärtet oder gespannt ist. Diesen Zustand behält sie in aller Regel bis an das Ende der Stillzeit bei.

Wie verändern sich die Brustwarzen in der Stillzeit?

Die Brustwarzen haben sich durch die Schwangerschaft auf die Stillzeit in Form, Farbe, Größe und Empfindlichkeit eingestellt. Brustwarzen und Baby passen sich einander an. Dieser Prozess kann durchaus einige Tage bis Wochen in Anspruch nehmen. Er beinhaltet, dass z.B. manche Babys lernen mit großen Brustwarzen umzugehen, und andere Brustwarzen so z.B. Schlupf-oder Hohlwarzen durch das Saugen des Kindes weiter herausgeformt werden und das Stillen möglich machen.

In den meisten Fällen hat sich nach ca. 6 Wochen alles eingespielt und die Brustwarzen behalten ihre Form bis ans Ende der Stillzeit.

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