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Abendroutine mit Baby: So wird sie perfekt


Der Tag neigt sich allmählich dem Ende zu – und Dein Baby sollte jetzt eigentlich zur Ruhe kommen. Doch gerade jetzt dreht es noch mal so richtig auf und hat Schwierigkeiten, sich aufs Einschlafen einzustimmen? Und Dein ersehnter „Feierabend“ verschiebt sich immer weiter nach hinten? Dann kann eine gut geplante Baby-Abendroutine helfen: Das täglich wiederkehrende Ritual bringt Struktur in den oft chaotischen Abend und hilft nicht nur Deinem Kind, sondern im Idealfall der ganzen Familie zu einem entspannteren Tagesausklang.

In diesem Beitrag erkläre ich Dir, wie Du Dein Baby mit einer soliden Abendroutine aufs Einschlafen vorbereitest und wie Du das Ins-Bett-bringen altersgerecht gestaltest.

Abendroutine mit Baby: Ab wann ist sie sinnvoll?

Bevor Dein Baby drei Monate alt ist, groovst Du Dich sicherlich noch mit ihm ein. Die erste Zeit lernst Du Dein Kind erst einmal kennen und Ihr findet gemeinsam als Familie in den neuen Tagesablauf. Meist zieht sich das abendliche Füttern über einen längeren Zeitraum hin und wechselt sich möglicherweise mit einigen Schlaf- und Wickelpausen ab (Stichwort Clusterfeeding), während die Neu-Eltern froh sind, wenn sich ein gemeinsames Abendessen irgendwie bewerkstelligen lässt. Dazu kommt bei vielen Babys eine Schreiphase in den Abendstunden, durch die Du oder Dein Partner es begleiten müsst. Kurzum – an einen halbwegs geregelten Tagesablauf ist in den ersten Wochen mit Baby noch gar nicht zu denken.

Abendroutine ab 3 Monaten

Ab einem Alter von etwa drei Monaten kannst Du langsam über eine Abendroutine mit Baby nachdenken. Dann, wenn Dein Schatz allmählich einen Tag-Nacht-Rhythmus entwickelt hat und ein Gefühl für Abläufe bekommt. Ab diesem Alter sind Rituale generell ein Thema, über das Du nachdenken kannst, da sie einem Baby Sicherheit geben – und auch Dir eine Stütze für mehr Struktur in Eurem gemeinsamen Alltag sein können.

Für das erste Abendritual reichen wenige Handgriffe und Abläufe, damit Dein Kleines sich allmählich daran gewöhnen kann. Schritt für Schritt kannst Du die Abendroutine mit Deinem Baby ausbauen. Ein weiterer Vorteil eines Baby-Abendrituals: Es kann auch auf Reisen oder unterwegs dabei helfen, dass Dein Baby besser zur Ruhe kommt und einschläft, weil es durch die bekannten Abläufe lernt, dass es Zeit ist, um zur Ruhe zu kommen.

 

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Abendroutine mit Baby: Tipps fürs unterschiedliche Alter

Abendroutine ab 3 Monaten

Zu Beginn eignen sich recht banale Dinge, um Deinem Schatz jeden Abend aufs Neue zu signalisieren, dass es jetzt Zeit ist, um den Tag allmählich zu beenden.

Folgende Bestandteile gehören für viele Eltern zu einem schönen Abendritual:

  • Lichter und Geräusche dämmen: Damit auch der Körper Deines Babys merkt, dass er zur Ruhe kommen sollte, beleuchte insbesondere das Schlafzimmer nur noch mit sanftem Licht und schalte Geräte wie Monitore, Radio oder Fernseher aus. Auch Musik sollte nicht mehr (laut) laufen.
  • Einschlafstillen oder Fläschchen im Bett geben: Zum Einschlafen für Dein Baby ist ein gesättigter Magen besonders hilfreich. Entweder schläft es im abgedunkelten Raum beim Stillen an Mamas Brust ein oder ihm fallen die Äuglein beim Saugen am Milchfläschchen zu. Bevor Du es in sein Bettchen ablegst, warte noch, bis es wirklich richtig eingeschlafen ist – sonst wacht es möglicherweise schnell wieder auf.
  • Baden: Manche Babys mögen es gern, abends gebadet zu werden. In einer Babywanne mit 37 Grad warmem Wasser und ohne Zusätze wird auch die Hautbarriere nicht geschädigt. Wenige Minuten reichen manchmal schon aus, um Ruhe in den Abend zu bringen und Dein Baby entspannen. Auch eine spezielle Baby-Badebürste kann entspannend wirken. Ob dieses Abendritual etwas für Dein Kleines ist, kannst Du am besten selbst einschätzen. Denn es gibt tatsächlich auch immer wieder Babys, die nach einem abendlichen Bad sehr aufgeregt sind und länger zum Einschlafen brauchen.
  • Zeit am Wickeltisch: Wenn Du Deinem Schatz den Schlafanzug anziehst und es noch einmal wickelst, nimm Dir am Abend besonders viel Zeit und Ruhe dafür. Unter dem Heizstrahler kann es Wärme genießen, während es etwas Kuscheliges angezogen und vielleicht auch schon das erste Zähnchen geputzt bekommt. Rituale beim Wickeln eignen sich ganz besonders gut, um abends abzuschalten und auch, um das Wickeln und Umziehen noch angenehmer zu machen.
  • Babymassage: Auch eine entspannende Babymassage auf dem Wickeltisch kann ein beruhigender Teil der Abendroutine mit Baby sein. Etwas Babyöl und sanfte Bewegungen auf Beinen, dem Bauch oder Gesicht Deines Schatzes sind besonders am Abend wohltuend und fördern durch den Hautkontakt die Bindung.
  • Schlaflied: Ein ruhiges Schlaflied ist sicherlich ein bekanntes Abendritual – aber auch eines, das wirklich hilfreich ist. Denn Deine Stimme beruhigt Dein Baby – und ein immer wiederkehrendes Lied stellt eine eindeutige Wiederholung am Abend dar, die zu Sicherheit führt. Eine sanfte Melodie kann dabei helfen, dass Dein Kleines besser einschläft.

Hebammen-Tipps für einen guten Babyschlaf gibt Dir Anna-Maria im Video:

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Abendroutine für Babys ab 6 Monaten

  • Fingerspiel: Wilde Kitzelspiele sind abends natürlich nicht optimal. Besser sind ruhige gemeinsame Spiele, die Deinem Baby signalisieren, dass sich der actiongeladene Tag allmählich dem Ende neigt und die Zeit für Ruhiges gekommen ist. Ein einfaches, babygerechtes Fingerspiel kann in diesem Alter das Richtige sein – und zwar ruhig jeden Abend dasselbe, Babys lieben Wiederholungen! Es fördert die motorische Entwicklung, sorgt für gute Laune, aber dreht Dein Kind nicht zum Abend hin noch auf.
  • Bilderbücher ansehen: Schon in diesem Alter ist Dein Baby bereit, sich gemeinsam mit Dir ein altersgerechtes Bilderbuch anzusehen. Für Babys ist es natürlich noch schwierig, sich auf eine Geschichte zu konzentrieren. Aber ein Bilderbuch mit kleinen, von Dir erdachten Geschichten kann genau richtig sein.
  • Spieluhr: Eine Spieluhr ist ein ideales Baby-Spielzeug zum abendlichen „Herunterfahren“. Sie spielt bestenfalls ein ruhiges Schlaflied, an das sich Dein Kind gewöhnt und das ihm Sicherheit gibt. Die Spieluhr kommt auch prima unterwegs zum Einsatz.
  • Aromaöl-Massage: Ab einem Alter von 6 Monaten kannst Du für die Babymassage auch ein spezielles Babyöl mit Lavendel benutzen. Beachte hier unbedingt die Hinweise auf der Verpackung – andere ätherische Öle (z.B. Thymian, Eukalyptus) sind für Babys und Kleinkinder nämlich noch ungeeignet.

Abendroutine ab 1 Jahr

  • Gute-Nacht-Geschichte: Weil Dein Schatz jetzt jedes Wort ganz genau hört, ist eine Gute-Nacht-Geschichte in diesem Alter ein tolles Abend- oder Einschlafritual. Lies ruhig immer wieder die gleichen Geschichten, denn in der Abendroutine mit Baby sind Wiederholungen besonders wichtig.
  • Den Tag Revue passieren lassen: Es muss aber nicht immer die vorgelesene Geschichte sein. Du kannst Dir auch angewöhnen, Deinem Kind am Abend im Bett vom Tag zu erzählen und sobald es dazu in der Lage ist, selbst erzählen lassen, was es tagsüber erlebt hat und was es besonders schön fand. Das sorgt für einen freien Kopf und macht zudem müde.
  • Gute-Nacht-Kuss: Wenn Dein Schatz bereits allein im Bettchen oder Zimmer schläft, ist auch ein liebevoller Gute-Nacht-Kuss ein schönes Abendritual, das Sicherheit gibt und den Schlaf einläutet.

Auch mit einem Jahr kann und darf das Einschlafstillen natürlich noch ein Teil der Abendroutine sein, die für Dein Kind und auch für Dich den Tag in Ruhe ausklingen lässt. Wenn das Einschlafstillen Dich stresst, hast Du aber auch die Möglichkeit, es langsam auszuschleichen – wie das geht, erklärt Hanna in ihrem Beitrag zum Thema Einschlafstillen abgewöhnen.

Weitere Tipps für Einschlaf- und Abendrituale

Die aufgezählten Tipps für die Abendroutine mit Baby sind natürlich beispielhaft. Du kannst sie passend zu Eurer individuellen Alltagssituation kürzen oder anpassen. Manche Tipps können Euch zu einem entspannteren Tagesausklang verhelfen, andere mag Dein Baby vielleicht weniger. Auch die Empfehlungen für das Alter können sind immer individuell. Da wirst Du am besten einschätzen können, ab wann sich welches Abendritual eignet.

Abendroutine-Tipps, die sich bewährt haben

  • Zeitpunkt für Routinen: Je früher Du Routinen einführst, desto besser. Denn so können sich sowohl Dein Kleines als auch Du daran gewöhnen und sie immer mehr verfeinern.
  • Vorbereitung: Um einen halbwegs regelmäßigen zeitlichen Ablauf hinzubekommen, ist eine gute Vorbereitung hilfreich. Z.B., dass Du Dein Baby nicht zu spät noch austobst oder, dass Du nicht noch am Abend das große Abendessen lange vorbereiten musst. So gewährleistest Du, dass auch Dein Baby gut zur Ruhe kommen kann. Dazu gehört auch, dass ältere Babys nicht nachmittags noch einen langen Schlaf machen sollten.
  • Reihenfolge: Versuche, Dich möglichst immer an die selbe Reihenfolge zu halten. So weiß Dein Baby immer, was als nächstes kommt. Das vermittelt Sicherheit.
  • Routine am Wochenende: Am wirksamsten ist die Abendroutine, wenn Du sie wirklich täglich einhältst.
  • Frühzeitig in den Schlafsack legen: Auch das Betten in den gemütlichen Schlafsack kann Teil des Einschlafrituals sein und dazu beitragen, dass Dein Kleines einschläft.
  • Sichere Schlafumgebung: Die aktuelle Empfehlung lautet, dass Dein Baby zumindest in den ersten 6 Monaten im Elternschlafzimmer im eigenen Bettchen schläft. So können alle zur Ruhe kommen und sind dennoch in der Anfangszeit beieinander. Wenn Du bestimmte Sicherheitsregeln beachtest, kannst Du Dein Baby aber auch im Elternbett schlafen lassen.
  • Kuscheln: Mamas oder Papas Hand auf dem Gesicht, eine leichte Massage am Ohr: Körperkontakt am Abend beruhigt und gibt Sicherheit und Nähe. Wenn Dein Kind nachts allerdings immer wieder aufwacht, nachdem Du aufgestanden bist, kannst Du es mal mit einem Körnerkissen versuchen.

Natürlich wirst Du den Ablauf und die Zeiten mit zunehmendem Alter Deines Schatzes immer wieder etwas verändern. Vielleicht passen machen Abendroutinen irgendwann nicht mehr, oder die Bettgehzeit verfrüht sich, weil Dein Kind nachmittags nicht mehr schläft.

Wie sieht Eure aktuelle Baby-Abendroutine aus – und wie alt ist Dein Baby? Verrate es uns gerne in den Kommentaren!

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