Alltag - 6 Dinge, die sich mit Baby ändern

Alltag – 6 Dinge, die sich mit Baby ändern!


“Nach der Geburt bin ich zu Hause und habe viel Zeit um mich um mein Baby zu kümmern, den Haushalt zu erledigen und was zu kochen.” So stellte ich es mir zumindest vor der Geburt meines Sohnes vor.

Aber wie so oft kam es anders, als ich mir das ausgemalt hatte. ;-) Hier kommt mein persönlicher Vorher-Nachher-Vergleich, was sich durch mein erstes Baby verändert hat.

1. Schlaf

Vorher:

Etwa sechs bis sieben Stunden habe ich ohne Kinder geschlafen und die am Stück! Am Wochenende konnte ich ausschlafen und ausschlafen hieß damals: bis zehn Uhr schlafen, sich noch eine halbe Stunde im Bett strecken und dann erst aufstehen …

Nachher:

Direkt nach der Geburt schlief ich in Summe: sieben Stunden, minus drei Stunden stillen, minus zwei Stunden beruhigen, plus drei Stunden nachschlafen. Das machte plus minus fünf Stunden, in Nickerchen über die Nacht verteilt. Wobei meine Nacht um 22 Uhr begann und bis 8 Uhr ging. Das ist natürlich über den Daumen gepeilt. Schließlich verändert sich der Schlaf von Babys ständig und dadurch auch der eigene. Ob am Wochenende oder unter der Woche – aufgestanden bin ich dann lange Zeit um sechs Uhr. Und urplötzlich versteht man, warum das Fernsehprogramm für Kinder schon so früh startet! Verführerisch …

2. Job

Vorher:

Vor der Geburt arbeitete ich hier bei babyartikel.de als Contentmanagerin in München. Ich hatte tolle Kollegen, spannende Aufgaben und verdiente mein eigenes Geld. Ich bin gerne arbeiten gegangen und konnte mir ein Leben ohne Job nicht mehr vorstellen. Daher war ich gespannt, wie ich meinen neuen Alltag mit Kind und Haushalt meistern würde.

Nachher:

Ein neu gegründetes Familienunternehmen zu führen war gleichermaßen aufregend und anstrengend. Die Milchproduktion lief und mein neuer kleiner Kollege war nach zwei Monaten eingelernt. Alle zwei Stunden zapfte er für eineinhalb Stunden die Milch ab. Die Milchmaschinen liefen quasi rund um die Uhr. Da das recht viel Zeit in Anspruch nahm, kam ich mit anderen Aufgaben in Verzug. Die Raumpflegetätigkeiten, die Nahrungsmittelzubereitung und den Einkauf erledigte ich tagsüber, während mein Kollege Pause machte. Von was ich mich lange Zeit verabschieden konnte, war etwas anzufangen UND direkt zu beenden. Zwischen Anfang und Ende einer Aufgabe lagen oft Stunden, manchmal sogar Tage. Aber auch das änderte sich mit zunehmender Unternehmenszugehörigkeit aller Beteiligten.

3. Freizeit

Vorher:

Grob über den Daumen gepeilt hatte ich vier Stunden Freizeit nach Feierabend. Also Haushalt, Toilette und Co. nicht mit eingerechnet. In dieser Freizeit hab ich mich mit Freunden getroffen, bin joggen gegangen und hab fast täglich Gitarre gespielt (bzw. es geübt). Am Wochenende hatte ich elf Stunden zur freien Verfügung. In dieser Zeit saß ich zwar hin und wieder sechs Stunden im Zug nach Berlin, aber da konnte ich lesen oder schlafen.

Nachher:

Mittlerweile blicke ich kopfschüttelnd auf diese massenhafte Zeit zurück. Mit meinem Spatz im Arm konnte ich die Stunden für Freizeit an einem oder weniger Finger abzählen. Anfangs verschaffte ich mir freie Zeit, um nachzuschlafen. Auch wenn darunter der Haushalt litt. Als sich alles etwas eingefunden hatte, versuchte ich die Stillzeit als Freizeit zu nutzen. Da mein Spatz immer ausgiebig gestillt werden wollte, schmökerte ich mich durch dicke Romane, während er schmatzte.

Wer es also schafft in seinem neuen Job etwas Freizeit zu integrieren, hat zwar trotzdem weniger als vorher, aber dennoch ein paar Stunden für Wischmoptanz und Aufgabenjonglieren übrig.

4. Haushalt

Vorher:

Putzen und Aufräumen gehörten noch nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Aber wenn ich geputzt habe, dann lieber gründlich und wenn ich etwas aufgeräumt habe, dann blieb das auch eine Weile aufgeräumt. Wäsche hatte ich meist nur meine eigene zu waschen.

Nachher:

Von “Ach nö, im Bad bin ich ja immer noch nicht durch!”, bis “Bäh, von wann ist der Reis an meinem Hausschuh!”, gibt es immer etwas, das einen an Mission Impossible Haushalt erinnert. Erst alle Zimmer saugen und dann nass durchwischen war nicht mehr. Ich musste mich Zimmer für Zimmer voranarbeiten, um nicht ständig wieder von vorne anzufangen. Egal wie oft ich Spielsachen in Kisten verstaue, es liegt ständig noch etwas irgendwo herum. Da ich anfangs noch keinen Trockner hatte, musste ich die Wäsche auf zwei Wäscheständern aufhängen. Das ist vielleicht eine Fitzelarbeit mit den kleinen Bodys, Hemdchen, und Höschen – von den Söckchen gar nicht zu reden! Aber viel nerviger als Fitzelarbeit ist unterbrochene Fitzelarbeit! Denn bevor ich die Hälfte aufgehängt hatte, wollte mein Spatz endlich wieder meine Aufmerksamkeit, Essen oder die Wäsche wieder abräumen.

5. Essen

Vorher:

Frisches Obst und Gemüse habe ich schon immer geliebt. Nach der Arbeit kochte ich mir immer was Kleines. Auch wenn es Nudeln mit Fertigsoße waren, so hab ich die Soße wenigstens mit frischem Gemüse gepimpt. Zeit und Muße, um mir einen Salat zu machen, waren dann auch noch da.

Nachher:

Wenn sich kleine Pausen in meinem neuen Alltag mit Baby ergaben, entschied ich mich meist fürs Schlafen anstatt fürs Essen machen. Daher füllte ich meine täglichen Energiereserven vorerst mit Fast Food wie Schokolade und Kaffee auf. Um mir einen Salat zu machen, rechneten sich Energieaufwand und Energiegehalt des Salates nicht. Obwohl es natürlich viel gesünder gewesen wäre… Irgendwann fiel mir auf, dass ich “lecker Apfel gegessen” abhakte, obwohl nur mein Baby die Schnitze verputzt hatten. Ich hatte den Apfel lediglich angeguckt. Seitdem achte ich darauf, mir auch wieder was Gesundes zu machen – und zu essen. Für Schokolade und Kaffee ist natürlich trotzdem noch Platz (vieeeel Platz). ;-)

6. Outfit

Vorher:

Während ich zu Beginn meines Jobs meine Studenten-Lotter-Kleidung ablegte, trug ich erst mal Blusen – mit Kragen und bunten Karomotiven. Mit der Zeit fand ich dann meinen eigenen Stil, der besser zu mir passte. Aber wie auch immer mein Outfit aussah, es war und blieb den Tag über sauber …

Nachher:

Zweimal am Tag das Stilloberteil wechseln war nicht die Ausnahme sondern die Regel. Ständig entdeckte ich irgendwo einen Milchfleck oder kam schon beim Anziehen ins Schwitzen. In meine knallengen Jeans passte ich nicht mehr rein und wohl fühlte ich mich generell eher in frei schwingenden Kleidungsstücken, anstatt in eng anliegenden. Schließlich wollte ich ein halbes Jahr nach der Geburt nicht noch einmal gefragt werden, ob ich wieder schwanger sei… Aber auch diese Zeit verging und mittlerweile passen mir meine alten Klamotten wieder. Nur um den Bauch herum trage ich immer noch gerne etwas luftigere Oberteile. Um freier atmen zu können natürlich. ;-)

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