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„Anders sein“ Kindern erklären: Tipps für eine tolerante Erziehung


Wenn die Kleinen größer werden, beginnen sie die Welt um sich herum bewusster wahrzunehmen. So inspiziert Dein Kind die Baustelle in der Straße neugierig, der vorbeifahrende Bus wird beobachtet und die Menschen im Supermarkt werden kommentiert. „Anders sein“ ist dabei besonders spannend. Menschen und Dinge, die Dein Kind bislang noch nicht häufig gesehen hat, will Dein Kleines mit glühender Neugierde erklärt bekommen. Dein kleiner Liebling entdeckt auf diese Weise die Welt und versucht sie gleichzeitig auch zu verstehen.

Das Schöne ist, dass Dein Kind so herrlich unbefangen, ehrlich und offen auf seine Umwelt reagiert. Diese Leichtigkeit und Wertfreiheit ist ganz besonders und sollte in der Erziehung geschützt und aufrechterhalten werden. Für Dich als Mama ist das gar nicht mal so einfach – Du willst Deinem Kind eine ehrliche Antwort geben und es tolerant erziehen. Doch manchmal gerätst auch Du in Situationen, in denen Du nach kindgerechten Antworten auf die Fragen Deines Kindes über das „Anderssein“ suchst:

  1. „Mama, warum ist die Frau so dick?“
  2. „Papa, warum sitzt der Junge in einem Stuhl mit Rollen?“
  3. „Mama, warum spricht die Mutter von meinem Kindergartenfreund kein Deutsch?“
  4. „Papa, warum küssen sich da vorne zwei Frauen?“

Wie kann ich meinem Kleinen „anders sein“ aus Sicht des Kindes erklären?

Du bist das Vorbild Deines Kindes

Sei dir über Deine Funktion als Vorbild im Klaren. Fördere bewusst interkulturelle Kontakte und lebe selbst eine tolerante Einstellung.

Fotos vergleichen

Das jeder Mensch anders ist, kannst Du Deinem Kind wunderbar erklären, indem ihr anhand von Fotos Augenfarben, Haarfarben und Körpergrößen vergleicht. Schnell wird sich zeigen, jeder Mensch hat sein individuelles Aussehen und seine Besonderheiten.

Der Fingerabdruck

Der Fingerabdruck zeigt die Individualität eines Menschen ob dick, dünn, blind, taub, sehend oder aus einer anderen Kultur: Jeder Mensch ist anders und das macht uns gleich.

Sale

Kinderbücher

Es gibt zahlreiche Materialien, die das Thema aufgreifen und sehr gut beschreiben. Auch Freundesbücher helfen dabei zu verstehen, dass jedes Kind anders tickt – ob es um das Lieblingsessen, das Lieblingsbuch oder die Lieblingsfarbe geht. Dabei spielt weder Aussehen, noch Herkunft noch die Familie eine Rolle.

Keine Frage ignorieren, auch wenn sie verunsichert

Manchmal verunsichern uns die Fragen unserer Kinder und wir wissen nicht so recht, wie wir „richtig“ darauf antworten sollen. Das ist völlig verständlich – sprich das offen an, informiere Dich und gib Deinem Kind nicht das Gefühl, dass es etwas Falsches gefragt hat. Das verunsichert Dein Kind nur und es begegnet Unbekanntem in Zukunft befangen und ängstlich.

Vorteile vom Anderssein

Außerdem kannst Du mit Deinem Kind über Vorteile des Anderssein nachdenken. Was wäre denn, wenn jeder Mensch auf der Welt gleich wäre?

Wichtig ist, dass Du Dir klar machst, dass sich Unsicherheit und Rassismus erst im Laufe des Lebens entwickeln. Versuche einfach offen und ehrlich auf die Fragen Deines Kindes einzugehen, damit die unbefangene Weltoffenheit Deines Schützlings nicht verloren geht.

Dass manche Kinderfragen ganz schön herausfordernd sind, ist klar. Ich freue mich, dass du Dich mit dem Thema auseinandersetzt. Ich hoffe, es war der ein oder andere wertvolle Tipp für Dich dabei. Hast Du weitere kreative und tolle Ideen zur wertfreien Erziehung? Dann freuen wir uns in den Kommentaren darüber! :)

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