Baby baden – Das Baby 1×1


Du möchtest Dein Baby endlich baden, bist Dir aber nicht sicher, ob Du das schon darfst? Erfahre hier, worauf Du beim Baby baden achten solltest.

Es kann passieren, dass Dein Baby beim ersten Bad vielleicht nicht so viel Spaß hat. Das heißt aber nicht, dass es das Baden nicht mag, es ist einfach nur eine neue Situation. Hat es sich aber erst einmal daran gewöhnt und machst Du es ihm so angenehm wie möglich, dann wird es das Baden lieben.

Ab wann darf das Baby baden?

Früher wurden Babys nach der Geburt noch im Kreißsaal gebadet, um die Käseschmiere abzuwaschen. Mittlerweile wird aber davon abgeraten, da man inzwischen weiß, dass die Käseschmiere die dünne zarte Babyhaut vor äußeren Einflüssen schützt.

Früher galt auch ein allgemeines Badeverbot für Babys, deren Nabelschnurrest noch nicht abgefallen war. Das erste Bad zuhause sollte erst stattfinden, wenn der Nabel abgefallen war und man keine Wunde und Kruste mehr zu sehen konnte. Heute sehen das zwar viele Hebammen etwas lockerer – wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, dann warte aber lieber, bis Stelle gut verheilt ist. So vermeidest Du, dass Keime in den Nabel eindringen und eventuell eine Entzündung verursachen. Bis zum ersten Bad reicht es völlig, wenn Du Dein Baby mit einem Waschlappen und warmem Wasser täglich pflegst.

 

Zudem sollte Dein Baby gesund sein. Hat es z.B. noch Gelbsucht, solltest Du mit dem ersten Bad noch etwas warten. Am besten sprichst Du mit Deiner Hebamme: Sie kann Dir sagen, ob Dein Baby bereit für ein Bad ist. Sie wird Dir dann auch die richtigen Griffe zeigen, die Dir und Deinem Baby ein entspanntes Baden ermöglichen. Dein Partner sollte auch dabei sein, damit er Dir helfen und auch selbst das Baden übernehmen kann.

Babys erstes Bad – Hebamme Anna-Maria erklärt im Video, auf was Du achten solltest

Wie oft solltest Du Dein Baby baden?

Das ist ganz Dir überlassen. Allerdings haben Babys in den ersten Lebensmonaten eine sehr empfindliche Haut und sollten deshalb nicht öfter als ein- bis zweimal in der Woche. Wenn Du es täglich pflegst und wäschst, reicht das auch aus. Baden ist eigentlich nur dann wirklich nötig, wenn die Windel ausgelaufen ist oder das Kind sich vollgespuckt hat. Wenn Dein Kind erst einmal anfängt zu krabbeln, wird es öfter ein Bad nötig haben.

Aufgrund der empfindlichen Haut reicht warmes Wasser, Badezusätze sind eigentlich nicht nötig. Wasche Dein Baby immer wieder mit einem Waschlappen ab, so wird es sauber und es kann die Wärme und das Wasser genießen. Anschließend kannst Du ihm noch mit einer Creme oder einem Öl eine Massage geben und es dabei bespaßen, mit ihm lachen und kuscheln. Achte darauf, dass Dein Baby nicht auskühlt und sorge für eine angenehme Raumtemperatur.

Bei Babys mit Hautproblemen solltest Du den Kinderarzt nach speziellen Badezusätzen fragen und, ob das Baden das Problem vielleicht noch verschlimmern könnte.

Das Baby baden: Die richtige Temperatur

Babys sollten idealerweise bei rund 37 Grad baden. Das entspricht der Körpertemperatur. Die Badedauer sollte 10 Minuten nicht überschreiten. Lass zur Kontrolle der Temperatur am besten ein Badethermometer im Wasser schwimmen.

Wo kannst Du Dein Baby baden?

Jedes Baby ist anders – manche lieben den Badeeimer aufgrund seiner Begrenzung, andere finden die Babywanne besser. Für die Eltern gilt das gleiche – die einen schwören auf den Badeeimer, die anderen finden die Babybadewanne viel praktischer. Natürlich kannst Du auch gemeinsam mit dem Baby in der großen Badewanne baden.

Badeeimer

Ein Badeeimer hat den Vorteil, dass er wenig Wasser braucht und eigentlich überall aufgestellt werden kann. Auch das Ausleeren des Wassers geht schnell und einfach. Hier solltest Du auch wirklich einen Badeeimer für Babys kaufen, denn dieser erfüllt die Sicherheitsstandards. Bade Dein Baby auf keinen Fall in einem Haushaltseimer! Dein Baby hockt im Badeeimer und kann Dir nicht wegrutschen. Viele Babys fühlen sich im Badeeimer geborgen, weil er sie aufgrund seiner Form an Mamas Bauch erinnert. Gerade für Babys, die Wasser nicht so gern mögen, sind Badeeimer prima geeignet, um ihnen das Baden näher zu bringen.

Die optimale Badezeit
Versuche, das Bad als Einschlafritual einzuführen. Viele Babys sind nach dem Baden oft müde und entspannt und finden so leichter in den Schlaf. Es gibt aber auch Babys, die nach dem Baden erst so richtig aufdrehen. Findet einfach Eure optimale Badezeit und behaltet diese möglichst bei!

Babybadewanne

Die Form einer Babybadewanne erlaubt es Dir, Dein Baby mit dem klassischen Badegriff zu halten: Bevor Du Dein Baby in die Wanne legst, greifst Du mit Deiner rechten Hand einen Oberarm Deines Babys. Sein Köpfchen liegt dabei sicher auf Deinem Unterarm. Mit der linken Hand stützt Du es unter dem Po. Sobald Du es in die Wanne gelegt hast, kannst Du es mit der linken Hand waschen. Wenn Du Linkshänder(in) bist, mach es einfach umgekehrt.

Baby Baden - klassischer Badegriff - Baby beim Baden halten
Im klassischen Bade-Griff gehalten, fühlt sich Dein Baby in der Wanne sicher

Es gibt Babys, die lieber in Bauchlage baden. Dabei drehst Du Dein Baby auf den Bauch und greifst mit Deiner linken Hand unter die Brust bis zur rechten Achselhöhle. So ist es optimal gestützt und Du hast wieder eine Hand zum Waschen frei.

Um Deinen Rücken zu schonen, sollte sich die Wanne idealerweise auf Höhe Deiner Hüfte befinden. Es gibt passende Gestelle, in die Du die Badewanne stellen kannst, alternativ kannst Du die Badewanne auch in der großen Wanne oder auf dem Boden platzieren. Hier ist es etwas schwieriger, denn das Wasser macht die Wanne schwer. Deshalb solltest Du nur so viel hineinfüllen, wie Du auch tragen kannst oder Ihr macht das zu zweit. Es gibt spezielle Einsätze, auf die Du Dein Baby legen kannst oder auch rutschfeste Matten. Achte beim Kauf darauf, dass die Babybadewanne rutschfest ist und sicher steht.

Waschbecken

Es gibt Waschbecken, die sind so breit und tief, dass man ein Baby auch darin baden kann. Gerade Neugeborene fühlen sich in einem engen Waschbecken mitunter wohler als in der Badewanne. Hier ist ganz wichtig, dass Du darauf achtest, dass der Wasserhebel vom Baby weggedreht ist oder auf der kalten Seite steht. Die Gefahr, dass plötzlich heißes Wasser herauskommt, ist hier groß!

Große Badewanne

Wenn Dein Baby mindestens ein paar Wochen alt ist und schon öfter gebadet wurde, kannst Du es natürlich auch mit in die große Wanne nehmen. Der Raum sollte dabei gut beheizt sein. Auch, wenn ihr gemeinsam badet, sollte die Temperatur 37 Grad nicht überschreiten. Verzichte auf parfümierte Badezusätze und bade nicht länger als 10 Minuten. Lass Dir das Baby von Deinem Partner abnehmen, bevor Du aus der Wanne aussteigst! Er oder sie kann es in ein Handtuch wickeln und warm halten, während Du Dir in Ruhe Deinen Bademantel anziehst.


Hinweis: Egal, für welche Variante Du Dich entscheidest: Lass Dein Baby oder Kleinkind niemals unbeaufsichtigt im Wasser! Halte die Kleinsten auch beim Baden immer fest! Schon ein paar Sekunden unter Wasser können lebensgefährlich sein.


So macht das Baden Spaß -Tipps und Tricks zum Ablauf

  • Bereite alles vor und lege alles, was Du für das Baden brauchst, in Griffweite (Handtuch, Shampoo, Waschlappen, Thermometer, evtl. Badespielzeug).
  • Sorge dafür, dass der Wickelplatz vorgeheizt ist. Optimal ist hier ein Heizstrahler, ansonsten drehe die Heizung auf. Dein Baby sollte sich auch nach dem Baden noch wohlfühlen. Zwischen Badewanne und Wickeltisch ist ein Kapuzenhandtuch, welches das Baby komplett einhüllt, optimal. Lege ein zweites trockenes Handtuch bereit, falls das erste sehr nass wird und Dein Baby friert.
  • Den Baby sollte für das Baden gut drauf sein – satt, zufrieden und munter. Auch bei Blähungen oder Bauchweh kann ein warmes Bad helfen.
  • Wasche es mit einem Waschlappen und rede ihm gut zu, falls es sich unwohl fühlt. Wasche Kopf und Haare zuletzt, damit es nicht auskühlt. Vergiss’ beim Waschen nicht die Hautfalten und Stellen, an die man sonst eher schlecht kommt: Hinter den Ohren, Achseln, zwischen den Zehen und die Hautfalte am Hals.
  • Du kannst bei etwas älteren Babys Babyshampoo, -seife oder -lotion benutzen. Bei Milchschorf auf dem Kopf empfiehlt sich ein Ölbad. Auch etwas Muttermilch im Wasser kann Deinem Baby guttun. Achte beim Herausnehmen darauf, dass es glitschig wird, vor allem nach einem Ölbad!
  • Trockne Dein Baby nach dem Baden gut ab, damit kein nassen Stellen zurückbleiben. Sie verursachen oft Entzündungen. Wenn Du möchtest und es Deinem Baby nichts ausmacht, kannst Du es auch vorsichtig trocken fönen. Achtung: Dabei den Windelbereich immer abdecken. Sonst besteht die Gefahr eines Stromschlags!
  • Viele Babys wollen nach der Aufregung des Badens an die Brust. Auch, wenn sie eigentlich schon gefüttert wurden!

Welche Erfahrungen hast Du beim Baby baden gemacht? Hast Du vielleicht noch einen zusätzlichen Tipp? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

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