Welcher Babykurs ist sinnvoll?

Babyschwimmen, Babymassage, Pekip – Welcher Kurs macht Sinn?


Das Angebot der Eltern-Kind-Kurse ist riesig und gerade beim ersten Baby fällt es gar nicht so leicht, sich in dem Dschungel der unterschiedlichen Kurse zurecht zu finden. Vielleicht kann diese kurze Übersicht der gängigsten Kurse für kleine Babys eine Entscheidungshilfe sein….

Babymassage

Der Dauerbrenner unter den Babykursen erfreut sich bereits seit 10-15  Jahren großer Beliebtheit. Sinn und Zweck des Kurses ist das Erlernen bestimmter Massagegriffe und -techniken für ZU HAUSE.

Das ist häufig der Knackpunkt. Immer wieder erzählen Frauen, ihr Baby möge die Massage überhaupt nicht, durch Nachfragen kommt dann ans Licht, dass die Rede von der Massage während des Kurses ist. Dass das Baby während des Kurses in einem fremden Raum, umringt von anderen Babys zu einer Uhrzeit, die von seinem persönlichen Tageablauf her vielleicht überhaupt nicht passt, die Massage nicht so toll findet, bedeutet nicht, dass es Babymassage nicht mag. Daheim, in seiner gewohnten Umgebung nur mit vertrauten Personen und in Eurem eigenen Tempo und Tagesrhythmus, kann das ganz anders aussehen.

Wenn Ihr Euch also selbst dafür begeistern könnt, Euer Baby daheim regelmäßig zu massieren, kann so ein Kurs eine wirklich große Bereicherung sein.

Geeignet ist er für Babys ab der 6. Lebenswoche.

Pekip (Prager Eltern- Kinder-Programm)

Ebenfalls ein Kurs, der seit Jahren besteht und bei vielen auf große Begeisterung stößt.

In kleinen Gruppen lernen Eltern in Kontakt zu ihrem Kind zu treten, sie erhalten Anleitung, welche Spiele im entsprechenden Alter interessant sein könnten, was man mit so einem Baby den ganzen Tag so machen kann und wie man es in seiner Entwicklung unterstützen kann (z.B. im Bezug auf die Motorik).  Normalerweise findet der Kurs in einem gut geheizten Raum statt, die Babys sind nackt oder nur in der Windel, da vor allem bei kleinen Babys die taktile Stimulation in Form von Streicheln/Berührung mit unterschiedlichen Materialien wie Federn oder Seidentüchern und der Hautkontakt besonders wichtig ist.

Die Kurse begleiten Kinder im ersten Lebensjahr und beginnen meistens im Alter von 4-6 Wochen.

Babyschwimmen

Mein persönlicher Favorit.

Ein  Riesenvorteil dieses Kurses ist meiner Ansicht nach, dass es in den meisten größeren Städten ein sehr großes Angebot – auch von Kursen am Wochenende – gibt. Das führt dazu, dass in diesem Kurs deutlich mehr Papas vertreten sind als in allen anderen. Ich finde es wichtig, dass auch die Väter mit ihren Babys etwas “erleben” können, was beiden Spaß macht und dabei ganz nebenbei die Erfahrung machen, dass ein Baby gar nicht so zerbrechlich ist, wie es aussieht. Das gibt Sicherheit im täglichen Umgang und stärkt die Vater-Kind-Bindung. Idealerweise findet der Kurs in einem speziellen Bad mit 32-34 Grad warmem Wasser statt, dass einen niedrigeren Chlorgehalt aufweist oder gänzlich ungechlort ist. Macht Euch wegen Infektionen bitte keine allzu großen Sorgen, gerade diese Bäder werden sehr engmaschig kontrolliert und überwacht.

Beginnen kann man ca. mit 8-12 Wochen. Seid nicht allzu enttäuscht, wenn der erste Schwimmbadbesuch in weinen und dauerstillen endet, manche Babys brauchen eine Weile, um sich im Wasser wieder zurecht zu finden. Dann ist es aber meistens ein Heidenspaß für große und kleine Wasserratten.

Fazit

Ob so ein Kurs für Babys Entwicklung wirklich notwendig oder förderlich ist, sei an dieser Stelle einmal dahin gestellt. In jedem Fall ist es  aber gut, wenn Mütter Kontakt zu anderen Müttern haben und sich nicht mit ihrem Baby daheim einigeln. Da ist ein  solcher Kurs sicher ein guter Rahmen für ersten Kontakt und Austausch.

Für gewöhnlich lassen sich wirkliche Vorlieben des Kindes erst mit einigen Monaten feststellen, insofern würde ich Euch raten, am Anfang einen Kurs zu machen, der EUCH Spaß macht. Es hat keinen Sinn, zum Babyschwimmen zu gehen, wenn man selber Wasser hasst. Denn in erster Linie sollte es – Frühförderung hin oder her – ja allen Beteiligten Spaß machen!

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