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Chaos im Kinderzimmer: 8 einfache Tipps für Aufräum-Muffel


Als Elternteil eines Kleinkindes wirst Du das sicher kennen: Kaum ist das Kinderzimmer aufgeräumt, bricht schon wieder Unordnung aus. Aber wie kannst Du Chaos im Kinderzimmer vermeiden? Ich verrate Dir meine 8 effektivsten Tipps und Tricks für mehr Ordnung.

Tipp 1 gegen Chaos im Kinderzimmer: Sortiere Spielzeug regelmäßig aus

Je mehr Spielzeug Dein Kind besitzt, desto mehr Futter für mögliches Chaos im Kinderzimmer gibt es. So oder so ist es sinnvoll, regelmäßig das Spielzeug auszusortieren und radikal auszumisten. Dafür am besten wirklich Schränke, Kommoden und Behälter komplett ausräumen und mit Deinem Kind gemeinsam entscheiden, welche Dinge es wirklich noch braucht und womit es schon länger nicht gespielt hat – das kann dann getrost verkauft oder verschenkt werden.

Tut sich Dein Schatz beim Weggeben schwer, kann es helfen, dass es sich immer wieder zwischen Spielzeugen entscheiden muss und Du es fragst, welches es davon behalten möchte. Das andere kommt weg. Behalte wirklich nur notwendige Dinge. Denn Dein Kind ist mit einem Überangebot auch schnell überfordert, weiß nicht, womit es spielen soll und springt von einem Spiel zum nächsten – was natürlich im Chaos endet. Und Dinge, bei denen Du unsicher bist (oder sie für ein Geschwisterchen aufbewahren möchtest), kannst Du auch noch im Keller lagern und bei Bedarf wieder hervorholen.

Gehe dabei nach der 3-Stapel-Methode vor – und erkläre diese auch Deinem Kind: Ein Stapel für Dinge, die bleiben, einer für eBay oder Flohmarkt und einer für den Keller.

Tipp 2: Lass‘ das Chaos im Kinderzimmer einfach verschwinden

Wenn es im Zimmer Deines Schatzes vor allem offene Regale gibt und viele Kleinteile herumliegen und -stehen, ist Chaos im Kinderzimmer vorprogrammiert. Damit alles nach dem Aufräumen auch wirklich ordentlich aussieht, muss Dein Kind also mühselig jedes Spielzeug sorgfältig ins Regal stellen. Das ist für Dein Kind natürlich umständlicher, als wenn es seine Spielsachen beispielsweise nur in eine geschlossene Kiste legen (oder seien wir ehrlich: pfeffern) und dann nur noch den Deckel schließen muss, damit Ordnung in seinem Reich herrscht.

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Daher ist es sinnvoll, Kisten, Boxen oder Truhen im Zimmer zu platzieren, in die Spielzeug, Bücher und Co. zurückfinden können – ganz unkompliziert. Diese können auch dekorativ sein und vielleicht noch eine zweite Funktion haben, etwa als Hocker fungieren.

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In der großen Kiste finden Bücher und Co. Platz, im Schreibtisch Stifte und andere Utensilien – ohne dass sie fein säuberlich sortiert sein müssen.
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Kleine Boxen und Co. sind nicht nur praktisch, Du kannst sie auch optisch schön in Szene setzen.

Tipp 3: Schaffe feste Plätze für Spielzeug und Co.

Und damit Dein Schatz ganz genau weiß, welches Teil wohin gehört, ist es ratsam, dass jedes Spielzeug seinen festen Platz hat: Bücher gehören in die blaue Bücherkiste, Spielfiguren in die grüne Box und Legosteine in die bedruckte Kiste etwa. So lernt Dein Kind mit der Zeit, welche Spielsachen an welche Stelle gehören und ist beim Aufräumen nicht überfordert. Und kann die Sachen auch ganz allein wegräumen. Alternativ kannst Du die Boxen auch von außen z.B. mit Fotos der Spielsachen beschriften. Ganz wichtig: Setze auf Beständigkeit und bleibe bei einem System, um Dein Kind nicht zu verwirren. Falls Du die Ordnung doch mal änderst, erkläre Deinem Kind, dass z.B. die Kuscheltiere ab jetzt in dem roten Korb wohnen und nicht mehr in der Holzkiste.

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Den Platz auf Schränken kannst Du super ausnutzen, indem Du Kisten oder Boxen darauf stellst und sie mit allem befüllst, was sonst in der Gegend herumliegt.

Tipp 4: Räum‘ das Chaos im Kinderzimmer nicht selbst auf

Nie, niemals! Fang nicht damit an, das Chaos im Kinderzimmer selbst zu beseitigen, wenn es Dich zu sehr stört. Dann gewöhnt sich Dein Schatz nämlich daran und es wird jederzeit wieder unordentlich sein, wenn es weiß, dass Du es am Ende ja doch in Ordnung bringst. Abgesehen davon lernt es auch nicht, selbst aufzuräumen – und ist dann überfordert, wenn Du es plötzlich dann doch mal dazu aufforderst. Davon hat am Ende niemand etwas.

Lass Dein Kind – besonders, wenn es noch klein ist – aber auch nicht ganz alleine aufräumen, da es sonst schnell frustriert ist. Hilf ruhig ein wenig mit, aber achte darauf, dass es wirklich aktiv bei der Sache ist. Und wenn ein Kita-Freund zum Spielen da war, darf auch der gerne behilflich sein, das Chaos im Kinderzimmer zu beseitigen, bevor er nach Hause geht.

Tipp 5: Habt Spaß beim Aufräumen

Wenn Dein Kind nicht aufräumen will, signalisere ihm, das Aufräumen nichts Nerviges ist – sondern richtig Spaß machen kann. Das heißt: Beseitigt das Chaos im Kinderzimmer spielerisch! Dein Kind kann zum Beispiel die Knettöpfe in der Kiste wie einen Turm stapeln und sie dann erst schließen oder die Autos spielerisch in ihre „Garage“ fahren lassen, die Puppen zum Schlafen legen und zudecken, oder, oder, oder. Da fällt Dir sicher immer wieder etwas Kreatives ein.

Tipp, wenn Dein Kind mal wieder total unmotiviert ist: Frag es doch mal, wie das Aufräumen im Kindergarten oder in der Krippe abläuft. Vielleicht klingelt dort ein Glöckchen oder es wird ein Aufräum-Lied angestimmt? Oder ein Kind darf sich eine Mütze aufsetzen und ist heute die „Aufräum-Polizei“?

Tipp 5: Schaffe feste Aufräum-Routinen

Zudem ist es hilfreich, wenn es feste Zeiten zum Ordnung-Schaffen gibt: Räumt zum Beispiel jeden Abend vor dem Zähneputzen gemeinsam auf, ganz konsequent. So verinnerlicht Dein Kind den Ablauf und wird irgendwann – von selbst beginnen aufzuräumen – und vielleicht auch weniger Chaos im Kinderzimmer zulassen, wenn es weiß, dass es das auch täglich wieder aufräumen muss.

Tipp 7: Ausnahmen sind erlaubt – aber wirklich nur Ausnahmen

Wie bei vielen Dingen im Leben mit einem Kleinkind ist es hilfreich, so wenig Ausnahmen wie möglich zu machen. Aber wenn Du merkst, dass Deinem Kind der riesige Legoturm besonders wichtig ist oder die Burg den ganzen tag lang mühselig aufgebaut wurde und nicht am Abend direkt wieder zerstört werden muss, kannst Du auch mal eine Ausnahme machen und seine Kunstwerke stehen lassen. Am besten bestimmt ihr dann einen festern Termin, wann sie spätestens abgebaut werden sollten. Wo es dagegen keine Ausnahmen geben sollte: Wenn die Dinge ihren festen Platz haben, sollten sie auch genau dahin zurückfinden – und nicht irgendwo hingepfeffert werden. Dann gibt es später die nächste große Aufräum- und Sortieraktion.

Tipp 8: Erkläre Deinem Kind, warum aufräumen so wichtig ist

Erkläre Deinem Kind, warum es wichtig ist, dass kein Chaos im Kinderzimmer entstehen sollte: Weil es seine Dinge sonst nicht so gut wiederfinden kann, weil man auf Bausteine treten und sich verletzen kann, beispielsweise. Wenn es das irgendwann selbst merkt und versteht, wird das Ordnung halten einfacher.

Tipp 9: Sei ein gutes Vorbild

Lebe Deinem Kind vor, was Du von ihm verlangst. Halte also selbst möglichst immer Ordnung, lege Deine Schuhe immer direkt säuberlich an ihren Platz, wenn ihr draußen wart und lass nicht selbst Chaos entstehen. Kommentiere Deine Handlungen, wenn Dein Kind dabei ist – ohne erhobenen Zeigefinger, aber so, dass es verinnerlicht, was Du gerade tust. Zeige Deinem Schatz, dass es am besten ist, dass man Dinge sofort wegräumt, weil sich sonst schneller große Unordnung bildet. Wenn es also mit dem nächsten Spiel beginnt oder das nächste Spielzeug herausholt, sollte es das letzte zuerst wegräumen.

Was machst Du, um das Chaos im Kinderzimmer zu beseitigen? Welche Tipps und Tricks hätten Dir hier noch gefehlt? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!

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