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Der Stuhlgang beim Baby – Was ist normal?


In der ersten Lebenswoche eines Kindes verändert sich der Stuhlgang mehrmals. Bei jeder meiner Wochenbettnachsorgen, war dieser Punkt ein großes Thema. Die Beurteilung des Stuhls gibt in vielfacher Hinsicht Aufschluss über die Gesundheit und über den Ernährungszustand des Neugeborenen.

Das Mekonium

Das Mekonium ist auch unter dem Namen “Kindspech” bekannt und sammelt sich während derr Schwangerschaft im Darm des Kindes an. Es ist schwarzbraun-grün und zäh-klebrig. Manchmal wird das “Kindspech” schon direkt bei der Geburt oder direkt danach abgesetzt. Jedoch spätestens nach 24 Stunden sollte das Kind Mekonium ausgeschieden haben.

Übergangsstuhl

Je nach der aufgenommenen Nahrungsmenge vermischt sich das Mekonium schon ab dem 2. bis 3. Lebenstag mit den ersten Nahrungsstühlen. Dadurch erhält der Übergangsstuhl eine bräunlich bis grünlich-gelbe Farbe und ist in seiner Konsistenz weicher als das reine Mekonium.

Nun muss der Stuhlgang der Babys nach gestillten Kindern und Flaschenkindern unterschieden werden!

Muttermilchstuhl

Zwischen den 4. bis 7. Tag wird reiner Muttermilchstuhl ausgeschieden. Dies geschieht dann, wenn größere Mengen Nahrung aufgenommen und entsprechend mehr Stuhl gebildet wird. Muttermilchstuhl ist gold-gelb und von cremig-breiiger Konsistenz. Im Zuge der Anpassung der Verdauung ist er meist flüssig mit einer Beimengung von festen Krümeln, schaumig oder aber mit Schleimbeimengungen versehen. Dies kann bis zu 2 Wochen nach der Geburt auftreten. Die Häufigkeit kann von Kind zu Kind stark variieren. Manche Kinder haben bis zu 10-mal am Tag Stuhlgang, andere 5 bis 7 Tage keinen. Solange es dem Baby in dieser Zeit gut geht, normal trinkt und der Bauch weich ist, ist dies als normal anzusehen. Die Farbe des Muttermilchstuhles kann auch sehr unterschiedlich sein. Von dem oben genannten gold-gelb, kann auch leuchtend hellgrüner, gelb-grüner, bräunlicher, gelb-weißlicher Stuhlgang auftreten. Dies ist alles normal und hat oft mit der Ernährung der Mutter zu tun.

Beimischungen von dunkel- oder hellrotem Blut, wässrige, schleimige Stühle auch zwei Wochen nach der Geburt sollten bitte immer vom Kinderarzt abgeklärt werden.

Stuhlgang beim Flaschenkind

Der Stuhlgang eines durch Flaschennahrung ernährten Babys weist deutliche Unterschiede zum Muttermilchstuhl auf. Eine Stuhllücke tritt hier im Normalfall nicht auf. Im Durchschnitt hat das Kind 2-3-mal täglich Stuhlgang, bedingt durch die schwere Verdaulichkeit einiger Nahrungsbestandteile. Der Stuhlgang ist meist fest oder pastenartig, bei hellgelber bis lehmbrauner Farbe. Da manche Kinder, die mit Flaschennahrung ernährt werden, regelmäßig erschwert Stuhlgang haben, sollte man auf einige Dinge achten.

  • So lange wie möglich die Pre-Nahrung füttern. Bitte vor dem Wechsel zur 1er Nahrung mit der Hebamme oder dem Kinderarzt Rücksprache halten.
  • Milchnahrungsmarken sollte nicht in beliebigem Wechsel gefüttert werden. Manchmal ist eine Umstellung auf eine andere Marke Erfolg versprechend. Aber auch hier sollte Rücksprache mit Fachpersonal erfolgen.
  • Zur Erleichterung der Verdauung kann die eine oder andere Milchflasche mit Fencheltee zubereitet werden.
  • Das Mischungsverhältnis zwischen Milchpulver und Wasser muss unbedingt nach angegebenen Mengen, die auf der Verpackung steht, erfolgen. Dies gilt auch für die angegebene Trinkmenge.

Bei Kuhmilchstuhl sollten folgende Abweichungen vom Kinderarzt abgeklärt werden: Grüne-dünne Stühle, Stühle mit Schleimbeimengungen auch noch zwei Wochen nach der Geburt, feste-kötelartige Stühle mit Verstopfung.

Eure Hebamme wird bei allen Hausbesuchen nach dem Stuhlgang des Kindes fragen. Wenn Ihr Euch unsicher seid, solltet Ihr lieber bei Eurer Hebamme oder Eurem Kinderarzt nachfragen. Im Notfall kann es auch hilfreich sein, die Windel aufzuheben und zu zeigen.

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