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Geld anlegen fürs Baby: 3 Möglichkeiten


Das statistische Bundesamt zeigt uns, wie teuer Kinder wirklich sind. Bis zum 18. Geburtstag kostet ein Kind im Durchschnitt 130.000 Euro. Bei der anschließenden Ausbildung oder dem Studium greifen die meisten Eltern den Kindern noch einmal finanziell unter die Arme. Geld anlegen fürs Baby ist also durchaus sinnvoll. Aber ist das klassische Sparbuch für Kinder eigentlich noch zeitgemäß? Und welche Möglichkeiten hast Du sonst noch beim Sparen für Kinder? All das erkläre ich Dir hier.

1. Geld anlegen fürs Baby: Das Sparbuch

Früher war es selbstverständlich, für ein Baby ein Sparbuch anzulegen und regelmäßig einzuzahlen. Momentan gehört das Sparbuch allerdings zu den weniger sinnvollen Anlagemöglichkeiten. Der derzeitige Niedrigzins sorgt dafür, dass der eigentliche Wert des Geldes sinkt und der Sparbetrag am Ende geringer ist als die Einzahlungshöhe.

Viele Banken bieten für Kinder spezielle Sparbuch- und Sparkontoangebote an. Bei diesen erhalten Kinder Bonuszahlungen, zum Beispiel, wenn sie ein gutes Zeugnis vorlegen oder sich im Sportverein anmelden. Auch Zinsaufschläge sind möglich. Bei diesen sollte man aber genau hinschauen. Oft ist es so, dass es auf die ersten 500 Euro 3% Zinsen gibt – und für alles, was darüber hinausgeht, viel weniger. Verringert die Bank die Verzinsung, solltest Du Dich schnell nach einer Alternative zum Geld Anlegen fürs Baby umsehen.

Ein Sparbuch eignet sich ideal für kleinere Geldgeschenke, sie lassen sich hier sicher verwahren.

Fazit: Geringe Rendite, geringes Sicherheitsrisiko, kurzfristige Anlagemöglichkeit.

2. Geld anlegen fürs Baby: Das Festgeldkonto

Beim Sparen für Kinder kann auch das Festgeldkonto eine gute Möglichkeit sein. Hier kannst Du im Gegensatz zum Sparbuch auch größere Summen hinterlegen. Beim Festgeldkonto hast Du allerdings den Nachteil, dass es weniger flexibel und ebenso von den niedrigen Zinsen betroffen ist. Nicht zu empfehlen sind Anlagen mit einer Mindestlaufzeit von mehr als fünf Jahren, da sie bei einer Anhebung der Zinsen nicht berücksichtigt werden.

Fazit: Geringe Rendite, sicherheitsorientiertes Risiko, mittel- bis langfristige Anlagemöglichkeit.

3. Geld anlegen fürs Baby: Das Tagesgeldkonto

Beim Geld anlegen fürs Baby kannst Du auch ein Tagesgeldkonto in Betracht ziehen. Die Flexibilität ist hier sehr hoch, sodass auch kleinere Geldgeschenke hier eingezahlt werden können. Das Geld, das sich auf dem Tagesgeldkonto befindet, sollte zeitnah abgehoben werden. Ideal ist zum Beispiel der 18. Geburtstag. Nähert er sich, können langfristige Geldanlagen auf dieses Konto verschoben werden und sind schnell verfügbar. Sammelt sich auf dem Tagesgeldkonto des Kindes jedoch eine größere Summe an, ist eine anderweitige Anlage sinnvoller.

Fazit: Geringe Rendite, sicherheitsorientiertes Risiko, kurzfristige Anlagemöglichkeit.

Sparen für Kinder: Sind Aktien eine Alternative?

Für Kinder bieten Banken sogenannte Junior-Depots an. Dabei handelt es sich um ein Bankkonto, das Fondsanteile oder Aktien enthält. Das Konto wird im Namen des Kindes geführt, weshalb keine hochriskanten und spekulative Wertpapiere aufgenommen werden.

Viele Normalbürger trauen sich nicht an Börsengeschäfte heran. Langfristig kann ein Juniordepot als Anlage für Dein Kind jedoch eine Möglichkeit sein: Wertschwankungen lassen sich gut ausgleichen und es kann eine höhere Rendite erwirtschaftet werden.

Ein risikoarmer Weg ist der über ETF. Beim Exchange Traded Funds handelt es sich um einen börsengehandelten Fonds, der z.B. den DAX (Deutscher Aktienindex) oder anderer Anlagethemen (z.B. Rohstoffe) nachbildet. Wer in einen ETF investiert, investiert automatisch in merere Aktientitel. Dabei wird ein Sparplan genutzt, der Börsenschwankungen ausgleicht. Zahlt man regelmäßig ein, werden bei einem Börsentief automatisch mehrere günstige Anteile gekauft, bei einem Hoch entsprechend weniger. So hat man immer den Durchschnittspreis.

Dieser Weg lohnt sich nur auf langfristige Sicht. Wer kurzfrsitig mit ETF spart, riskiert, dass die Anteile bei schlechten Börsenkursen verkauft werden. Ein Risiko bleibt jedoch immer: Wird das Kind volljährig und gleichzeitig kommt es zu einem Börsencrash, werden die Anteile mit hohem Verlust verkauft.

Welche Kritierien spielen beim Sparen für Kinder eine Rolle?

Bevor Du Geld für Dein Kind anlegst, solltest Du Dich mit einigen Kriterien auseinandersetzen:

Wie hoch darf das Risiko sein?

Mit Sparkonten lassen sich in Zeiten niedriger Zinsen kaum Renditen erzielen. Das Geld kann so an Wert verlieren. Deshalb ist es okay, auch ein Risiko einzugehen, aber die Investition trotzdem zu schützen. Die beste Kombination ist die aus risikoarmen und renditestarken Investitionen.

Willst Du in regelmäßigen Raten oder in einer Einmalzahlung sparen?

Bei der Geldanlage ist es gut zu wissen, ob es sich um einen Betrag handelt, der bereits vorhanden ist und eingezahlt werden soll oder ob nun immer wieder kleinere Beträge angesammelt und gespart werden sollen. So kommt zum Beispiel eine fixe Investition oder ein Sparplan in Frage. Wichtig ist, dass Du das gesamte Geld niemals in nur ein Sparprodukt investierst.

Ist ein offener Kredit vorhanden?

Hast Du (und Dein Partner) noch einen Kredit offen, solltest Du diesen erst einmal tilgen, bevor Du mit einer Geldanlage für Dein Kind beginnst. Die Zinsen, die es dafür gibt, können Deine Kreditzinsen, die teilweise sehr hoch sind, nicht ausgleichen. Außerdem entfällt das Risiko, dem Kind Schulden zu hinterlassen.

Auf welchen Namen solltest Du Geld fürs Baby anlegen?

Es besteht die Möglichkeit, Geld für Dein Kind auf Deinen Namen zu sparen. Es gibt allerdings Geldanlagen, die speziell dem Kind zugeschrieben werden. Dabei gibt es einige Vorteile:

  • Dem Gesetz nach gehört die Anlage nur dem Kind. Sie darf nur für das Kind genutzt werden bzw. ab dem 18. Geburtstag nur noch von ihm selbst. Man spricht hier von der Mündelsicherheit.
  • Solange das Kind kein eigenes Einkommen bezieht, kann der gesamte Steuerfreibetrag genutzt werden. Dieser ist frei verfügbar.
  • Mit einem Auszahlungsplan kannst Du verhindern, dass der gesamte Betrag am 18. Geburtstag abgehoben und ausgegeben wird (das Kind muss jedoch damit einverstanden sein).

Das Sparen auf den Namen des Kindes bringt aber auch Nachteile mit sich:

  • Nutzt Du das Geld zum Beispiel aufgrund eines finanziellen Engpasses anderweitig, gilt dies als Betrug.
  • Eine hohe Anlagesumme kann dazu führen, dass das Kind aus der für ihn kostenlosen Familienversicherug ausgeschlossen wird.
  • Zu viel Geld kann bewirken, dass ein BAföG-Antrag auswirken Deines Kindes abgelehnt wird.
  • Mit 18 Jahren kann das Kind frei über die Summe verfügen, Du als Elternteil hast keinen Einfluss mehr darauf.

Diese Geldanlagen für Kinder sind nicht zu empfehlen

Ein Bausparvertrag ist zum Geld anlegen fürs Baby eher nicht geeignet. Er macht nur dann Sinn, wenn in Zukunft tatsächlich ein Eigenheim gebaut werden soll. Doch wer weiß das zum jetzigen Zeitpunkt schon? Zudem sind die Zinsen hier momentan sehr niedrig.

Der klassische Banksparplan ist ebenso keine gute Alternative zum Sparen für Kinder, auch hier wirkt sich der Niedrigzins negativ aus.

Von einer Ausbildungsversicherung raten Finanzexperten ebenfalls ab. Diese Versicherungspolice ist mit wenig Flexibilität und hohen Kosten verbunden, genau wie Schutzbriefe. Eine Kombination aus Sparen und Versichern ist in der Regel kein guter Weg, da Du hier mit schlechten Konditionen rechnen musst.

Fazit: Geld anlegen fürs Baby will überlegt sein

Es gibt unzählige Möglichkeiten, für Dein Baby zu sparen. Falls Du Dich von Deiner Bank beraten lässt, lass Dir alle Angebote genau erklären, aber sage nicht direkt zu. Vergleiche lieber noch einmal ganz in Ruhe. Die Bank wird Dir das verkaufen, woran sie am besten verdient.

Informiere Dich ausgiebig und sprich auch ruhig mit Freunden und Familie über ihre Erfahrungen beim Geld anlegen fürs Kind.

Achte generell darauf, früh genug anzufangen und konsequent zu sparen, damit Dein Kind am Ende auch etwas von seinem angesammelten Sparvermögen hat.

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