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Hilfe! Ist mein Baby wirklich gesund?

Ihr seid noch nicht lange Eltern und werdet sie sicher kennen: die ständige Sorge ums Kind. Ist der blaue Schimmer neben dem Auge normal? Warum sieht der Nabel so seltsam aus? Ist mein Baby krank? Hier kommen gängige Ängste und sicherlich können Euch jetzt einige davon genommen werden.

Hilfe, der Nabel meines Babys steht ab!

Eine der ersten Sorgen frischgebackener Eltern dreht sich häufig um den Nabel des Babys. Nach der Geburt hängt immer noch ein kleines Stück der Nabelschnur am Nabel. Es ist dunkel, wird nach einigen Tagen hart, fällt aber meist nach drei bis fünf Tagen von selbst ab. In dieser Zeit solltest Du den Nabel gut schützen und am besten beim Reinigen nur mit Kochsalzlösung “behandeln”. Weil er sich entzünden kann, ist Vorsicht geboten. Manchmal hat man Glück und der Nabel ist nach dieser Zeit völlig normal und es bedarf keiner Handlung mehr.

Manchmal bemerken Eltern aber auch Symptome, die auf einen Nabelbruch hinweisen können:

  • Er ist nach außen gewölbt, das Baby hat aber keine Schmerzen (Ausnahme: die seltene Brucheinklemmung).
  • Die Wölbung kannst Du leicht in die Bauchhöhle schieben.
  • Die Ausstülpung füllt sich, wenn Dein Kind stark schreit oder presst.
  • Die Ausstülpung ist etwa drei Zentimeter groß.

In den meisten Fällen ist ein Nabelbruch harmlos

Stellst Du solche Symptome fest, musst Du Dir aber keine schlimmen Sorgen machen. Ein Nabelbruch, die sogenannte Nabelhernie, kommt häufig vor und ist oftmals harmlos. Eingeweide-Teile stülpen sich durch eine vergrößerte Muskellücke in der Bauchdecke. Zur Orientierung: Etwa jedes fünfte Baby hat einen Nabelbruch, bei Frühgeborenen kommt es sogar deutlich häufiger vor.
Dennoch solltest Du direkt zum Kinderarzt gehen, wenn Du einen Nabelbruch vermutest. Der Arzt kann dann feststellen, ob Handlungsbedarf besteht. Meistens verschließt sich die Lücke aber in den ersten beiden Lebensjahren von selbst. Spätestens bis zum vierten Lebensjahr, wenn die Bauchmuskeln kräftiger werden, verkleinert sich die Lücke zusehends.

Hautwülste am Nabel: was tun?

Anders sieht es aus, wenn Du am Nabel Deines Babys nach dem Abfallen der Nabelschnur-Rückstände Hautwülste entdeckst. Auch die verursachen keine Schmerzen, sehen aber seltsam aus und stören viele Eltern. Manchmal fallen sie von selbst wieder ab. Manchmal muss dieses sogenannte Nabelgranulom aber vom Kinderarzt behandelt werden. Dieser verätzt es, sodass es austrocknet und abfällt. Es wird nach dem Verätzen schwarz und hart. In dieser Zeit ist etwas Geduld gefragt. Aber auch hier ist in der Regel kein Grund zur Sorge geboten.

Warum hat mein Kind einen blauen Fleck neben dem Auge?

Bei Babys und Kleinkindern kann es oft vorkommen, dass Du einen blauen Fleck neben dem Auge (zwischen Auge und Nasenbein) entdeckst. Aber keine Sorge, Dein Kind hat sich nicht gestoßen und auch keine Schmerzen. Meist sieht man hier die bläulichen, oberflächlich liegenden Venen, die durch die noch sehr dünne Haut durchscheinen.

Wann bilden sich die Fontanellen zurück?

Wenn Du Dein Kind nach der Geburt zum ersten Mal siehst, kann es vorkommen, dass Du Dich etwas erschreckst. Das könnte daran liegen, dass Dein Baby vielleicht einen spitzen oder einen schrägen Kopf hat. Keine Angst: Der Schädel stellt innerhalb weniger Tage bis Wochen seine symmetrische Form wieder her. Diese Formbarkeit des Schädels ist aber wichtig, damit Dein Baby durch den Geburtskanal passt. Und auch später ist sie noch wichtig, denn sie gibt dem Gehirn den nötigen Platz zum Wachsen.

Bevor sich die Fontanellen zurückbilden, wachsen sie zunächst noch ein bisschen. Schließlich beginnt auch der Schädel zu wachsen. Das Schließen der Schädelknochen eines Kindes hat unterschiedliche Zeitpunkte: Manchmal geschieht dies schon mit zwölf Monaten, in der Regel dauert es aber eher zwei Jahre. Dein Kinderarzt wird diese Entwicklung während der Vorsorgeuntersuchungen überwachen und Unregelmäßigkeiten direkt feststellen.

Auf Warnsignale reagieren

Sorgen solltest Du Dir erst machen, wenn sich die Kopfhaut an der Stelle, wo sich die Fontanelle befindet, nach außen wölbt oder einfällt. Dann solltest Du schnellstens einen Kinderarzt aufsuchen. Und: Du darfst Dein ruhig behutsam am Kopf berühren. Fontanellen sind durch ein Gewebe bedeckt, das recht robust ist und dem Gehirn somit Schutz bietet. Empfindlich sind diese Stellen aber gerade am Anfang schon und daher sollte man den Kopf gut schützen.

Ist es normal, dass mein Kind beim Pressen rot anläuft?

Gerade in den ersten Monaten muss Dein Baby so einiges neu lernen: Das richtige Verdauen gehört auch dazu. Manchmal haben Säuglinge Probleme damit, den Schließmuskel richtig zu “bedienen”. Sie pressen, ziehen aber den Muskel zusammen. So staut sich natürlich alles und es läuft rot an. Es strengt sich an, hat aber keinen Erfolg damit. Das ist nicht nur anstrengend für Dein Kind, sondern kann auch zu Verdauungsproblemen und Bauchschmerzen führen. Leider kannst Du da nicht viel tun. Dein Baby muss selbst lernen, wie es richtig mit dem Schließmuskel umgeht. Nach drei Monaten hat es dies aber meist gelernt und das Problem ist vergessen.

Woran erkenne ich Koliken?

Apropos Bauchschmerzen: In den ersten drei Monaten haben viele Eltern Angst vor Koliken. Es heißt, dass diese durch ein unausgereiftes Verdauungssystem des Babys zustande kommen. Dein Kind kann dann häufige Bauchschmerzen aufgrund einer Allergie oder Intoleranz auf bestimmte Substanzen in der Muttermilch oder auch Säuglingsnahrung haben. Du erkennst Koliken oft daran, dass Dein Kind regelmäßige Schreianfälle hat und untröstlich weint; es die Beine an den Bauch zieht und sie beim Weinen in den Rücken durchdrückt oder auch Blähungen beim Weinen hat.

Natürlich ist diese Zeit für Dich besonders stressig. Du solltest auch mit Deinem Baby zum Arzt gehen, um es auf Koliken untersuchen zu lassen. So kann auch ein Leistenbruch oder ein anderes medizinisches Problem ausgeschlossen werden. Koliken schaden Deinem Kind aber nicht dauerhaft, vielmehr bist Du es, der diese Phase ertragen muss. Wenn Du aber herausgefunden hast, was die Kolik ausgelöst hat, ist es leichter, damit umzugehen. Lösungen können sein:

  • Vielleicht versuchst Du als Mama in der Stillzeit Deine Ernährung umzustellen. Es könnte sein, dass bestimmte Spuren in Nahrungsmitteln, die in Deine Muttermilch gelangen, Koliken auslösen können. Etwa Kuhmilch, Schokolade, Kohl-Arten, Zwiebeln und anderes.
  • Bekommt Dein Kind Säuglingsnahrung, könnte es eine Milchallergie haben. Hypoallergene Säuglingsnahrung könnte die richtige Wahl sein. Aber unbedingt mit dem Kinderarzt abstimmen!
  • Auch der Milchzucker (Laktose) in Deiner Muttermilch oder Säuglingsnahrung kann zu Problemen führen. Bei einer Laktoseintoleranz Deines Kindes kann der Kinderarzt Laktase verordnen, das Deinem Baby hilft, die Laktose zu verdauen. Die Intoleranz kann sich dann nach einiger Zeit wieder legen.
  • Füttert wirklich nur nach Bedarf. Zu viel Nahrung kann zu Problemen führen.

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