Baby Nabelpflege

Der Nabel beim Neugeborenen


Es gibt wenige Dinge an einem Neugeborenen, das den Eltern so viel Angst macht wie der Nabel. Dafür gibt es allerdings keinen Grund, da man als Eltern nichts an dem Nabel machen muss, wenn man eine Nachsorgehebamme hat. Diese wird bei Ihren Hausbesuchen immer den Nabel kontrollieren und versorgen.

Was ist die Nabelschnur?

Die Nabelschnur ist die Verbindung von der Mutter zum Kind und wird darüber mit allen Lebenswichtigen Dingen, wie zum Beispiel Sauerstoff, Nährstoffe… versorgt. Sie ist im Durchschnitt 50 – 60 cm lang und 1,5 – 2 cm dick und von prall-elastischer Konsistenz. In der Nabelschnur verlaufen 3 Nabelschnurgefäße, wobei davon 2 Nabelarterien sind und 1 Nabelvene. Diese sind durch eine gallertartige Schutzschicht umgeben. Durch den spiraligen Verlauf (ähnlich wie bei einem Telefonhörerekabel) besitzt sie eine hohe Dehnungsfähigkeit. Nach der Geburt wird die Hebamme ca. 2 cm vom Bauch des Kindes entfernt an der Nabelschnur eine Plastikklemme setzen. Danach kann die Nabelschnur durchgeschnitten werden.

 Wann fällt der Nabelschnurstumpf ab?

Man kann in den Nabelschnurgefäßen oft noch Blutreste erkennen. Es erfolgt aber kein neuer Blutstrom mehr. Das führt dazu, dass das Nabelschnurgewebe abstirbt, austrocknet und sich zersetzt (Mumifikation), und schließlich abfällt. Hier hat jedes Kind sein eigenes Tempo, meist fällt der Nabelschnurrest nach 5-9 Tagen ab. Aber auch ein früheres oder späteres Abfallen ist als normal anzusehen. Ist der Nabelschnurrest abgefallen, ist die Nabelwunde meistens hügelig vorgewölbt. Dies hat aber nichts mit einen Nabelbruch zu tun.

Die Wunde ist bis zur endgültigen Verheilung feucht und nässt (Das Nässen schaut gelblich aus und wird fälschlicher Weise von Eltern mit Eiter verwechselt) mehr oder weniger stark, mit abnehmender Tendenz. In den ersten Tagen, nachdem der Nabelschnurrest abgefallen ist, können vereinzelt Tropfen von frischen oder eingetrockneten Blut vorkommen.

Was ist Nabelpflege?

Jede Hebamme hat eine etwas andere Art Nabelpflege auszuüben. Aus Studien lassen sich keine eindeutigen Vorzüge der einen oder anderen Pflegemethode sehen. Oft sind die Empfehlungen vielfältig und führen zum gleichen Ziel. Manche Hebammen halten den Nabel nur sauber, andere geben Muttermilch drauf oder ein Streupuder. Es gibt verschiedene Puder, es sollten aber keine Puder mit Antibiotikaanteil benutzt werden. Dies ist höchst allergiegefährdend.

Der Nabel kann offen oder mit einem Tupfer umwickelt abheilen. Manche Eltern wünschen den Nabel zu umwickeln, da sie wirklich Angst davor haben. Wird die Windel unterhalb vom Nabelschnurrest verschlossen, muss darauf geachtet werden, dass die Windel den Nabelschnurstumpf nicht blutig reibt. Einfacher ist es die Windel locker über dem auch unter der Windel gut abheilenden Nabelschnurrest zu schließen. Manche Hebammen entfernen auch gerne die Plastikklemme ab dem 2. Tag.

Eines muss aber von jedem gemacht werden: Bevor der Nabel angefasst wird, müssen immer die Hände gewaschen werden. In der Klinik sogar desinfiziert, um eine Besiedelung von Fremdkeimen zu vermeiden.

Tut die Nabelpflege dem Kind weh?

Diese Frage brennt allen Eltern unter den Nägeln. Deshalb möchte ich sie, hier an dieser Stelle auch beruhigen. Da sich keine Nerven in der Nabelschnur befinden, spürt das Neugeborene am Nabel auch keine Schmerzen. Sie müssen sich also keine Sorgen machen, wenn das Baby bei der Nabelversorgung weint. Hier muss sich Ihr Baby über was anderes aufregen.

 

 

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