SSW-Update: Hormonschub? (31+1)


17. September 2014

Menstruationsartiges Ziehen im Unterleib

Bereits vorgestern merkte ich seltsame Veränderungen an und in mir. Mein unterer Rücken meldet sich nun wieder öfter. Mein Ausfluss ist stärker. Gleichzeitig verspüre ich gelegentlich ein Ziehen im Unterleib, so wie beim Einsetzen der Menstruation. Vor allem in den Abendstunden beim Einschlafen.

Das erinnerte mich direkt wieder an die Zeit, in der ich gerne schwanger sein wollte und jeden Monat aufs Neue enttäuscht war, als sich das altbekannte Ziehen im Unterleib einstellte. Das passierte auch immer nachts, während ich im Bett lag. Ein echt blödes Gefühl.

Jetzt bin ich allerdings schwanger, ziemlich sicher sogar. Und so war ich ganz schön beunruhigt, als sich mein Bauch vorgestern Abend plötzlich zusammenzog. Noch beunruhigter war ich, als ich dann noch etwas Ausfluss in meiner Unterhose spürte. Ich schaute sofort nach. Kein Blut! Zum Glück. Aber der Schreck hielt mich zunächst vom Einschlafen ab. Ich grübelte. Was konnte das nur sein? Ist das normal?

Dann meldete sich unser tretender Bube, was ich als gutes Zeichen deutete. Ich beschloss mich aufs Einschlafen zu konzentrieren und zu schauen wie es mir am nächsten Tag geht.

Druck nach Unten beim Fahrradfahren

Gestern morgen 9 Uhr war der nächste Termin bei meiner Massagehebamme Isabelle. Wie üblich stieg ich 8.30 Uhr auf mein Fahrrad, um die 5 Kilometer Strecke in Angriff zu nehmen.

Davon abgesehen, dass ich deutlich meine Pumpe spürte und im wahrsten Sinne des Wortes einen Gang runter schalten musste, fühlte sich das Radfahren im Beckenbodenbereich seltsam an. Fast so, als wenn unser Bub auf meine volle Blase drückt und sie sich gleich (von selbst) entleert. Da ich das aus der ersten Schwangerschaft so nicht kenne, war ich ziemlich irritiert.

Ich fuhr also im gemäßigten Tempo weiter und spannte meine Beckenbodenmuskulatur dabei fest an – aus Angst es könne doch etwas aus mir herauslaufen. Ich glaube, die Befürchtung war unbegründet, aber der Druck so groß, dass ich nichts riskieren wollte.

Hormonell bedingte Veränderungen

Bei Isabelle angekommen, schilderte ich ihr meine Beobachtungen. Sie erklärte, dass viele Frauen um die 32. Schwangerschaftswoche noch einmal einen Hormonschub erleben. Nicht nur das Kind wächst zunehmend und in Schüben, auch der Körper der Mutter bereitet sich quasi in Phasen auf die Geburt vor.

In der 32. Schwangerschaftswoche gäbe es eine erneute Hormonausschüttung, welche den Körper nochmals weicher werden lässt und für Beschwerden (Rückenschmerzen, Ziehen im Unterleib usw.) sorgen kann. Die Hormone verändern außerdem oft den Befund der Scheide (veränderter Ausfluss/ Muttermund/ Gebärmutterhals), was manche Ärzte veranlasse einen früheren Geburtstermin zu prophezeien, so Isabelle.

Nun, bei unserem Mädchen behauptete meine damalige Frauenärztin auch, dass sie auf jeden Fall eher zur Welt käme, denn mein Gebärmutterhals war damals bereits Wochen vor dem errechneten Geburtstermin verkürzt. Doch sie irrte sich – unsere Tochter schlüpfte exakt am errechneten Geburtstermin…

Isabelles Vermutung, also dass ich aktuell etwas hormondurchfluteter bin, klingt allerdings schlüssig. Ich merke, dass mit mir gerade einiges passiert, was ich nicht einordnen kann. Ich spüre meinen Rücken, meinen Unterleib, diesen seltsamen Druck nach Unten. Der Körper brauche eine Weile, um sich auf die Veränderungen einzustellen, fügte Isabelle noch hinzu. Meine Symptome seien in diesem Zusammenhang normal und kein Grund zur Beunruhigung.

Da sie im Anschluss an unsere Unterhaltung eine Stunde lang meine „Problemzonen“ (Rücken-, Nacken- und Po-Muskulatur) bearbeitete, war ich nach dem Termin bei ihr rundum entspannt. Sie nahm mir nicht nur meine Sorgen, sondern knetete auch meinen Körper butterweich. Einfach herrlich! So herrlich, dass ich jetzt schon traurig bin, dass sich die Schwangerschaft langsam aber sicher dem Ende zuneigt.

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