Meine Ernährung und Nahrungsergänzung in der Schwangerschaft


Darüber, was wir werdenden Mamis in der Schwangerschaft essen sollen und vor allem, was wir nicht essen sollen, gibt es ja so viele Meinungen wie Leute. Ich denke, dass jede Schwangere für sich einen Weg finden muss, mit dem sie sich wohl fühlt. Für alle, die wissen möchten, wie andere Mamis – abseits von Ratgebern & Co. – das handhaben, hier eine Zusammenfassung meiner Ernährungsweise der letzten 8 Monate.

Was ich alles nicht esse

Theoretisch lauern für uns Schwangere überall Gefahren in Form von Virus- und Bakterieninfektionen. Toxoplasmose ist da nur der Anfang. Wer im engen Kontakt mit Tieren, v.a. Katzen, aufgewachsen ist, so wie ich, hatte diesen Erreger zum Glück schon. Diesen Test müssen gesetzlich Krankenversicherte zwar selbst bezahlen, hat sich aber wirklich gelohnt, danach war ich sehr beruhigt. Damit muss ich zumindest nicht mehr penibel darauf achten, dass Fleisch auch wirklich durchgebraten ist.

Leider gibt es daneben noch die geringe Wahrscheinlichkeit, an Listeriose-Bakterien zu erkranken. Und gegen die kann man nicht nach einer vorherigen Infektion immun werden. Und diese Bakterien sind eigentlich überall, sehr stark aber vertreten in Rohmilchprodukten und auf Käserinde. Diese beiden Produkte versuche ich entsprechend zu meiden, genauso wie Feta und Mozzarella, da die in offenen Fässern gereift sind. Sobald etwas gekocht wird, sind die Bakterien übrigens abgetötet – trotzdem möchte ich mein Essen ständig “abkochen”.

Was ich sehr viel esse

Im Gegenteil. Ich finde es sehr wichtig, gerade jetzt in der Schwangerschaft möglichst viele Vitamine, Mineralstoffe und Balaststoffe zu mir zu nehmen. Nicht dem Baby zuliebe, sondern mir zuliebe. Denn der Kleine holt sich fast alles, was er für eine gesunde Entwicklung braucht, aus meinen Reserven. Das heißt konkret: wenn ich mich nicht vernünftig ernähre, dann fehlen mir die entsprechenden Nährstoffe.

Daher esse ich sehr viel frisches Obst, mindestens zweimal pro Tag. So oft wie möglich mache ich mir frischen Salat und verwende dabei möglichst viele verschiedene Zutaten. Auch beim Salatöl variiere ich, weil jedes Öl andere Nährstoffe bietet. Bis auf ein paar Ausnahmen (s.u.) esse ich ansonsten ganz einfach das, worauf ich am meisten Lust habe. So wurde es mir von meinem Arzt auch empfohlen – der Körper signalisiert in der Regel schon, was er braucht. Zum Frühstück gibt es meistens ein Müsli mit frischem Obst, Haferflocken, Sonnenblumenkernen, geschroteten Leinsamen und gepufftem Amaranth oder Quinoa.

Grundsätzlich versuche ich auch und vor allem beim Essen möglichst wenig Schadstoffe aufzunehmen. Das heißt wir essen, seit ich schwanger bin. sehr viel Bio bzw. Obst und Gemüse aus der Region. Denn die Entgiftungsorgane von Säuglingen funktionieren noch nicht so gut und je weniger Giftstoffe mein Bauchzwerg von mir – auch durch die Muttermilch – mitbekommt, umso besser.

Was ich eher wenig esse

Seit meinem ersten Besuch erklären mir sowohl mein Gynäkologe als auch meine Hebamme, dass ich mir nicht zu viele Kilos anfuttern soll. Und auch die Aussage, dass mein Körper mir signalisiert, was er braucht, hat eine Einschränkung: der Lust auf Pizza, Schokolade, Eis & Co. solle ich nicht nachgehen. Sie enthalten keine Nährstoffe, die mein Körper braucht, sondern vor allem leere Kalorien. Natürlich esse ich trotzdem mal ein Eis oder genieße eine leckere Pizza. Aber eben nicht so viel mehr als vorher und nur in einem gesunden Maße. Darunter fällt auch Weißbrot, fettiges Fleisch / Wurst und alles, was viel Zucker enthält.

Zum Glück unterstützt mein Körper mich seit den ersten Wochen dabei. Mir war bis zur 11. SSW wahnsinnig übel. Das einzige, worauf ich wirklich Lust hatte, war frisches Obst. Eis und Schokolade konnte ich mir gar nicht vorstellen, zu essen. Genauso musste ich mir in dieser Zeit das Kaffee- und Teetrinken abgewöhnen – ich konnte aufgrund der Übelkeit nichts davon trinken. Denn auch zu viel Kaffee, teinhaltiger Tee, genauso wie natürlich Alkohol und Nikotin sind für die Entwicklung des Babys nicht förderlich.

Alle meine Pillchen: welche Nahrungsergänzungsmittel ich nehme

In jedem Drogerie-Sortiment gibt es Nahrungsergänzungsmittel für Schwangere, stillende Mütter und Frauen mit Kinderwunsch. Darin sind alle wichtigen Vitamine und Mineralstoffe enthalten, auch genügend Jod.

Im Laufe der Schwangerschaft steigt der zusätzliche Bedarf an Magnesium. Deshalb nehme ich seit der SSW 23 zwei- bis dreimal pro Tag zusätzliches Magnesium ein. Das wurde mir von meinem Frauenarzt so empfohlen. Meine Hebamme hat mir außerdem empfohlen, Schüsslersalze Nr. 7 (Magnesium) einzunehmen.

Weil das Baby für die Entwicklung auch viel Eisen benötigt, tritt bei vielen im Laufe der Schwangerschaft ein Eisenmangel auf. Ich habe daher zwischen der 27. und 31. SSW Eisenpräparate eingenommen. Zum Glück hat das schnell angeschlagen und ich konnte sie danach wieder absetzen. Hochdosiertes Eisen wirkt sich nämlich auch auf die Verdauung und den Magen aus. Ich habe davon sowohl Durchfall als auch Magenschmerzen bekommen. Um trotzdem weiterhin genügend Eisen zu mir zu nehmen, trinke ich rote Säfte, die viel Eisen enthalten.

Nachdem ich nachts starke Krämpfe hatte, hat meine Hebamme mir außerdem empfohlen, Bryophyllum von Weleda einzunehmen. Das ist ein pflanzliches Mittel, das zum einen wehenhemmend wirkt und zum anderen beruhigend.

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