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Mundschutz selber nähen: so gehts ganz einfach!


Wer in der aktuellen Corona-Krise andere vorsorglich vor einer möglichen Infektion schützen möchte, kann hierzu einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Richtige Atemschutzmasken und Mund-Nasen-Schutz-Masken sind allerdings gerade Mangelware und sollten auch medizinischem Personal überlassen werden. Es ist aber möglich, eine textile Barriere im Sinne eines Mund-Nasen-Schutzes, sogenannte “Community-Masken”, selbst zu nähen.

Schützt eine selbst genähte Maske?

Das Robert-Koch-Institut informiert, dass nicht jeder, der mit SARS-CoV-2 infiziert ist, dies auch bemerkt. Manche Infizierte erkranken gar nicht (asymptomatische Infektion), könnten den Erreger aber trotzdem übertragen. In diesen Fällen kann das vorsorgliche Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung dazu beitragen, das Übertragungsrisiko zu verringern.

Eine selbst genähte oder gebastelte Behelfsmaske kann Tröpfchen, die z.B. beim Sprechen, Husten und Niesen entstehen, abfangen. Das Ansteckungsrisiko einer anderen Person durch Tröpfcheninfektion kann dadurch verringert werden. Dass so eine Mund-Nasen-Bedeckung einen selbst vor einer Ansteckung schützt, konnte jedoch nicht belegt werden.

Wie nähe ich einen Mundschutz selber?

Wer gerne näht, kann so eine solche Mundschutzmaske aus wenigen Materialien selbst herstellen. Folgendes wird dafür benötigt:

 
  • Stoff aus 100% Baumwolle (bei min. 60 °C waschbar)
    außen kann der Stoff ein dekoratives Muster haben, innen benötigen wir einen Einlagestoff (Molton o.ä.)
  • Schrägband (alternativ Stoffstreifen aus Baumwolle)
  • dünnen Metalldraht
  • Nadel, Faden und Schere

Ausführliche und bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitungen für den DIY- Mundschutz gibt es u.a. auf der Seite der Johanniter oder beim Tagesspiegel.

Mundschutz korrekt tragen

Für die optimale Wirksamkeit ist es wichtig, dass die Mund-Nasen-Bedeckung korrekt angelegt wird:

  • eng anliegend über Mund und Nase tragen
  • bei Durchfeuchtung wechseln
  • während des Tragens den Mundschutz nicht berühren oder verschieben

Wichtig: Auf keinen Fall sollte das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes dazu führen, dass Abstandsregeln nicht mehr eingehalten oder Husten- und Niesregeln bzw. die Händehygiene nicht mehr umgesetzt werden. Weitere Empfehlungen des BfArm (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) zur Verwendung von selbst hergestellten Masken im Zusammenhang mit dem Coronavirus findest Du hier.

Selbstgenähter Mundschutz für Helfer

Und wer besonders geschickt im Umgang mit Nadel und Faden ist und gerne helfen möchte, der kann gleich mehrere Schutzmasken anfertigen und beispielsweise an die Bundesgeschäftsstelle der Johanniter senden oder auf StayhomeAndSew.de eine Einrichtung in seiner Nähe finden, die dringend Masken benötigt! Da Atemschutzmasken, wie bereits erwähnt, leider im Moment schwer zu bekommen sind, freuen sich die Helfer sehr über selbstgenähte Behelfsmasken.

Für die selbstgemachten Masken werben aktuell auch viele Prominente und haben hierzu ein Video gedreht, in dem sie erklären, warum es allen hilft, wenn jeder eine Mund-Nasen-Maske in der Öffentlichkeit trägt. Auf der Seite maskeauf.de findest Du auch weitere Anleitungen, um Dir eine Behelfsmaske selbst zu basteln. Wenn Dich also eh schon die Langeweile in der Haus-Quarantäne plagt, kannst Du ja jetzt zu Nadel und Faden greifen und im Kampf gegen Corona aktiv werden!

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2 Kommentare zu “Mundschutz selber nähen: so gehts ganz einfach!

  1. Wenn alle einen Mundschutz tragen würden, würde es wahrscheinlich einiges bringen. Aber aktuell tragen nicht so viele einen, deswegen kommt man sich noch etwas komisch dabei vor…

  2. Völliger Quatsch! Halte dich an die Abstandsregel und gut ist! Warum jetzt erst ein Mundschutz? Vor Wochen Grenzen zu und Maulkorb auf aber das fällt jetzt erst ein. Wir machen dann auch bald Männchen an jeder Kreuzung wenn es von uns verlangt wird. Zahlen der Grippetote jährlich anschauen dann sieht man dass wir noch viel Luft nach oben haben…

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