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Stillen in der Öffentlichkeit – Bloggerin Mareike hat eine klare Meinung!

Es ist eigentlich eine der natürlichsten Sachen der Welt: das eigene Baby zu stillen. Es tut Mama und Kind gut. Aber trotzdem ist gerade das Stillen in der Öffentlichkeit noch immer ein Streitthema. Warum eigentlich?

Die negativen Stimmen

Nicht selten hat man von Fällen gehört, in denen stillende Mütter zum Beispiel aus Cafés gebeten wurden, da sich andere Gäste gestört fühlten. Man solle doch bitte das Schamgefühl der anderen respektieren, heißt es dann. Der Betreiber darf das Mutter-Kind-Gespann rechtlich sogar zum Gehen auffordern. Außerdem könne man als Mutter ja auch die Muttermilch vorher in Flaschen abfüllen und sie dem Kind dann unterwegs zuführen. Und wenn man doch unbedingt stillen möchte, könne man es doch auch auf der Toilette oder in einem Wickelraum tun.

Ich finde: Hört auf mit der Diskussion!

Ich selbst bin gerade im achten Monat schwanger. Und wenn es mein Körper zulässt, werde ich auf jeden Fall stillen. So hat es die Natur gewollt und so würde ich es auch gerne tun. Da ich recht viel unterwegs bin, werde ich auch wohl nicht drumherum kommen, auch mal außerhalb von meinen vier Wänden mein Kind mit Muttermilch zu versorgen. Die nun mal aus der Brust kommt. Was können wir Frauen denn auch dafür, dass das genau so vorgesehen ist?

Die kritischen Stimmen kann ich ehrlich gesagt auch nur zum Teil verstehen. Es ist ja nicht so, dass man als Mutter unheimlich viel Zeit hat, um vor dem Rausgehen gemütlich die Muttermilch in Flaschen zu füllen. Nur um bösen Blicken zu entgehen. Zum einen stillt man ja nicht, um andere zu provozieren, sondern um sein Kind zu füttern. Und zum anderen kann es immer mal passieren, dass man spontan das Haus verlassen muss – und kann dann nicht schon mit abgefüllter Milch planen. Und manch eine Frau möchte das vielleicht auch gar nicht!

Stillende Mütter wollen nicht provozieren

Die Meinung, man könne sich fürs Stillen auch auf der Toilette aufhalten, finde ich darüber hinaus frech. Muss man das eigene Kind unter solchen Umständen füttern? Auf öffentlichen Toiletten, wo andere Frauen nebenan ihr Geschäft erledigen? Essen Erwachsene denn auch auf dem stillen Örtchen? Wohl eher nicht. Außerdem ist es ja auch so, dass die meisten Frauen sich dabei bedeckt halten: Ein Tuch verhindert meist, dass Fremde auf die eigene Brust schauen können, das Ganze wird mit Still-BH oder anderer Kleidung meist so zurückhaltend wie möglich praktiziert. Schließlich wollen wir doch nicht unsere Brüste präsentieren, sondern einzig und allein unser Kind füttern. Und wenn ein Baby wegen Hunger schreit, empfinden das die meisten doch als nerviger als das unauffällige Stillen, bei dem man doch auch nicht hinsehen muss.

Mütter können in diesem Fall doch so oder so nur auf Kritik stoßen. Und das ist unfair. Wenn man nicht stillt, ist man eine schlechte Mutter. Wenn man es aber in seinen Alltag integriert, provoziert man. Wenn nun aber Frauen freizügig auf Plakaten zu sehen sind oder sich sexy in knappen Höschen zeigen, ist das für die Gesellschaft okay. Wenn Frauen aber das tun, wofür die Brüste eigentlich vorgesehen sind, beschwert man sich. Irgendwo paradox. Und gerade in der Stillzeit fühlen sich Frauen mit ihren adrigen Brüsten so gar nicht sexy. Außerdem kann jeder wegschauen, der eine solche Situation entdeckt. Oftmals merkt man ja auch gar nicht, ob das Kind auf dem Arm schläft oder gestillt wird. Wer also so genau hinguckt, ist selbst Schuld und sollte seine Neugier vielleicht zügeln.

Der Kritik aus dem Weg gehen

Ich finde es nicht fair, dass sich Mütter, die ihr Kind mit der Brust versorgen, verstecken sollen als würden sie etwas Schlimmes tun. Dem ist doch gar nicht so! Natürlich sollte Frau sich beim Stillen nicht freizügiger zeigen als nötig. Aber sich auch nicht um jeden Preis Zuhause, auf der Toilette oder sonst wo verstecken. Folgende Tipps halte ich für sinnvoll, um problemlos in der Öffentlichkeit seinem Kind die Brust geben zu können:

  • passende Still-Kleidung tragen, um den Akt so unproblematisch und diskret wie möglich zu halten
  • Kind und Brüste beim Stillen mit einem Tuch bedecken
  • sich etwas abseits der Masse zurückziehen (in eine stillere Ecke im Café, auf eine Parkbank, etc.)
  • Wenn es die Gelegenheit bietet – wie in einigen Kaufhäusern – ein Stillzimmer nutzen und niemanden unnötig provozieren.

Und wer das beherzigt, kann Kritik im Grunde abwinken. Denn dann ist nicht das Stillen das Problem, sondern die, die sich darüber aufregen.

Bildnachweis: @ LoloStock – Fotolia.com.

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