vaterschaftsanerkennung rechtliche folgen fuer die mutter

Vaterschaftsanerkennung: rechtliche Folgen für die Mutter


Du bist schwanger, aber mit dem werdenden Vater Deines Ungeborenen nicht verheiratet? Dann ist das Thema der Vaterschaftsanerkennung sicher akut bei Dir. Was Du als unverheiratete werdende Mutter wissen solltest und welche Pflichten und Rechte damit einhergehen, wenn Du den Vater als solchen eintragen lässt, haben wir für Dich zusammengefasst.

Das ändert sich für die Mutter nach der Vaterschaftsanerkennung

Zuerst einmal: Du hast als werdende Mutter automatisch die elterliche Sorge. Damit der werdende Vater offiziell als dieser anerkannt werden und ein geteiltes Sorgerecht bekommen kann, braucht es in jedem Fall Deine Zustimmung. Ohne diese hat er kein Recht auf Umgang mit dem Kind, muss aber in der Regel auch keinen Unterhalt zahlen, solltest Du Dich nach der Geburt allein um das Kind kümmern.

Lässt Du die Vaterschaft anerkennen, ändert sich das: Du (unter bestimmten Voraussetzungen) und Dein Kind werden auf jeden Fall finanziell unterstützt und Du kannst dieses Recht einfordern. Er kann dagegen den Umgang mit seinem Kind einfordern, sollte es irgendwann zur Trennung kommen. Dem kannst Du nach einer Vaterschaftsanerkennung nicht entgehen, solange das Kindeswohl durch seinen Umgang nicht gefährdet ist. Eine Vaterschaftsanerkennung hat für Dich als (werdende) Mutter also zur Folge, dass Du meist finanziell sicherer dastehst, der Vater aber auch ein Recht auf Zeit mit seinem Kind hat.

Im Überblick hat eine Vaterschaftsanerkennung folgende rechtliche Konsequenzen für die Familienmitglieder:

Vaterschaftsanerkennung: rechtliche Folgen

Für den Vater

Der Vater, der sich auch als solcher eintragen lässt, hat nach der Anerkennung folgende Rechte und Pflichten:

  • Er ist nun in der Regel dazu verpflichtet, dem Kind (bis zum Abschluss einer Ausbildung) und der Kindsmutter (mindestens drei Jahre nach der Geburt) Unterhalt zu zahlen.
  • Nach der Vaterschaftsanerkennung entstehen sozial rechtliche Ansprüche. Dazu zählen der Anspruch auf Mitversicherung des Kindes in der Krankenkasse des Vaters, Waisenrente und Erbschaftsansprüche nach dem Tod des Vaters.
  • Er hat ein Umgangsrecht.
  • Außerdem kann Dein Kind seinen Nachnamen tragen.

Für das Kind

Das Kind wird mit der Volljährigkeit sorgepflichtig gegenüber dem Vater, wenn dieser als solcher eingetragen wurde. Ist der Vater im Alter also pflegebedürftig und kann seinen Bedarf, also die Kosten der Unterbringung im Pflegeheim, nicht vollständig aus der Rente und den Leistungen der Pflegeversicherung bestreiten, kann er seine erwachsenen und leistungsfähigen Kinder auf Unterhaltszahlung in Anspruch nehmen.

Für die Mutter

Lässt Du den werdenden Vater als solchen eintragen, ändert sich aus rechtlicher Sicht für Dich nicht so viel. Aber: Du hast nach einer Trennung und wenn Euer Kind bei Dir lebt, Anspruch auf Betreuungsunterhalt in den Mutterschutzfristen und darüber hinaus, frühestens vier Monate vor der Geburt und mindestens drei Jahre nach der Geburt, wenn die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Dazu kommt der Kindesunterhalt. Allerdings steht es dem Vater nun auch zu, sein Umgangsrecht mit Eurem Kind einzufordern. Hier hast Du also auch einer Pflicht nachzukommen und im Falle einer Trennung musst Du ihm in der Regel sein Recht gewähren. Ist die Vaterschaft nicht offiziell anerkannt, gestaltet sich beides rechtlich anders.

Sollte sich allerdings der eingetragene Kindsvater nach einer Trennung hauptsächlich um Euer Kind kümmern, es lebt auch bei ihm und er kann daher nur eine Teilzeitstelle annehmen, hat auch er in der Regel Anspruch auf Betreuungsunterhalt Deinerseits.

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