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Weihnachtsbräuche für Kinder aus der ganzen Welt


Weihnachten: Das Fest der Liebe. Innerhalb Deutschlands gibt es unterschiedliche Traditionen Weihnachten zu feiern, aber richtig spannend ist es, über den Tellerrand zu schauen, wie und wann die anderen Länder der Welt dieses besondere Fest zelebrieren. Dieser Artikel führt Dich über Mexiko und Peru, nach Indien und Europa bis nach Australien und zeigt dir eine Vielfalt unterschiedlicher Weihnachtsbräuche aus aller Welt.


Weihnachtsbräuche in Mexiko

Wir starten in Mexiko. Die Vorweihnachtszeit ist geprägt von der Posada: Bei diesem Weihnachtsbrauch gehen die Kinder von Haus zu Haus und zerschlagen eine Pinata. In ihr befinden sich Süßigkeiten und Früchte. Der Heilige Abend ist ein besonderer Tag, der mit der Familie verbracht wird. Die Kinder bekommen ihre Geschenke aber erst am 6. Januar, zum Fest der Heiligen drei Könige, dem Tag, an dem auch das Jesuskind die Gaben von den Heiligen drei Königen erhielt.


Griechische Weihnachten

In Griechenland gehen die Kinder am 24. Dezember durch die Straßen und machen Musik und singen Lieder mit Trommeln und Glocken untermalt. Die Erwachsenen überreichen den Musikern kleine Präsente dafür. Die richtigen Weihnachtsgeschenke gibt es aber erst in der Silvesternacht für die Kinder. Die Familie bereitet für diesen Abend einen traditionellen Weihnachtskuchen zu, in dem eine Münze eingebacken ist. Wer den Taler findet, ist das kommende Jahr mit Glück gesegnet.


Weihnachten in Peru

In Peru feiert man Weihnachten auch ausgiebig und ähnlich wie in Deutschland. Allerdings bei circa 25 Grad Celsius. Zur Adventszeit gibt es hier auch Weihnachtsmärkte, Gottesdienste und geschmückte Straßen. Im Mittelpunkt der Weihnachtsfeierlichkeiten steht die Krippe: El Nacimiento (die Geburt). Man findet sie nicht nur in den Kirchen, sondern auch auf den Marktplätzen der Städte und Dörfer. Viele Familien bauen sich auch eine Krippe für zu Hause. Das Jesuskind wird immer erst in der Heiligen Nacht in das Krippenbettchen gelegt, da es dann geboren wurde. Die meisten peruanischen Familien gehen zum Gottesdienst am Heiligen Abend. Das große familiäre Festessen findet anschließend um Mitternacht statt: Es wird Truthahn gereicht, der oft so groß ist, dass er nicht zu Hause zubereitet werden kann. Die Familien bringen ihn zuvor in ausgewählte Bäckereien, die im Akkord die vielen Vögel nacheinander backen. Oft gibt es auch ein Feuerwerk nach Mitternacht.


Indische Weihnachtsbräuche

Weihnachten in Indien: Die christliche Bevölkerung in Indien feiert das „Bada din“, was übersetzt „der große Tag“ bedeutet. Da es in Indien keine klassischen Weihnachtsbäume gibt, werden oft Mangobäume oder Bananenstauden geschmückt. Am 24. Dezember starten die Feierlichkeiten mit einer großen Weihnachtsmesse um Mitternacht. Am ersten Weihnachtstag findet dann das große Familienessen statt: Es gibt Reis und Currygerichte, die oft im Freien gegessen werden.


Weihnachtsbräuche in Norwegen

Zu den Weihnachtstraditionen in Norwegen gehört es, 24 Nelken in eine Orange zu stecken und bis zum Heiligen Abend jeden Tag eine zu entfernen. Am 23. Dezember wird der Weihnachtbaum geschmückt, wenn die Kinder schlafen. Am Tag danach, dem sogenannten Julaften, fassen sich alle an den Händen und gehen mit Weihnachtsliedern singend um den Tannenbaum herum. Die Kinder bekommen beim anschließenden Festmahl traditionelle Julebrus, eine rote Limonade zu trinken. Als Nachspeise wird Milchreis gereicht, in dem eine Mandel versteckt ist. Wer sie findet, bekommt ein kleines Präsent: Meistens ein Marzipanschweinchen.


Weihnachten in Australien

In Australien findet am 24. Dezember das große Familienessen statt, zu dem es meist Puten- oder Truthahnbraten gibt. Nicht fehlen darf der traditionelle Plumpudding, der mit Nüssen und Trockenfrüchten gefüllt ist. Ebenfalls zu den Weihnachtsbräuchen für Kinder gehört, dass sie, bevor sie schlafen gehen, für Santa Claus Milch, Kekse und eine Möhre für seine Rentiere vor die Haustür stellen. Am Morgen des 25. Dezember findet dann die große Bescherung statt. Am nachfolgenden Tag, dem sogenannten Boxing Day, treffen sich Freunde und Familie für große Picknicks und Barbecues im Freien oder am Strand und feiern Weihnachten zusammen.

Wie wir Weihnachten als digitale Nomaden feiern

Ich muss gestehen, dass ich so meine Probleme mit Weihnachten hatte in den letzten Jahren. Das liegt größtenteils an traurigen Erinnerungen aus meiner Kindheit. Aber seit ich eine kleine Tochter habe, die an den Weihnachtsmann glaubt und Weihnachten grandios findet, beginne ich etwas Positives damit zu verbinden. Ich möchte, dass wir beide uns neue, schöne Momente rund um Weihnachten kreieren. Sie und ich als Familie. Meine Kleine verbrachte ihr erstes Weihnachten in Kambodscha als Baby in einem Hostel mit einer lauten Weihnachtsparty gefeiert von Buddhisten. Das zweite Weihnachtsfest zelebrierten wir für uns beide ruhig in Marokko am Strand. Im Jahr darauf waren wir gemeinsam in Deutschland, denn wir sparten für den Ausstieg. Ende 2019 startete dann unser Nomadenleben und wir verbrachten die Feiertage erneut in Kambodscha und der Weihnachtsmann brachte in der Nacht ein kleines Geschenk. Und dieses Jahr? Aktuell sind wir in Indien, aber vielleicht feiern wir den Heiligen Abend auch in Afrika. Wer weiß 😊


Hast Du Weihnachten bereits in anderen Ländern der Welt gefeiert? Welche Weihnachtsbräuche sind Dir und Deinen Kindern besonders wichtig? Wir freuen uns über Eure Weihnachtstraditionen in den Kommentaren.

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