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Weihnachtsplätzchen, Kekse & Co.: 7 Tipps für das Backen mit Kindern


Schon vor der Geburt meines Sohnes hatten meine Freundin Anne, ihre Tochter Luna und ich die Tradition, dass wir am 1. Adventssonntag Kekse backen. Denn auch in Goa braucht man für das richtige Weihnachtsfeeling Plätzchen. Wir haben damit angefangen als Luna 11 Jahre alt war – das ist jetzt 8 Jahre her. Jedes Jahr endete das Kekse Backen mit einer ausgiebigen Mehlschlacht – ein großer Spaß! (abgesehen vom Aufräumen) Die Tradition haben wir natürlich nach der Geburt meines Sohnes weitergeführt. Das Backen mit Kindern kann aber auch anstrengend werden. Damit daraus eine schöne Weihnachtstradition wird, habe ich hier einige meiner Tipps für Dich.

Kekse backen mit Kind: eine wunderschöne Geduldsprobe

Für die meisten Kinder ist Backen ein tolles Erlebnis: Teig kneten, Ausstechen, Formen, den Teig im Ofen beobachten und natürlich am Ende das Vernaschen der Köstlichkeiten. Für die Erwachsenen kann das Kekse backen mit Kleinkind jedoch schnell zu einer großen Geduldsprobe werden. Zum Beispiel wenn Du aufpassen musst, dass die Zutaten nicht durch die ganze Küche fliegen und dass keiner ein heißes Blech anfasst. Damit auch Du eine so schöne Tradition genießen kannst, ohne einem Nervenzusammenbruch nahe zu kommen, möchte ich ein paar Tipps und Rezepte für das Backen mit Kind mit Dir teilen. 

Warum sollte ich überhaupt mit meinem Kleinkind backen?

Ich wünsche mir, dass mein Sohn sich später gern an das vorweihnachtliche Backen zurück erinnert. Denn auch ich genieße die besondere Stimmung, die am ersten Advent herrscht, wenn wir gemeinsam backen. In dieser gemeinsamen Zeit liegt so viel Wärme, Geborgenheit und Freude in der Luft, was für mich die Weihnachtszeit und -stimmung richtig einleitet. Und außerdem kann man natürlich durch das Backen mit Kind auch ein bisschen bestimmen, was in der Weihnachtszeit genascht wird. Ich bevorzuge deshalb Kekse, die wenig oder keinen Zucker haben. Und es ist ja wohl kein Geheimnis, dass die Kekse, die Du mit Deinen eigenen Händen gemacht hast, meistens am besten schmecken.

Und ganz nebenbei können die Kinder auch in ihrer Entwicklung vom gemeinsamen Backen profitieren. So werden zum Beispiel die Feinmotorik, Selbstständigkeit und die Kreativität spielerisch gefördert.

 

7 Tipps für das Kekse Backen mit Kindern

1. Vorbereitung ist die halbe Miete

Meist haben Kleinkinder noch kein so langes Durchhaltevermögen, um den kompletten Backprozess durchzustehen. Deshalb macht es Sinn, wenn Du schon soweit es geht alles vorbereitest. Das heißt die Zutaten hinstellen und das Zubehör bereitstellen. Und am besten auch noch so, dass alles direkt verwendet werden kann: also zum Beispiel sollte die Butter schon weich sein, um lange Wartezeiten zu vermeiden. Außerdem eignen sich Rezepte, die nicht zu lange dauern.

2. “Ich sehe aus wie ein/e Bäcker/in – ich BIN ein/e Bäcker/in”

Die meisten Kinder verkleiden sich gern und genau das kann man für das Kekse backen mit Kleinkind ausnutzen: eine Bäckerschürze dürft ihr auf keinen Fall vergessen. Das sieht nicht nur cool aus, sondern verhindert auch, dass Du die komplette Kleidung waschen musst. Während des Anziehens kannst Du auch gut das Händewaschen und Haare zurückbinden mit einbauen.

3. Kind aktiv einbinden

Beim Backen ist dabei sein nicht alles. Dein Kind möchte aktiv beim Backprozess teilhaben und Zuschauen ist einfach nur öde. Plane das Backen also so, dass es genug für Dein Kind zu tun gibt. Abwiegen, Zutaten in die Schüssel füllen, den Teig kneten und ausstechen sind zum Beispiel sehr gute Aktivitäten für Dein Kind. Bleibe entspannt und lass Dich nicht stressen, wenn mal etwas nicht so klappt. Am besten hast Du genug Eier im Haus.

4. Altersgerechtes Backen

Wenn Dein Kind noch sehr jung ist, überlege, ob es Sinn macht den Teig schon einmal vorzubereiten. Als mein Sohn 1,5 war, haben wir den Teig für ihn vorbereitet und er hat ihn wie Knete geknetet und wir haben ihn dann so gebacken. 

5. Was kommt rein? 

Wie schon erwähnt ist das Selberbacken eine gute Möglichkeit, um auch die Zutaten zu bestimmen. Ich benutze zum Beispiel lieber Banane statt Zucker oder Nussmehl statt Weizen. Du kannst den Teig ganz nach Euren Wünschen zubereiten und Du weißt genau, was drin ist. Das kann natürlich auch bei Unverträglichkeiten und Allergien von Vorteil sein. Außerdem lernt Dein Kind, was man aus gesunden Zutaten alles zaubern kann.

6. Unser Highlight: das Dekorieren

Wir lieben das Dekorieren und nutzen dafür fast alles, was uns in die Finger kommt. Schokoraspeln, bunte Einhörner, Zuckerguss, Nüsse, Kokosflocken, Schokolade, Früchte, Rosinen, Gummibärchen, Smarties oder bunte Streusel. Dabei können wir uns kreativ noch einmal richtig austoben.

7. Sicherheit beim Backen mit Kind

Wichtig ist es, dass Du beim Kekse backen mit Kleinkind die Ruhe bewahrst und so geduldig wie möglich bleibst, auch wenn etwas mal nicht direkt gelingt. Denn Übung macht den Meister und oft bleiben gerade die kleinen Missgeschicke am besten im Gedächtnis und sind auch Jahre später noch einen Lacher wert. Aber leider können beim Kekse backen mit Kleinkind auch Unfälle passieren. Die heißen Bleche, scharfe Messer zum Nüsse hacken oder heiße Schokoglasur. Deshalb ist mein Tipp: Sprich mit Deinem Kind über die Gefahren, trefft klare Abmachungen und vor allem solltest Du Vorbild sein und Dein Kleinkind nicht in der Küche alleine lassen.

Rezeptideen für das Backen mit Kindern

Es finden sich unzählige Rezepte im Internet, ich bevorzuge einen einfachen Mürbeteig. Mit dem lassen sich die Kekse am besten ausstechen. Unseren Teig machen wir immer nach der 1-2-3-Regel:

Einen Teil Zucker (100g), zwei Teile Butter (200g) und drei Teile Mehl (300g). Wenn Du den Teig noch etwas lockern möchtest, kannst Du noch ein Ei mit einrühren.

Hier möchte ich Dir eher ein paar Ideen geben, wir Du das Rezept noch aufpeppen und das Backen mit Kind noch aufregender gestalten kannst. Das geht natürlich auch mit Deinem Lieblingsrezept 

  1. Teig einfärben

Es gibt eine breite Palette an Lebensmittelfarben, womit Ihr den Teig bunt einfärben könnt. So könnt Ihr zum Beispiel Regenbogen- oder Tiger-Kekse machen. Dabei sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. 

  1. Mixe Deinen Lieblingsteig

Wir mixen dem Teig auch gern noch unsere Lieblingszutaten unter. Dazu kann man zum Beispiel kleine Schüsseln mit Früchten, verschiedenen Nüssen oder Schokostücken bereit stellen. Dein Kind bekommt dann “seinen” oder “ihren” eigenen Teig und kann nach den eigenen Vorlieben noch Zutaten dazu mischen. Macht Spaß und schmeckt!

  1. Ausstechen, Kneten und Formen

Kekse müssen nicht alle gleich aussehen. Dein Kind kann die Kekse ausstechen, oder auch einfach kneten. Im ersten Jahr haben wir sehr viele Keksschlangen gegessen. Aber auch die haben sehr gut geschmeckt, denn sie waren mit Liebe gemacht.

Backst Du mit Deinem Kind Kekse oder Weihnachtsplätzchen? Was ist Dein Lieblingsrezept? Teile doch Deine Erfahrung mit uns in den Kommentaren.

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