Verhütung Stillzeit

Wie kann ich in der Stillzeit verhüten? – Barrieremethoden & hormonelle Verhütung


Wenn man in der Stillzeit regelmäßig höchstens alle 4 Stunden stillt, kann es sein, dass die Periode nicht gleich nach der Geburt wieder einsetzt. Aber wann der erste Eisprung nach der Geburt erfolgt, kann man nicht ganz genau sagen, deshalb ist es wichtig, sich bald nach der Geburt über die Verhütung Gedanken zu machen.

Im Folgenden werde ich einige Möglichkeiten aufführen. Der Pearl-Index gibt an, wie sicher eine Methode ist. Das bedeutet, wie viele sexuell aktive Frauen innerhalb eines Jahres schwanger geworden sind, obwohl sie mit einer bestimmten Methode verhütet haben. Zum Beispiel PI 1 heißt, dass von 100 Frauen, die eine Verhütungsmethode ein Jahr lang angewendet haben, eine Frau schwanger wird.

Barrieremethoden:

Kondom:

  • Vorteil: keine Hormone, es kann immer angewendet werden
  • Nachteil: Es kann zu Anwendungsfehlern kommen
  • in der Stillzeit: es muss nichts weiter beachtet werden
  • Pearl-Index: 2-14

Diaphragma/Portiokappe:

  • Vorteil: keine Hormone, es kann ohne große Vorbereitung angewendet werden
  • Nachteil: braucht etwas Übung
  • in der Stillzeit: es muss 3 Monate nach der Geburt vom Gynäkologen neu angepasst werden
  • Pearl Index Diaphragma: 1-20, Portiokappe: 6

Hormonelle Verhütungsmethoden

Minipille:

  • Vorteil: man muss nur einmal am Tag daran denken, keine Störung beim Sex
  • Nachteil: muss immer zur gleichen Zeit eingenommen werden (bei mehr als 3 Stunden Unterschied – kein sicherer Schutz), Nebenwirkungen: Gewichtsveränderungen, Kopfschmerzen, Depressionen, abgeschwächte Libido und Abgeschlagenheit
  • in der Stillzeit: da kein Östrogen, ist es in der Stillzeit möglich
  • Pearl-Index: 0,1-0,9

Hormonspirale:

  • Vorteil: extrem hohe Wirksamkeit, bleibt für 5 Jahre liegen
  • Nachteil: Nebenwirkungen: s. Minipille + unregelmäßigen Blutungen, Schmerzen bei den Blutungen
  • in der Stillzeit: da kein Östrogen, in der Stillzeit möglich
  • Pearl-Index: 0,2

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