Fünf Tipps fürs erste Treffen zwischen Baby und Geschwisterchen

5 Tipps fürs erste Treffen zwischen Baby und großem Geschwisterkind


Wenn ein Baby dazu kommt, wird das für alle ein besonderer Moment, für die Eltern und für das große Geschwisterkind. Fürs erste Treffen zwischen Eurem kleinen und großen Spatz möchte ich Euch fünf Tipps mit auf den Weg geben.

Den wie ich finde wichtigsten Punkt will ich hier gleich ganz oben ansprechen.

1. Mamas Arme sind frei für das große Geschwisterkind

Von Freunden bekamen wir den Tipp, dass ich beim ersten Treffen unseren Kleinen nicht stillen oder im Arm halten soll, damit ich dem Großen gleich richtig begrüßen kann. Das klang einleuchtend und ich war gespannt, inwiefern das funktionieren würde.

Unser kleiner Spatz kam um 21 Uhr auf die Welt, sodass erst am darauffolgenden Tag ein Besuch möglich war. Unser Großer kam am nächsten Tag mit Papa und meiner Mama zu Besuch. Da wir uns in Ruhe in einem Besucherbereich der Station treffen wollten, kam erst Papa zu mir und unserem Frischling ins Zimmer, um uns abzuholen. Wir hatten Glück, denn unser Kleiner schlief gerade selig im Beistellbett. Also konnten wir lostigern: Papa schob das mobile Beistellbett und ich freute mich auf meinen Großen. Er rannte auf uns zu, an mir vorbei und direkt zu seinem kleinen Bruder. Tja, da hatte ich mich so gut vorbereitet und dann das. ;-)

2. Baby im Bettchen betrachten lassen

Unser großer Spatz hatte nur Augen für seinen kleinen Bruder. Wir ließen das Gitter des Beistellbetts runter und so konnte unser Großer dem Kleinen ganz nah sein. Er war fasziniert von den winzigen Fingern, der süßen Stupsnase, der kleinen Schnute und den Mini-Ohren. Alles musste er sanft anstupsen und betrachten. Gefühlte tausend Küsschen bekam der Kleine an seinem ersten Lebenstag auf seine Pausbäckchen. Wenn er gerade mal nicht geküsst wurde, wurde er sanft gestreichelt und beobachtet.

Später schnappte ich mir meinen Großen auch mal kurz, um ihn zu drücken. Aber wirklich nur ganz kurz, um ihn nicht so lange beim Begutachten seines schlafenden Bruders zu stören.

3. Geschenk für das große Geschwisterchen

Auch den Tipp, etwas zu schenken, bekamen wir von Freunden und so besorgten wir ein schönes, rotes Spielzeugauto. Das verpackten wir und legten es ins Beistellbett, kurz vor dem ersten Treffen. So entdeckte unser Großer nicht nur seinen kleinen Bruder, sondern auch ein kleines Geschenk für sich.

Bis heute bin ich mir nicht sicher, ob er uns wirklich abnahm, dass sein kleiner Bruder ihm das Geschenk mitgebracht hat – so direkt aus Mamas Bauch heraus (was da wohl noch so alles drin ist…). Er schaute durchaus etwas skeptisch, aber freute sich auch riesig über das neue Auto. UND er hat sich bis heute gemerkt, dass das mittlerweile lädierte Auto von seinem kleinen Bruder ist.

Man mag darüber streiten, ob man etwas verschenken muss, wenn für einen selbst das Baby das größte Geschenk ist, aber ich bin mir relativ sicher, dass die Geschwisterkinder sich über ein extra Geschenk freuen. ;-)

4. Das kleine Geschwisterchen bekommt auch ein Geschenk

Noch nicht mal 24 Stunden auf der Welt und schon mit Geschenken überhäuft? Nein, so ist das nicht gemeint. Meine Mutter hat sowohl für unseren großen als auch für unseren kleinen Sohn ein Kuscheltuch gemacht. Und eben dieses Kuscheltuch gab es jeweils zur Geburt – vorher ging ja auch nicht. ;-) Das Kuscheltuch durfte dem Kleinen dann der stolze Bruder überreichen, bzw. ins Beistellbett legen.

Das ist eine schöne Geste, wie ich finde, die sich bei uns so ergeben hat. Vielleicht habt Ihr ja eure eigene, ganz andere Idee.

5. Baby den Großeltern vorstellen

Da wir nicht zu viel Besuch an einem Tag wollten, kamen am nächsten Tag die Eltern und die Oma meines Mannes. Unser Großer war natürlich auch wieder dabei und konnte allen den Weg zu seinem kleinen Bruder zeigen und ihn vorstellen. Wieder kam kaum jemand an den Neugeborenen heran, da der große Bruder verzückt vor dem Beistellbett stand.

 

Ich denke heute noch gerne an die ersten Treffen unserer beiden Jungs zurück, auch wenn diese in eher ungemütlicher Atmosphäre im Krankenhaus stattfanden. Trotzdem stand dadurch dem ersten positiven Eindruck vom Baby nichts im Wege. Die spätere Eifersucht zwischen den Geschwistern haben diese Treffen natürlich nicht verhindert und dafür waren sie auch nicht gedacht. Ich glaube allerdings, dass man diese Eifersucht nicht komplett verhindern kann – so gerne man das auch würde!

 

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