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Bockshornklee beim Stillen – So wendest Du ihn richtig an


Du möchtest Deine Milchmenge gerne steigern und bist auf die Verwendung des Bockhornklees beim Stillen gestoßen? Hier erkläre ich Dir, was genau Bockshornklee ist und was er in der Stillzeit bewirkt. Außerdem erfährst Du, ob und wie sich das natürliche Wundermittel auf Dich und Deine Muttermilch auswirkt.

Was ist eigentlich Bockshornklee?

Die Samen des Bockshornklees sehen kleinen Ziegenhörnern ähnlich und verdanken ihnen deshalb auch ihren Namen. Es handelt sich hierbei um eine Heil- und Gewürzpflanze, bei der die reifen und getrockneten Samen im Fokus liegen. Der Duft der Samen erinnert an den einer Sellerie.

Viele wertvolle Inhaltsstoffe und Verwendungsweisen

Im Bockshornklee sind viele wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Es hat einen hohen Kupfer- und Eisengehalt, viele wertvolle Vitamine und weitere Pflanzenstoffe. In der modernen Naturheilkunde kommen die Samen nicht nur zur Anregung der Milchproduktion zum Einsatz, sondern auch bei folgenden Beschwerden:

  • Blasenentzündung
  • Hautproblemen
  • Haarausfall
  • Menstruationsbeschwerden
  • Bronchitis
  • Magen-Darm-Beschwerden

Wie wirkt Bockshornklee in der Stillzeit?

Die im Bockshornklee enthaltenen Pflanzenhormone, „Phytoöstrogene“ genannt, unterstützen und stimulieren Deine Östrogen- und Prolaktin-Produktion (Hormone, die für die Milchproduktion verantwortlich sind) während des Stillens. Wenn Du hormonell bedingte Stillprobleme hast, kannst Du dieses Ungleichgewicht mit Bockshornklee ausgleichen und Deine Milchproduktion steigern.

Anwendung und Dosierung

In der Stillzeit hast Du verschiedene Möglichkeiten, die Pflanze zu nutzen. Zum einen als Tee und zum anderen als Kapsel.

 

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Verwendung als Tee oder Kapseln

Beim Bockshornklee Tee entfalten die Samen gemeinsam mit anderen Kräutern (meistens sind es Anis und Fenchel) ihre Wirksamkeit. Allerdings wird Fencheltee in der Stillzeit aktuell gar nicht mehr empfohlen, weil Forscher in einer Untersuchung der europäischen Arzneimittelagentur EMA feststellten, dass viele Teemischungen große Mengen der potenziell gesundheitsschädlichen Substanz Estragol enthalten.

Aus diesem Grund sind die Bockshornklee-Kapseln eine gute Alternative.

Auf Bio-Qualität und Dosierung achten

Bockshornklee Kapseln sind im Gegensatz zum Tee geschmacksneutral und haben eine viel höhere Konzentration. Bei den Kapseln solltest Du jedoch auf eine hohe Bio-Qualität achten. Kaufe die Kapseln in der Apotheke oder in Onlineshops, denen Du vertraust. Nur so kannst Du sicher sein, dass keine Zusatzstoffe oder giftige Substanzen enthalten sind und dass Du keine Fälschung kaufst. Des Weiteren ist es wichtig, dass Du auf die empfohlene Tagesmenge achtest. Die liegt bei etwa 1200 bis 2400 Milligramm.

Was Du noch beachten solltest

Sprich vor der Anwendung mit Deiner Hebamme

Bevor Du Dir Bockshornklee Tee oder Kapseln besorgst, sprich mit Deiner Hebamme darüber. Sie wird Dir sagen, ob es überhaupt für Dich geeignet ist. Der Bockshornklee kann Dir dann helfen, wenn Du aufgrund eines hormonellen Ungleichgewichts zu wenig Milch hast. Frage Deine Hebamme unbedingt nach der richtigen Dosierung für Dich. Sie als Expertin kannst dies am Besten einschätzen und Dir weitere Tipps für eine gute Milchproduktion geben.

Oft hilft schon eine zweiwöchige Anwendung

Die Samen in den Kapseln wirken nach etwa drei bis vier Tagen, wenn Du die Dosierungsanleitung richtig befolgst. Nach einer Einnahmezeit von zwei Wochen kannst Du eine Pause machen und schauen, ob Du wieder weniger Milch produzierst. Wenn das der Fall ist, fahre mit der Einnahme fort. Wenn Deine Milchmenge gleich bleibt, dann hat der Bockshornklee seine wunderbare Arbeit getan und kannst Du die Kapseln weglassen.

Nebenwirkungen von Bockshornklee beim Stillen

Unter Fachleuten ist die Einnahme von Bockshornkleesamen teilweise umstritten. Zum einen, weil es bisher nur eine wissenschaftliche Studie dazu gibt (die die Wirksamkeit nachwies) zum anderen, weil einige allergische Reaktionen dokumentiert wurden.

Vorsicht geboten bei Allergikerinnen

Wenn Du ohnehin zu Allergien neigst, dann ist hier etwas Vorsicht geboten. Folgende unerwünschte Nebenwirkungen können auftreten:

  • Kreuzallergien mit Korbblütlern, Hülsenfrüchten und Erdnüssen
  • Durchfall
  • Körpergeruch
  • Schweißbildung
  • Unterzuckerung
  • gesteigerter Appetit
  • Symptomverstärkung bei Asthmatikern
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In den meisten Fällen werden Bockshornkleesamen gut vertragen. Es ist jedoch wichtig, vor der Einnahme mit Deiner Hebamme oder Stillberaterin zu sprechen, bevor Du die Nahrungsergänzung zu Dir nimmst.

Hier findest Du mehr Infos

In unserem Magazin gibt es einige tolle und interessante Beiträge zur Milchbildung:

Hast Du bereits Erfahrungen mit Bockshornklee beim Stillen gesammelt oder würdest es gerne versuchen? Berichte uns doch davon in den Kommentaren!

Unsere Texte zu Gesundheitsthemen ersetzen keinesfalls den Arztbesuch.
Mehr Infos dazu findest Du hier.

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2 Kommentare zu “Bockshornklee beim Stillen – So wendest Du ihn richtig an

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