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Die Haut des Neugeborenen direkt nach der Geburt


40 Schwangerschaftswochen im Fruchtwasser hinterlassen ihre Spuren an der Haut des Neugeborenen. Hier möchte ich normale Hauterscheinungen beschreiben, die direkt nach der Geburt an einem Baby auftreten können.

Käseschmiere

Die im Volksmund sogenannte „Käseschmiere“ schaut aus, wie eine weiße, klebende Creme am ganzen Körper des Neugeborenen. Die Käseschmiere besteht unter anderem aus Talgdrüsensekret und Fetten. Da das Kind lange Zeit im Fruchtwasser liegt, soll sie die empfindliche Babyhaut vor dem Austrocknen schützen. Umso näher der Geburtstermin rückt, desto weniger Käseschmiere ist auf dem Körper eines Neugeborenen zu sehen. Kinder über dem voraussichtlichen Entbindungstermin haben meist keine Käseschmiere mehr, dafür aber viele Falten und schuppige Haut.

Heutzutage badet man nach der Geburt in der Regel kein Baby mehr, sondern lässt die Käseschmiere auf der Haut, diese zieht in den ersten 24 Stunden wie eine Creme in die Haut ein. Sollte in den Falten, wie zum Beispiel unter den Achseln oder in den Leisten, sehr viel der Käseschmiere vorhanden sein, empfehle ich diese etwas abzutragen. So viel Käseschmiere zieht nicht ein und kann nach einigen Tagen unangenehm zu riechen beginne.

Hautschuppung

Bei jedem Neugeborenen schuppt sich die Haut einmal am gesamten Körper vollständig. Bei übertragenen Kindern sieht man dies direkt nach der Geburt. Die Haut erscheint sehr trocken und schuppig, oft kann man auch blutige Einrisse an den Gelenken erkennen. Die Haut kann sich wie „bei Schlangen“ auch großflächig lösen, die Kinder „häuten“ sich. Innerhalb der ersten Lebenswoche beginnt sich auch bei termingerechten Kindern die Haut abzuschlifern. Oft erfolgt die Ablösung dann in sehr kleinen Schuppen, die kaum bemerkt werden.

Auf sehr trockene Haut oder Einrisse kann man etwas Mandelöl auftragen. Es sollte aber vermieden werden, die Haut mehrmals täglich stark einzucremen. Die Haut muss sich einmal komplett Schuppen. Dies geht weder schneller noch weniger schneller mit einer Creme.

Milien

Milien sind 1-2 mm große, gelblich-weiße, leicht erhabene Pünktchen, welche die Nase oder selten auch das ganze Gesicht bzw. auch den Brustkorb übersäen können. Es handelt sich um mit Hornmaterial gefüllte Zysten der Talg- oder Schweißdrüsen, die nach wenigen Wochen von alleine verschwinden. Bitte versuchen sie nicht, die Milien auszudrücken!

Petechien

So nennt man kleinste, punkteförmige Haut- oder Schleimhauteinblutungen. Petechien sind meist die Folge von einer venösen Stauung während der Geburt, zum Beispiel bei einer sehr schnell verlaufenden Geburt. Sie kommen vor allem im Gesicht vor, können aber auch an Kopf und im Nacken zu sehen sein. Petechenien bilden sich innerhalb der ersten Lebenstage spontan zurück, kommen aber neue Petechien nach der 1. Lebenswoche, kann dies ein Hinweis auf Erkrankungen sein. In diesem Fall sollte das Baby der Hebamme oder dem Kinderarzt vorgestellt werden.

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