Globuli in der Schwangerschaft

Globuli in der Schwangerschaft: Hilfe bei Schwangerschaftsübelkeit & Co.


Während Deiner Schwangerschaft hast Du sicher auch mit typischen Beschwerden zu kämpfen. Das können kleine und kurze Beschwerden sein oder auch solche, die sich länger halten bzw. öfter auftreten. Schwangere sollten möglichst auf Medikamente verzichten und suchen deshalb nach sanften und sicheren Alternativen, zum Beispiel Globuli. Was genau Globuli sind und welche Globuli in der Schwangerschaften bei typischen Symptomen helfen, verrate ich Dir in diesem Artikel.

Wie funktionieren Globuli in der Schwangerschaft?

Schwangere, Hebammen und auch viele Ärzte schwören auf Globuli, auch wenn deren Wirkung umstritten ist. Werden auf der einen Seite gute Erfahrungen gemacht, sprechen Wissenschaftler auf der anderen Seite vom „Placebo-Effekt“. Die Wirksamkeit der Globulis ist nämlich wissenschaftlich gar nicht erwiesen. Doch warum kommen die Kügelchen bei vielen so gut an?

In der Homöopathie geht es darum, Symptome hervorzurufen, die auch bei einer Krankheit auftauchen würden. Bei diesem Ähnlichkeitsprinzip geht es darum, zum Beispiel bei einem Krampf nicht krampflösend zu arbeiten, sondern einen Krampf auszulösen. Du wirst auf Globuli-Verpackungen immer Potenzierungen lesen können. Das sind Verdünnungen, die unerwünschte Nebenwirkung ausschließen. Um Dir also das richtige Mittel zu geben, ist es wichtig, eine ausführliche Anamnese zu machen. So kann die Hebamme oder der Apotheker für Deine Symptome die richtige Substanz auswählen.

Globuli in der Schwangerschaft

Als Schwangere kannst Du natürlich auch krank werden – eventuell sogar leichter als sonst, da der Körper auf Hochtouren arbeitet und mit Deinem Baby beschäftigt ist, weshalb das Immunsystem anfälliger ist. Häufig leiden Schwangere unter Hämorrhoiden, Blasenentzündung, Kopfschmerzen, Verdauungs- und Schlafproblemen. Zu den typischen Beschwerden zählen außerdem Schwangerschaftsübelkeit in Verbindung mit Erbrechen und Brustprobleme. Für diese und weitere Beschwerden kann die Homöopathie eine tolle Alternative zur Schulmedizin sein, da die Nebenwirkungen hier viel geringer sind. Folgende Schwangerschaftsbeschwerden kannst Du in Absprache mit Deinem Arzt, Deiner Hebamme oder einem Apotheker homöopathisch behandeln:

Globuli bei Schwangerschaftsübelkeit und Erbrechen

Vor allem in den ersten 12 Wochen leiden Schwangere häufig an Übelkeit, oft müssen sie zusätzlich noch erbrechen. Helfen können hier Colichicum (Herbstzeitlose) und Sepia (Tinte des Tintenfischs). Sepia hilft auch, wenn Du stark geruchsempfindlich bist und vor allem unter Morgenübelkeit leidest. Bei Morgenübelkeit in Verbindung mit Magenschmerzen kannst Du Nux vomica (Brechnuss) einnehmen.

Schlafprobleme

Schlafprobleme gehören zu den Hauptproblemen bei Schwangeren. Wer nicht abschalten kann und deshalb lange wach liegt, sollte es mit Coffea (ungeröstete Kaffeebohnen) probieren. Phosphorus (gelber Phosphor) hilft bei Ein- und Durchschlafproblemen, Tagesmüdigkeit und genereller Müdigkeit.

Sodbrennen

Bei Sodbrennen während der Schwangerschaft wird Nux vomica empfohlen.

Rückenschmerzen

Je größer der Bauch wird, umso mehr treten Rückenschmerzen auf. In den späteren Wochen der Schwangerschaft helfen Sepia und Kalium Carbonicum (Kaliumcarbonat). Kalium stützt bei Schwächegefühlen im Rücken in Kombination mit starkem Schwitzen. Sepia ist für den harten Druck im Rücken geeignet.

Globuli für die Geburt

Auch während der Geburt können Dir Globuli helfen. Viele Frauen wünschen sich eine natürliche Geburt ohne Schmerzmittel, weshalb die Kügelchen oft die erste Wahl sind. Folgende Präparate können Dich bei der Geburt unterstützen:

  • Cimicifuga (amerikanisches Wanzenkraut) bei Wehenschwäche
  • Caulophyllum (Frauenwurzel) bei verkrampftem Muttermund (für eine schnellere Öffnung)
  • Arnica D3 beugt Komplikationen vor, wenn man sie zu Geburtsbeginn einnimmt, außerdem unterstützend bei starken Wehen
  • Belladonna D3 bei sehr starken Wehen, Krampfwehen oder wenn Berührungen von der Schwangeren abgelehnt werden, aber auch bei starkem Schwitzen, Gereiztheit und hochrotem Kopfschmerzen
  • Chamomilla D4 bei unerträglichen Schmerzen und sehr starken Wehen
  • Gelsenium D4 als Hauptmittel in der Eröffnung, aber auch bei straffem Muttermund
  • Pulsatilla D4 bei schwachen Wehen, zur Einleitung der Geburt oder wenn die Schwangere nicht loslassen kann
  • Kalium Carbonicum D4 bei erfolglosen, schmerzhaften oder aufhörenden Wehen, aber auch bei Schmerzen im Rückenbereich, wenn die Schwangere das Verlangen nach Druck bzw. einer Massage hat

Globuli Selbstmedikation: als Schwangere auf keinen Fall!

Nicht nur bei Medikamenten, sondern auch bei homöopathischen Mitteln muss man bedenken, dass sie auch auf das Baby im Mutterleib wirken können. Auch während der Stillzeit kann sich alles über die Muttermilch auf das Neugeborene auswirken. Deshalb solltest Du die Einnahme von Globuli in der Schwangerschaft und Stillzeit immer mit einem Arzt, einem Apotheker oder Deiner Hebamme absprechen. Viele Hebammen sind mit Globulis ausgestattet und behandeln Deine Beschwerden direkt. Nur so kannst Du Dir sicher sein, dass Du für Dich und Dein Baby immer das Richtige einnimmst.

Unsere Texte zu Gesundheitsthemen ersetzen keinesfalls den Arztbesuch.
Mehr Infos dazu findest Du hier.

Weitere Artikel von uns:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.