Trotzphase mit 2 Jahren, Kleinkind Wutanfall, Trotzanfall

Trotzphase mit 2 Jahren: 13 Tipps, die jede Mama kennen sollte


Die Amerikaner sprechen von den „Terrible Twos“. Gemeint ist damit die Trotzphase, die typischerweise um das zweite Lebensjahr startet. Scheinbar über Nacht reagiert der Nachwuchs völlig ungewohnt. Bei einem „Nein“ wirft sich das Kleinkind brüllend auf den Boden und steigert sich in einen minutenlangen Wutanfall hinein. Warum das so ist – und welche Tricks es für ein friedliches Miteinander in der Trotzphase mit 2 Jahren gibt, verrate ich Dir heute.

Trotzphase mit 2 Jahren: Die wütendste Phase der Kindheit

Okay, wer hilflos und peinlich berührt vor einem schreienden, knallrot angelaufenen, um sich schlagenden Kleinkind im Nobelrestaurant steht, wird der Trotzphase nicht viel Positives abgewinnen können. Dennoch halten Experten sie für einen enorm wichtigen Entwicklungszeitraum.

Im Alter zwischen 1,5 und 2 Jahren entdecken Kinder sich mehr und mehr selbst. Sie erkennen ihre eigenen Wünsche und Ziele. Diese wollen sie dann selbstverständlich auch erreichen. Sie nabeln sich ein Stück weit von der Mutter ab, werden selbständiger und unabhängiger. Ihre Fähigkeiten sind soweit entwickelt, dass die Kleinen ihre Wünsche und Bedürfnisse ausdrücken können. Die Trotzphase mit 2 Jahren, die durchaus bis zum 3. Geburtstag und länger dauern kann, hilft dabei die eigenen Grenzen zu testen und festzustellen, was richtig und falsch ist.

13 Tipps, um locker durch die Trotzphase mit 2 Jahren zu navigieren

1. Kündige die nächsten Schritte an

Problem: Dein Kind bekommt Wutanfälle, wenn Du nicht sofort tust, was es will.

Lösung: Sage Deinem Kind genau, was Du gerade machst. Will der Nachwuchs spielen, dann erkläre ihm, dass Du erst den Abwasch erledigen musst und ihre dann gemeinsam spielen werdet.

Kleinkinder verstehen viele Dinge nicht, die um sie herum geschehen. Gib Deinem Nachwuchs Sicherheit, indem Du alles besprichst, was passiert. Mach ihm klar, dass seine Wünsche gehört und berücksichtigt werden, aber nicht sofort, sondern nach Tätigkeiten XY.

2. Beschränke die Auswahl

Problem: Wutanfall beim Auswahlfragen. Während der Trotzphase mit 2 Jahren kann das morgendliche Anziehen zur Tortur werden. Plötzlich flippt das Kind aus, weil ein bestimmtes T-Shirt nicht da ist oder es eine anderen Modegeschmack als die Mutter hat.

Lösung: Beschränke die Auswahl auf zwei Möglichkeiten. Zeig dem Kind zum Beispiel ein rotes und ein blaues T-Shirt und lasse es entscheiden. Dadurch fühlt sich der Sprössling anerkannt und in seiner Meinung gewürdigt.

Falls es dennoch Tränen und Geschrei gibt, weil unbedingt das grüne Shirt gewünscht ist, dann kannst Du auch ruhig mal nachgeben. Selbst wenn die Farbauswahl nicht optimal zur Hose passt, mach Deinem Kind die Freude, dass es in einigen Punkten Recht bekommt.

In der Trotzphase mit 2 Jahren darfst Du auch mal nachgeben

Schrillen bei Dir jetzt die Alarmglocken? Wenn ich bei einem Zornesausbruch nachgebe, dann belohne ich mein Kind doch für sein Verhalten, oder??

Viele Mütter und Großmütter predigen, dass ein Wutanfall unter keinen Umständen mit Nachgeben belohnt werden darf, dadurch würde das Kind verwöhnt und zu schlechtem Verhalten ermuntert.

Wissenschaftler Herbert Renz Polster weist in seiner Arbeit darauf hin, dass selbst Primaten-Mütter teilweise nachgeben. Das scheint intuitiv dann der Fall zu sein, wenn das Affenkind in einem schlechten Ernährungszustand ist und beispielsweise nach einer zusätzlichen Stilleinheit bettelt. Es könnte also so etwas wie ein natürliches Bauchgefühl von Müttern dafür geben, dass Nachgeben manchmal dem Kindeswohl dient.

Da wir in einer Welt des Überflusses leben, sind Kinder in mitteleuropäischen Gefilden kaum vom Hungertod bedroht. Wir können es uns auch finanziell leisten, die Quengelware an der Kasse zu kaufen. Du brauchst deshalb weder immer nachzugeben noch 100 % konsequent bleiben. Finde einen gesunden Mittelweg, bei dem Konsequenz überwiegt, aber Ausnahmen vorkommen.

3. Bereite auf Veränderungen vor

Problem: Ihr seid auf dem Spielplatz, Du willst nach Hause gehen, Dein Kind nicht.

Lösung: Bis zum Eintritt der Trotzphase mit 2 Jahren ist Dein Kind ohne Beschwerde mitgekommen, wenn Du gesagt hast, dass es Zeit zu gehen ist. Jetzt wird es jähzornig, brüllt und spuckt sogar.

Versuche Dein Kind auf anstehende Veränderung vorzubereiten, indem Du ihm erklärst, dass es noch einmal Rutschen oder Schaukeln darf, bevor Ihr geht.

4. Die Gefühle berücksichtigen

Problem: Gestern hat das Kind ganz anders auf dieselbe Situation reagiert als heute.

Lösung: Schau Dir die aktuelle Gefühlslage Deines Kindes an. Nicht nur Erwachsene haben unterschiedliche Stimmungen und Launen, sondern auch Kinder. Müdigkeit, Hunger oder einfach ein „schlechter“ Tag können für andere Reaktionen als gewöhnlich sorgen.

Wenn Du feststellst, dass Dein Kind besonders sensibel ist, dann nimm darauf Rücksicht und zeige besonders viel Einfühlungsvermögen und Liebe.

5. Grundregeln mit Bezugspersonen festlegen

Problem: Jedes Mal, wenn das Kind von einem Aufenthalt bei Oma zurück nach Hause gebracht wird, häufen sich die Trotzanfälle.

Lösung: Der Grund dafür kann sein, dass die Großeltern andere Dinge erlauben, als Du. Sprich Dich mit allen Bezugspersonen ab und vereinbare bestimmte Regeln mit ihnen. Vermutlich wirst Du nicht verhindern können, dass Opas, Omas und Tanten Deinem Nachwuchs ein paar mehr Ausnahmen erlauben.

Allerdings ist es für ein Kleinkind in der Trotzphase mit 2 Jahren noch schwer zu verstehen, warum es bei einer Betreuungsperson etwas darf und bei Dir nicht. Deshalb sollte die Grundrichtung bei allen Betreuern identisch sein – allen voran zwischen Dir und Deinem Partner.

6. Starkes „Nein“, wenn nötig

Problem: Das Kind zeigt sich selbst oder anderen gegenüber ein extrem aggressives Verhalten.

Lösung: Ein deutliches, lautes „Nein“, das nur in gefährdenden Situationen geäußert wird, zeigt dem Kind den Ernst der Lage. Beispielsweise, wenn Dein Kind ein anderes Kind beißt. Achte darauf, dass Du dieses effektiv ausgesprochene Nein wirklich nur in Ausnahmefällen nutzt. Bei zu häufigem Gebrauch verliert es seine Wirkung.

Aggressives Verhalten sich selbst und der Umwelt gegenüber

Hier ist Entwarnung angezeigt. Falls Dein Kind sich bei Wutanfällen in der Trotzphase mit 2 Jahren aggressiv verhält, dann ist das völlig normal. Rund 80 Prozent der Kinder kanalisieren ihre Wut durch Wegnehmen von Spielzeugen, Schubsen, Stoßen, Beißen, Kratzen und Schlagen.

Experte Herbert Renz Polster berichtet in seinem Buch „Kinder verstehen“, dass sich normal entwickelte Kinder bei Zornesanfällen nicht schwer verletzen.

7. Ehrlichkeit in der Öffentlichkeit

Ich werde niemals den ersten Tobsuchtsanfall meiner Tochter vergessen. Samstagmorgen, mitten im Eingang des größten Supermarkts im Ort, schrie und tobte sie, weil sie nicht zum Spielplatz nebenan durfte. Unsere Vermieterin tauchte verständnislos auf und meinte, dass das Gebrüll des Kindes im gesamten Supermarkt zu hören sei. Ich wollte im Erdboden versinken.

Problem: Wutanfälle in der Öffentlichkeit mit starrenden Passanten und deren Kommentaren sorgen für Schamgefühle.

Lösung: Begib Dich auf Augenhöhe mit Deinem Kind und sage, dass Du verstehst, dass es sauer ist. Sag, dass es Dir peinlich ist, dass alle Leute schauen, aber Du trotzdem Deine Meinung nicht ändern wirst.

Umstehende Menschen finden diese Reaktion normalerweise sehr sympathisch. Wenn Du Deine Schamgefühle öffentlich aussprichst, dann nimmst Du ihnen die Macht. Ein Teil des Drucks, der in dieser Situation auf Dir und dem Kind lasten, fällt direkt ab.

8. Sorge ausnahmsweise für Ablenkung

Problem: Dein Kind sieht ein Eis und möchte es unbedingt habe. Du bist dagegen.

Lösung: Versuche möglichst eine alternative Lösung parat zu haben. Zeige dem Nachwuchs den süßen Hundewelpen am Eingang oder die leckeren Erdbeeren in der Obstabteilung.

Ablenkung kann eine hilfreiche Antwort sein, sollte aber nicht als permanentes Mittel verwendet werden. Das Kind muss lernen, wie es sich selbst aus Situationen, in denen es innerlich tobt, herausmanövriert.

Wie unsere Magazin-Autorin Hanna das Thema Ablenkung in solchen Situationen handhabt, erfährst Du in ihrem Artikel “Wutanfall beim Kleinkind – so reagierst Du richtig.

9. Trotzphase mit 2 Jahren: Nicht persönlich nehmen

Problem: Dein Kind bekommt die Wutanfälle nur bei Dir bzw. ausschließlich bei den Eltern.

Lösung: Nimm das Verhalten Deines Kindes als Kompliment. Es sieht Dich bzw. Euch als seine absoluten Bezugspersonen, bei denen es seine Grenzen austesten kann.

Du hast in Deiner Erziehung nichts falsch, sondern das meiste richtig gemacht, wenn Dein Kind beim Erlernen seiner neuen Unabhängigkeit mit Dir in Konflikt gerät. Oft hilft allein dieses Umdenken schon, dass Du mit der Phase leichter umgehst, denn sie ist völlig normal und hat nichts mit Dir persönlich zu tun.

10. Selbstständigkeit fördern

Problem: Dein Kind will ein Glas Wasser die Treppe hochtragen. Wenn Du es verbietest, dann droht ein Wutanfall.

Lösung: Falls sich das Kind nicht zu einem Plastikbecher überreden lässt und es sich bei dem Wasserglas nicht um ein wertvolles Erbstück handelt, dann lass Dein Kind machen.

Überlege Dir immer rational, welche Gefahren tatsächlich bestehen und welche Vorteile Dein Nachwuchs aus der Übung ziehen kann. Je selbständiger das Kind wird, desto weniger Arbeit hast Du. Schafft es Dein Kind die Aufgabe zu bewältigen, dann wächst sein Selbstbewusstsein und auch Du gewinnst mehr Zutrauen.

Lass das Kind möglichst viele leichte Aufgaben übernehmen und unterstütze bei schwierigen Herausforderungen. Gib ihm das Gefühl, dass es vieles bereits ohne Hilfe schaffen kann. Natürlich solltest Du Dein Kind vor Gefahren schützen, ihm dann aber auch erklären, warum es beispielsweise nicht auf dem Balkongeländer klettern darf.

11. Alternativen anbieten

Problem: Dein Kind ist gerade in ein Spiel vertieft, aber Ihr müsst dringend los.

Lösung: Wählt die Hauptfiguren des Spiels zusammen aus und nehmt sie mit ins Auto. Dein Nachwuchs kann dort weiterspielen.

Falls das Kind im ersten Moment selbst von dieser Idee nicht begeistert ist, dann sei kreativ. Vielleicht packt Ihr gemeinsam einige Spielfiguren in ein kleines Flugzeug und sagt, dass diese zum Mond verreisen?

Meine Tochter liebt es, wenn sie mit Utensilien aus dem Alltag spielen darf. Ich erlaube ihr beispielsweise, dass sie eine Zahnbürste mitnehmen kann, um im Auto der Puppe die Zähne zu putzen.

12. Weder leere Drohungen noch Gewalt

Problem: Dein Kind treibt Dich zur Weißglut und Du weißt nicht mehr weiter.

Lösung: Atme tief durch. Geh, wenn möglich, kurz weg. Reagiere Dich an Kissen oder anderen Gegenständen ab.

Schlage Dein Kind niemals. Gib Deinem Kind niemals einen „kleinen Klaps“. Mach Deinem Kind auch keine Angst mit Formulierungen wie: „Dann gehe ich jetzt und komme nicht mehr zurück“ oder „Das sag ich Deinem Papa und er wird Dich später bestrafen“.

Ich weiß, es kann manchmal ganz schön viel Willenskraft bedeuten, weder körperliche noch seelische Gewalt auszuüben. Ich habe mein Kind nie geschlagen, aber es gab Situationen, wo ich kurz davorstand.

Aber ich habe mein Kind angeschrien und Dinge gesagt, die mir hinterher fruchtbar leidgetan haben. Wenn das passiert, dann entschuldige Dich später und erkläre Deinem Kind, warum Du so reagiert hast. Und wie der ErziehungsexperteJesper Juul in einer Kolumne im Standard so schön sagt: „[…] und dann vergeben Sie sich selber.“

13. Auszeiten für strapazierte Nerven

Problem: Je länger die Phase dauert, desto weniger gelassen bleibst Du.

Lösung: Suche Dir Hilfe im Umfeld und nimm Dir genügend Pausen.

Die Trotzphase mit 2 Jahren ist je nach Kind mehr oder weniger intensiv und dauert mehr oder weniger lange – bei manchen zieht sie sich bis zum Schulanfang, bei manchen wird es schon im Kindergartenalter ruhiger.

Anstrengend ist die Trotzphase für fast alle Eltern. Sorge auf jeden Fall für Ausgleich und dafür, dass Du genug Zeit hast, um Dich zwischendurch zu regenerieren. Vereinbare einen Termin zur Massage oder treffe Dich ungestört mit einer Freundin zum Quatschen. Schon ein oder zwei Stunden ohne Kind helfen, damit Du Deine innere Balance zurück gewinnst.

Wie ist die Trotzphase mit 2 Jahren bei Deinem Kind abgelaufen? Hast Du praxiserprobte Tipps? Dann schreibe mir gerne einen Kommentar!

Weitere Artikel von uns:

31 Kommentare zu “Trotzphase mit 2 Jahren: 13 Tipps, die jede Mama kennen sollte

  1. Wir stecken auch seit ein paar Wochen drin und es ist gefühlt alles egal was wir versuchen es hilft nicht. Letzten hat er sogar seinen Hochstuhl umgeworfen weil er eine Trillerpfeiffe nicht bekommen hat 🙈😳 ich hoffe einfach nur noch das diese Phase sehr schnell rum ist.
    Auch das er uns dann ständig schlägt , sobald es nicht nach ihm geht 😮‍💨

  2. Ich habe Zwillinge, die gerade 2 geworden sind. Hab mich schon gewundert, warum die derart frech und respektlos geworden sind und wirklich nur Unsinn machen. Dann ist das also schon eine Trotzphase. Hab noch drei ältere Kinder, von denen kenne ich sowas nicht. Wenn die mal Mist gebaut haben, hab ich einmal erklärt warum ich das nicht möchte und dann war gut aber die Kleinen machen immer und immer wieder den gleichen Kack. Wegen jeder Kleinigkeit ausflippen und laut werden finde ich besonders belastend und normal müssten sie doch begriffen haben, dass sie damit gar nichts erreichen. Der ständige Geräuschpegel und dann noch doppelt oder abwechselnd, sodass man rund um die Uhr was davon hat. Bin alleinerziehend und ohne Familie in der Nähe, also ehrlich gesagt graust es mir vor jedem Tag

    1. Hallo Marion,

      ich habe gerade deine ehrlichen Worte gelesen, ich bin selber Mama zweier Kinder, der „Große“ ist 2 und dieser Artikel hat sich mich aufgrund seiner aktuellen Phase angesprochen. Ich glaube du solltest Dir unbedingt Unterstützung suchen, es darf nicht sein, dass es Dir vor jedem Tag graust. Vllt könnten Deine Kinder vormittags in die Krippe, sodass du Kraft tanken, arbeiten oder etwas für dich tun kannst sodass du dich auf die beiden freuen kannst? Sind evtl andere Mamas in der Nähe, die mit Euch gemeinsam etwas schönes unternehmen und Dich unterstützen können?
      Ich wünsche euch viel Erfolg!
      Liebe Grüße

  3. Ich wende die Tipps im Grunde alle schon an. Trotzdem mehrfach am Tag für 30 Minuten und länger nur Geschrei… in aller Regel sind die Auslöser simpel, mein Sohn darf irgendetwas nicht, was er aber unbedingt will.
    Ich frage mich, was ich in der Situation dann tun soll. Einfach daneben sitzen und das Gebrüll abwarten? Oder mich aus der Situation entfernen? Ich versuche meistens, ruhig abzuwarten, nachdem ich mehrfach das „warum“ erklärt habe. Aber das kann ich beim 3. Wutanfall am Tag irgendwann nicht mehr. Dann gehe ich manchmal und sage, ich komme gern wieder, wenn er wieder mit mir reden will. Das schlimmste sind Situationen, in denen Zeitdruck besteht. Ich arbeite Vollzeit. Halbe Stunde brüllen am Morgen wirft uns total aus dem Zeitplan.
    Bei meinem Mann macht er sowas deutlich weniger und beruhigt sich wenn recht schnell. Obwohl wir zumindest zeitlich einen ähnlichen Anteil an Betreuungszeit haben. Das ist ziemlich frustrierend.

  4. Danke für die Tipps, ich werde versuchen, diese bei meiner 2 -Jährigen anzuwenden. Am schlimmsten sind wirklich die vorwurfsvollen Blicke der Anderen, wenn es mal wieder im Supermarkt oder auf dem Spielplatz ein großes Theater gibt. Als ob die Leute alle noch nie sowas gesehen haben. Ich habe immer großes Mitleid, wenn ich mitbekomme, dass ein anderes Kind einen Wutanfall hat, weil ich eben weiß, wie das ist, wenn der Wutwicht erwacht. Ich hoffe, dass es bei uns mit den Tipps besser wird, denn zwischendurch ist man wirklich echt hilflos .

  5. Unser Sohn ist 2 Jahre und ist gefühlt schon immer seit dem er laufen kann in seiner Trotzphase. Heute nach der KITA waren wir auf dem nach Hauseweg auf dem Spielplatz. Obwohl ich ihn vorbereitet habe, dass wir gehen und er noch einmal rutschen darf, sträubt er sich, schlägt um sich und reißt mir die Brille von der Nase . Später zuhause geht es dann weiter. Die steile Treppe steigt er hoch und isst währenddessen einen Apfel- obwohl ich ihm sage, dass ich das nicht möchte, da er im Falle eines Sturzes sich verschlucken kann. Dann spielt er auf der Galerie und wo dann seine Spielsachen runterfallen und sitzt sein Bruder, dem die Sachen auf den Kopf fallen können .

  6. Hallo! Mein Sohn ist fast zweieinhalb Jahre alt und er ist vor drei Monaten großer Bruder geworden. Er steckt auch total in der Trotzphase und wird extrem schnell wütend! Nun fängt er leider auch an seine kleine Schwester zu ärgern, indem er in ihrer Nähe laut brüllt, sodass sie anfängt zu weinen. Das bringt bei mir meistens das Fass zum Überlaufen. Ich habe ihm bereits des Öfteren versucht zu erklären, dass das so nicht geht, aber seitdem macht er das erstrecht, und dann auch noch mit einem schelmischen Grinsen auf dem Gesicht. Das bringt mich absolut auf die Palme und ich weiß nicht, wie ich das unterbinden soll. Es fällt mir schwer in so einer Situation nicht die Nerven zu verlieren. Was kann ich tun?

    1. Liebe Sinje, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Zwei meiner Kinder haben auch einen sehr kleinen Altersabstand und haben sich als Kleinkinder häufig (und intensiv) gestritten. Das mit dem “Großer Bruder werden” ist eben keine Kleinigkeit in dem Alter. Ganz plötzlich wird man vom Thron gestoßen. Uns hat damals Solo-Zeit geholfen. Also zum Beispiel einen Lego-Turm bauen, während der Papa sich um das Baby kümmert. Wenn es zu schlimm wird, informiere Dich mal bei Deinem Kinderarzt und bitte ihn um Adressen. Es gibt tolle Beratungsstellen für Eltern – die haben für solche Situationen sehr gute Tipps parat. Alles Gute für Euch!
      Viele Grüße, Julia von babyartikel.de

  7. Hallo, unsere Tochter wird im August 3. Zur Zeit haben wir so eine schlimme Phase, dass sie schon einen wutanfall bekommt, wenn wir nur ihren Namen sagen. Sie darf bei allem helfen und wird stark von uns gefördert. Es gibt sehr viele Sachen, die sie schon alleine macht. Aber wenn mal nur einen halben Tag Ruhe ist, ohne das sie was macht, ist schon zu viel. Wenn ich versuche mit ihr zu spielen, will sie lernen im Garten Unkraut zupfen oder saugen. Natürlich ist es eigentlich schön, aber ich denke, sie ist ein Kind und sollte auch mal spielen. Und ich hab auch nicht immer Lust was zu tun. Wobei ich auch noch eine Tochter habe, die 1 Jahr alt ist. Wir sind auch viel unterwegs draußen, aber zur Ruhe bekomme ich meine große leider nicht mehr 😔

  8. Bei meiner Enkelin ist es dasselbe sie geht seit 3 Wochen in die Kinderkrippe und jeden Morgen liefern wir sie dort ab mit Gebrüll und
    Geschrei.
    Die Erzieherinnen meinen das wäre normal in der Eingewöhnungszeit.
    Aber wie lange dauert so eine Eingewöhnungszeit im Durchschnitt ????

      1. Auch wenn die Frage schon länger her ist, antworte ich trotzdem mal.

        Eine Woche ist doch wohl ein wenig kurz. Im besten Fall sollten es 3-4 Wochen sein. Bei uns ging es aufgrund von vorheriger Krankheit leider nur 2 Wochen. Allerdings war unsere Tochter sowieso sehr aufgeschlossen und kam damit (scheinbar) gut zurecht.

  9. Hallo, meine Maus ist jetzt 2 Jahre alt und seit einer Woche bekommt sie fast täglich Wutanfälle. Die Wutanfälle hatte sie schon früher, danach hatten wir ein Pause und ich habe gedacht „Gott sei Dank, wir haben es überstanden“. Sie geht seit November in die Krippe und es funktioniert bis heute nicht. Gestern hatte sie das erste mal einen Wutanfall in der Krippe. Ich wurde sofort angerufen und sollte mir das ansehen. Es wurde an mein Mutterherz appelliert, wie ich das mitmachen kann. Und dass, meine Maus wahrscheinlich noch nicht bereit für die Krippe ist. Mir wurde ans Herz gelegt, mir zu überlegen ob ich sie vielleicht doch noch ein Jahr zu Hause behalten will. Sie bekommt Wutanfälle wegen den kleinsten Sachen. Z.B. sie will aus einer Trinkflasche trinken, wo das Wasser vom Vortag noch drin war und meiner Meinung nicht mehr gut war. Ich habe die Flasche genommen und ihr gesagt, dass ich sie kurz ausspülen möchte und frisches Wasser reinmachen will. Das war für sie schon ein Grund zum ausrasten. Sie schmeißt sich auf den Boden, zieht an ihren Haaren und zwickt sich im Gesicht, Augen, Bäckchen, strampelt mit den Füßen. Wenn ich sie trösten will, streckt sie sich, haut und schreit noch lauter. Gehe ich weg, läuft sie mir hinterher und schmeißt sich vor die Füße oder krallt sich an mein Bein fest. Will ich sie wieder hochnehmen, passiert das selbe. Ich weiß nicht wie ich ihr helfen soll. Ich versuche ihr dann was anderes anzubieten, bis ich irgendwann mal
    Erfolg habe und sie sich beruhigt. Sie steigert sich immer so schnell und extrem rein, dass ich nicht weiter weiß, wie ich ihr da raushelfen kann.
    Gibt es hier Möglichkeiten ihr zur helfen mit der Wut umzugehen und sich nicht reinzusteigern? Wie soll ich mich verhalten?
    Vielen Dank und liebe Grüße

    1. Bei mir ist genau das selbe !!!! Sie ist jetzt 2 Jahre alt und möchte ihr nach dazu mit dem Stillen aufhören.
      Hat jemand Tipps für mich ? Sie weint dann und schreit nach dem stillen so dass ich immer wieder nachgebe !! Und das macht gerade alles immer mehr schlimmer und schlimmer… bis sie schläft vergehen oft über eine Stunde … ich weis nichz mehr was ic h tuen soll egal was ich mache tragen, singen reden erklären streicheln , sie weint und schreit sofort !

      1. Hallo Lisa,
        meine Maus habe ich kurz vorm zweiten Geburtstag abgestillt und vorher schon einige Versuche unternommen. Davor ging es mir wie dir. Meine hat sich so reingesteigert, dass sie sich sogar übergeben hat. Dann hatte ich auch wieder nachgegeben. Als ich sie schließlich abgestillt habe, konnte sie bereits sehr viel verstehen und sprechen. Das hat es deutlich erleichtert und es ging tatsächlich recht friedlich. Habe ihr erklärt, dass Mama nachts mal wieder mehr schlafen muss und ganz viel gesungen, rumgetragen und mit ihr gesprochen. Hab nachts um 3, um 4 und um 5 gesungen… Sie fand es natürlich nicht toll, aber sie hat es eigentlich gut akzeptiert. Wir hatten es davor aber auch schon auf nachts stillen reduziert. Ich denke manchmal sind Kinder einfach noch nicht bereit. Vielleicht klappt es in ein paar Wochen oder wenigen Monaten! Drücke dir die Daumen! Liebe Grüße Emma

    2. Meine kleine ist fast zwei jahrE. Sie ist jetzt 22 Monate und hält mich täglich auf Trapp. Bei jeder kleinigkeit wird geschrien und sich auf den boden geschmissen. Ich glaube aber das kriegen wir hin.

    3. Hallo, ich habe hier gerade genau das selbe Problem. Hast du eine Lösung für euch gefunden? Würde mich über Tipps freuen.
      LG Tanja

  10. Halle mein Kleider ist fast 3 Jahre alt
    Ist eigentlich ganz lieb nur wenn wir raus gehen kommt auf ein Mal ein Anfall mit heulen und Krampfen da zu was kann ich tun ?

    1. Liebe Sarah,
      hast Du eine Idee, warum Dein Sohn nicht raus gehen will? Gibt es vielleicht etwas, das ihm draußen Angst macht? Weint er immer beim Rausgehen oder nur, wenn Ihr zu bestimmten Orten geht? Vielleicht braucht er auch eine längere Vorlaufzeit, bevor Ihr das Haus verlasst?

      Es ist sehr schwierig aus der Ferne zu beurteilen, wie Du am besten vorgehst. Ich persönlich würde versuchen zu verstehen, was ihn zu der Reaktion treibt. Vielleicht kannst Du in einer ruhigen Minute mit ihm darüber sprechen, es herausfinden und gemeinsam mit ihm eine Lösung finden.

      Ich wünsche Euch alles Gute.

      Viele Grüße – Julia

  11. Hallo, unser Kleiner ist 2 3/4 Jahre Alt und bringt mich im Moment fast um den Verstand. Alles was ich möchte ist nicht Recht. Will ich raus gehen ist Theater und Geschrei. Will ich von draußen rein, genau das gleiche. Morgens will er nicht in Kindergarten, Mittags will er nicht mit Nachhause.
    Dann wird des öfteren sehr gesungen oder halt einfach Lärm gemacht
    Die ältere Dame in der Wohnung über uns denkt sich bestimmt auch Ihren Teil -.-*

    1. Mir geht’s gleich. 2,5J selbes Verhalten,obwohl ich diese Tipps von oben ständig berücksichtige. Hilft allerdings nur, dass es cs 10 wutanfälle und Geschrei weniger gibt, der Tag ist dennoch nicht entspannt und trotzdem recht laut.

  12. Hallo mein kleiner ist zwei und halb und hält mich wirklich täglich auf Trapp . Sobald er nicht das bekommt was er will wird laut drauf los geschrien und aggressiv das Kinderzimmer zusammen geschmissen. Meine Nachbarin beschwert sich ständig das es so laut ist. Hoffe diese Tipps werden mir in Zukunft helfen und werde sie ab sofort in den Alltag mit einbringen

    1. Hallo liebe Sophia,
      aber natürlich dürfen sich Papas auch an den Tipps bedienen. Gerne auch Omas, Opas, Tanten und Onkel :) Unsere Leserschaft besteht zum größten Teil aus Mamas, deshalb sprechen wir oft die Mütter unter Euch an, aber wir möchten natürlich niemanden ausschließen.
      Wir wünschen Dir ein schönes Wochenende.
      Viele Grüße,
      Julia von Babyartikel

      1. Ich denke die Frage war sarkastisch und zielte darauf ab, dass ihr ruhig die Diversität der möglichen Erziehung- & Bezugspersonen in euren Titel nennen könnt, damit nicht davon ausgegangen wird, dass Mama automatisch die ist, die sich mit der Trotzphase des Kindes rumschlägt

          1. Ich denke, wir sind alle alt genug um abstrahieren zu können, dass die Tipps trotz meist weiblicher Leserschaft auch die Papas wie uns betreffen. Wer das nicht schafft, sollte sich Gedanken machen, wo seine Phantasie geblieben ist :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert