SSW-Update: Unangenehmer Geruch (9. SSW)


15. April 2014

Es ist 8.40 Uhr. Thomas steht plötzlich neben mir und fragt mich: „Sag mal ist es Dir unangenehm, wenn ich Dir sage, dass Du müffelst?“ Pam! Das ist genau die Art von Frage, die eine Frau gerne früh am Morgen hören möchte. Ich schlucke und weiß nicht so Recht, was ich antworten soll. Natürlich ist es mir unangenehm, wenn ich stinke! Aber da ich möchte, dass wir uns immer die Wahrheit sagen, soll er solche Dinge auch aussprechen dürfen.

„Ich glaube, das liegt an der Schwangerschaft“, antworte ich unwirsch. „Ja sag es mir ruhig, denn ich merke es noch nicht einmal!“ Uff, wie peinlich. Wir sind jetzt zwar schon acht Jahre zusammen und wissen auch wie wir morgens nach dem Aufstehen – also in echt – aussehen, aber zu stinken, ohne es zu merken, ist echt blöd.

Für Thomas ist die Situation mindestens genauso unangenehm wie für mich. Er schlufft hinter mir her und denkt (so wie er schaut), dass ich wegen seiner Frage sauer bin. Ich versichere ihm, dass es völlig in Ordnung ist, mir so etwas zu sagen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass ich nicht müffeln will.

Ich befrage erst einmal das Internet – nach wenigen Klicks die Bestätigung. Die Hormonumstellung in der Schwangerschaft kann einerseits dazu führen, dass Schwangere mehr Körperflüssigkeiten ausscheiden. Dass sie mehr schwitzen. Andererseits ist es nicht unüblich, dass Schwangere intensiver/ anders riechen. Sehr nett ausgedrückt. Ich bin also nicht die einzige müffelnde Schwangere. So weit so gut, doch was kann ich dagegen machen?

Bislang duschte ich jeden Tag einmal. Eigentlich schon viel zu viel für die empfindliche Haut, die durch das tägliche, heiße Duschen und Einseifen belastet und ausgetrocknet wird (siehe „Zu häufig Duschen schadet der Haut“). Aber ich mag mich nicht an das Waschbecken stellen und mich umständlich mit einem Waschlappen reinigen. Dann lieber kurz unter das fließende Wasser und dabei das tolle Gefühl von wärmenden Wasserstrahlen auf der Haut genießen.

Doch einmal duschen und meine bisherige Körperhygiene reichen offensichtlich nicht mehr aus, zumindest im Moment nicht. Ich entschließe, mich von nun an in der zweiten Tageshälfte auf die Waschlappen-Methode zurück zu greifen (ausschließlich mit warmen Wasser). Außerdem entferne ich meine Haare jetzt noch akribischer, denn die Hautbakterien, die den Schweißgeruch überhaupt entstehen lassen, tummeln sich am Liebsten in Achselhaaren.

17. April 2014

Ich wechselte kurzerhand die Deo Marke, was nicht ganz einfach war, denn seit Jahren benutzte ich ein und dasselbe Produkt. Ich begab mich also auf die Suche nach einem neuen, wohlriechenden und wirksamen Deo, doch in der Drogerie wartete ein komplettes Regal auf mich. Das Durchlesen der Inhaltsstoffe und Beschreibungen dauerte eine halbe Ewigkeit, für die ich mein quengelndes Mädchen mit einem Obstriegel bestechen musste. Schließlich köderte mich das Balsam Deo von Seba Med: „Es bindet Geruchsstoffe und hemmt geruchsbildende Hautbakterien, ohne die natürliche Schweißbildung zu unterdrücken.“

Das Deo riecht super und in Kombination mit dem zweifachen, täglichen Waschen hilft es mir ungemein gegen die unangenehmen Schweißgerüche.

Meine Waffen gegen üble Gerüche :)

An Schweißgeruch in der ersten Schwangerschaft kann ich mich nicht erinnern, dafür an einen veränderten Geruch im Intimbereich. Ich wusch mich damals intensiver, um den Geruch loszuwerden, doch durch die übertriebene Hygiene mit normalem Duschgel, zerstörte ich die natürlich vorhandenen Bakterien in meiner Scheidenflora. So fing ich mir einen Infekt ein. Seitdem verwende ich nur noch spezielle Intim-Waschlotionen für den Intimbereich. Außerdem verzichte ich auf synthetische Unterwäsche, da diese Geruchsbildung fördert.

Diese Intimhygienevorkehrungen setzte ich bis zum heutigen Tage fort. Jetzt in der zweiten Schwangerschaft benutze ich zusätzlich Slipeinlagen ohne Duftstoffe und mit „Cotton Extract“, denn vor allem in den ersten Wochen nach der Befruchtung hatte ich vermehrten Ausfluss (übrigens ein Schwangerschaftsanzeichen) und dementsprechend Angst vor erneuten Gerüchen. Doch die Kombination aus Intim-Waschlotion, Unterwäsche mit natürlichen Fasern und Slipeinlagen sorgt dafür, dass ich auch „untenrum“ nicht müffele.

Den ultimativen Tipp gegen Schweißgeruch – Wechselduschen – habe ich Weichei erst wenige Male angewendet. Es heißt sie bringen nicht nur den „Kreislauf in Schwung, sondern eine kalte Dusche am Schluss sorge auch dafür, dass sich die Poren – auch die der Schweißdrüsen – zusammenziehen“ (siehe „Was gegen Schweißgeruch hilft“). Das klingt zwar einleuchtend, aber noch bin ich nicht tapfer genug, den Hebel bei jedem Duschgang auf eiskalt zu stellen. Brrrrr.

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