Wehen anregen

Wehen natürlich anregen und unterstützen


Das Wichtigste gleich zu Beginn: Es gibt leider keinen Startknopf, den man drücken kann, um Wehen anzuregen oder die Geburt zu starten. Nur 3-4% der Kinder kommen am errechneten Entbindungstermin zur Welt, die meisten Babys zwei Wochen vor oder nach dem Geburtstermin. Die folgenden Tipps können helfen, Wehen anzuregen – wenn Euer Baby eine Bereitschaft zeigt, das Licht der Welt zu erblicken.

1. Wehen fördern durch Bewegung

Auch wenn es gegen Ende der Schwangerschaft Euch nicht immer einfach fällt, versucht in Bewegung zu bleiben. Damit meine ich jetzt nicht Hochleistungssport, sondern schon täglich eine Stunde spazieren gehen hilft Euch, fit zu bleiben und Wehen zu fördern. Durch die aufrechte Position und das Bewegen Eures Beckens helft Ihr Eurem Baby, in die Startposition zu rutschen. Außerdem drückt der kindliche Kopf so auf den Muttermund, dies führt zu einer Ausschüttung des Hormons Oxytocin, das unter anderem für Wehen zuständig ist. Auch Bewegungsformen wie Hausarbeit oder Schwangerschaftsyoga können Wehen anstoßen.

2. Die Bauchmassage

Ihr könnt für die Bauchmassage etwas Mandelöl oder Euer Schwangerschaftsstreifen-Öl verwenden. Wenn Ihr mögt, mischt in das Mandelöl einen feinen Duft von Kräutern und Pflanzen bei. Anregend für die Gebärmutter sind Zimt-, Nelken-, Eisenwurz- oder Ingweröl. Bitte nicht zu viel Duftöl nehmen: Optimal sind 10 ml Mandelöl mit einem Teelöffel Duftöl. Ihr könnt Euch dabei gut entspannen, wenn die Massage Euer Partner durchführt, natürlich könnt Ihr aber auch selbst massieren. Massiert sanft mit kreisenden Bewegungen um den Bauchnabel, idealerweise im Uhrzeigersinn, da in diese Richtung der Darm verläuft und die Massage dadurch gleichzeitig verdauungsanregend wirkt.

3. Anregen durch Wärme

Wenn es Euch danach ist, kann auch ein schönes warmes Bad Wunder bewirken. Auch hier könnt Ihr wehenfördernde Kräuter verwenden, wie zum Beispiel Kampfer, Nelke, Ingwer, Eukalyptus, Eisenkraut oder Zimt. Vor allem wenn Ihr schon etwas Wehen habt, ist ein Bad wunderbar um herauszufinden, ob es nur Übungswehen sind oder echte Geburtswehen. Handelt es sich um Übungswehen, werden sie in der Badewanne sicher schwächer. Wenn es richtige Wehen sind, bleiben sie bestehen oder werden sogar stärker. Bitte achtet darauf, dass Ihr nicht zu heiß badet. Außerdem solltet Ihr niemals alleine in der Wohnung sein, da es im warmen Wasser zu Kreislaufproblemen kommen kann. Am besten sollte immer wieder jemand nach Euch schauen bzw. in Rufweite sein.

Drei weitere Tipps zum natürlichen Anregen und Unterstützen von Wehen möchte ich Euch in meinem nächsten Beitrag verraten. Außerdem geht es darin um häufig empfohlene Tipps, von denen ich kein Freund bin und Euch eher abrate.

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