Atemtechnik Geburt - richtiges Atmen bei Wehen

Atemtechnik bei der Geburt: Weniger Schmerzen durch richtiges Atmen


Schon während der Schwangerschaft solltest Du Dich auf die Geburt vorbereiten. Die richtige Atemtechnik hilft Dir, während der Geburt zu entspannen und den Geburtsvorgang so zu erleichtern. Unsere Hebamme Anna-Maria gibt Dir Tipps, wie Du die Atemtechnik optimal während der Wehen einsetzt und führt die Atemübungen zusammen mit Dir durch.

Atemtechnik bei der Geburt – Was bringt das?

Mit unserer Atmung steigern wir die Sauerstoffversorgung im Körper und lösen Anspannungen. Durch gezielte Atemtechniken, die Du z.B. im Geburtsvorbereitungskurs oder durch Yoga lernst, kannst Du einen positiven Einfluss auf Deine Schmerzen während der Geburt nehmen.

Wehen sind nichts anderes als Kontraktionen, also ein Zusammenziehen, der Gebärmutter. Auch die Bänder und alles um die Gebärmutter herum spannen sich während einer Wehe an. Das Ziel in der Eröffnungsphase, der ersten Phase der Geburt, ist also, durch die richtige Atemtechnik maximale Entspannung zu erreichen. Dadurch werden Gebärmutter, Bänder etc. gelockert und Du hast weniger Schmerzen.

Am Anfang kommen Dir die Übungen vielleicht etwas komisch vor, aber es ist wichtig, dass Du am Ball bleibst. Die richtige Atmung ist nämlich reine Übungssache. Je länger Du die Atmung übst, desto besser merkst Du den Effekt und auch die Unterschiede zwischen den verschiedenen Techniken.

Am besten fängst Du im zweiten Drittel Deiner Schwangerschaft mit täglichen Atemübungen à 10-15 Minuten an. Bis zur Geburt hast Du die Atemtechniken für die verschiedenen Phasen der Geburt dann komplett verinnerlicht und kannst sie automatisch abrufen.

Die richtige Atemtechnik in der Eröffnungsphase

Um die maximale Entspannung während dieser Phase zu erreichen, solltest Du auf eine regelmäßige Atmung achten. Die Gleichmäßigkeit führt zur Entspannung.

  1. Atme durch den Mund aus
  2. Atme durch die Nase ein
  3. Das Einatmen sollte genauso lange dauern wie das Ausatmen

Anna-Marias Tipp: Wenn die Wehe beginnt, starte zuerst mit dem Ausatmen. Wieso? Wenn wir bei steigender Anspannung einatmen, wird die Spannung noch stärker. Mit dem Ausatmen während der Wehe arbeitest Du gegen den Schmerz und sorgst für Entspannung während sich die Gebärmutter anspannt. Vielleicht kennst Du das Prinzip auch von den Kräftigungsübungen aus dem Fitnessstudio, bei denen Du während der Belastung ausatmest.

Anspannung und Entspannung durch Atmung regulieren

Zum Glück hat der Körper auch ein bisschen Nachsicht mit uns und es gibt zwischen den Wehen Pausen, in denen man ein wenig Kraft schöpfen kann. Die Anspannung durch die Wehe löst sich ab mit der Entspannung in der Wehenpause. Versuch diese Pausen wirklich zu nutzen und während dieser Zeit Kraft zu schöpfen. Konzentriere Dich auf die Wehenpausen, in denen Du durchatmen kannst, statt auf die Schmerzen während der Wehen.

Im Video zeigt Dir Anna-Maria, wie Du Deine Atmung richtig kontrollierst und die Wehenpausen für Dich nutzt. Im Anschluss empfehlen wir Dir das Video „Töne bei der Geburt“, in dem Anna-Maria auf die Kombination aus Atmung und Tönen eingeht. Finde heraus, welche Töne zur Entspannung beitragen und welche die Geburt eher erschweren.

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