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Babybrei Test bei Stiftung Warentest: Nur drei sind gut


Die Stiftung Warentest hat in ihrem aktuellen Babybrei Test verschiedene Getreide-Milch-Breie (auch bekannt als Abendbrei) für Babys geprüft. Insgesamt 19 Fertigmischungen zum Anrühren sowie Gläschen haben die Experten untersucht (Zeitschrift “Test”, Ausgabe 9/2019). Das ernüchternde Ergebnis: Nur drei Babybreie schnitten im Test mit der Endnote “Gut” ab.

Welcher Getreide-Milch-Brei Testsieger im Babybrei Test der Stiftung Warentest wurde – und welche Sorten Du Deinem Baby lieber nicht geben solltest, erfährst Du hier.

Babybrei Test der Stiftung Warentest: Was genau wurde untersucht?

Die Tester der Stiftung Warentest überprüften Brei-Pulver und -Gläschen unter anderem auf folgende Kriterien:

  • Entsprechen die Zutaten und deren Verhältnis den Richtlinien des Forschungsinstitus für Kinderernährung (FKE)?
  • Enthält die Brei-Mischung Schadstoffe?
  • Stimmen die Hinweise auf der Verpackung – zum Beispiel in Bezug auf die Zubereitung und die Altersempfehlung?

Auch der Einfluss auf die Geschmacksentwicklung des Babys spielte eine Rolle im Babybrei Test der Stiftung Warentest. Beispielsweise untersuchten die Prüfer, ob der Brei dazu führen kann, dass das Baby später eine Vorliebe für Süßes entwickelt. Im Test war dies bei einigen Produkten der Fall, die Fruchtpulver aus Äpfeln, Birnen oder Bananen enthielten.

Darüber hinaus überprüfte die Stiftung Warentest im Labor, ob Krankheitserreger nachgewiesen werden konnten. Ferner floss auch die Qualität der Verpackung in die Beurteilung der Babybreie mit ein.

Welches Produkt wurde Babybrei Testsieger?

Kaum zu glauben, aber wahr: Eine Abendbrei-Pulvermischung mit der Geschmacksnote “Kinderkeks” erzielte die Bestnote im Babybrei Test der Stiftung Warentest.

Die Top 3 Abendbreie im Test

PlatzierungNameTestnoteProdukt-Art
1Hipp Bio-Milchbrei Gute Nacht KinderkeksGUT (1,9)Pulver zum Anrühren
2dm Babylove Bio Milchbrei GrießGUT (2,1)Pulver zum Anrühren
3Alnatura Abendbrei Grießbrei purGUT (2,4)Gläschen

Positiv am Babybrei Testsieger bewertete die Stiftung Warentest den sehr geringen Zuckergehalt. Das scheint also auch bei dieser eher Baby-untypischen Geschmacksrichtung möglich zu sein.

Warum schnitten so viele Produkte im Babybrei Test schlecht ab?

An die 16 weiteren Babybreie im Test verteilte die Stiftung Warentest mehrfach die Noten “Befriedigend” und “Ausreichend”. Die Noten 5 oder 6 wurden glücklicherweise also nicht vergeben. Wir schließen daraus, dass kein getesteter Babybrei wirklich schädlich für Dein Baby ist, sofern Du ihn nicht täglich fütterst.

Einige Babybreie im Test wurden von den Experten der Stiftung Warentest allerdings abgewertet, weil sie entweder zu viel Zucker oder zu wenig wichtige Nährstoffe wie z.B. Eisen enthielten. In manchen Brei-Mischungen fanden die Tester außerdem Giftstoffe wie Arsen oder Chlorat, die nur knapp unter dem zulässigen Grenzwert für Beikost lagen.

Babybrei Test 2019 der Stiftung Warentest: Die Verlierer

Von diesen vier Baby-Fertigbreien rät die Stiftung Warentest ab:

NameNoteProdukt-Art
Rossmann Babydream Guten Abend Milchbrei Hafer-ApfelAusreichend (4,5)Pulver zum Anrühren
Bebivita Abendbrei KeksAusreichend (4,0)Gläschen
Rossmann Babydream Guten Abend Grießbrei VanilleAusreichend (3,7)Gläschen
Alete Abend-Milchbrei GrießbreiAusreichend (3,6)Pulver zum Anrühren

Hat die Stiftung Warentest auch Gemüsebrei getestet?

Im aktuellen Babybrei Test hat die Stiftung Warentest nur Getreidebreie getestet, die Du entweder zuhause selbst mit Milch anrührst oder die bereits fertig im Glas angemischt sind. Der aktuellste Gemüsebrei Test wurde von Ökotest durchgeführt – hier kannst Du die Ergebnisse nachlesen.

Ab wann darf ich Getreide-Milch-Brei füttern?

Die Gläschen und Pulver aus dem Babybrei Test der Stiftung Warentest sind für Babys ab dem 6. Monat geeignet. Das gilt natürlich genauso, wenn Du den Getreide-Milch-Brei für Dein Baby selbst kochst. Generell solltest Du Deinem Baby erst Brei geben, sobald es die Reifezeichen für Beikost zeigt – und es sollte eben nicht jünger als 5 Monate alt sein.

Tipp: Mach’ Dich nicht verrückt, solange Dein Baby gesund zunimmt. Viele Babys mögen anfangs keinen Brei oder essen nur wenige Löffel. Erst ab dem 7. Monat wird es immer wichtiger, dass Dein Baby neben Deiner Milch oder dem Fläschen auch feste Nahrung mit den richtigen Nährstoffen zu sich nimmt.

Mehr zum Thema Beikost und Babybrei erfährst Du in unseren Artikeln:

Welche Zutaten muss ein guter Getreide-Milch-Brei enthalten?

Als “Benchmark” für einen guten Babybrei orientierten sich die Experten der Stiftung Warentest an dem Nährstoffbedarf eines 6 Monate alten Babys. Der Getreide-Milch-Brei liefert dem Baby im Idealfall ausreichend Proteine, Kalzium, Fette und Vitamine. Diese Stoffe stammen im Abendbrei aus der Kuhmilch – hier ist es wichtig, dass Du pasteurisierte Vollmilch zum Anrühren verwendest, etwa 200 Milliliter gelten als geeignet für Babys im Beikost-Alter. Ob frisch oder als H-Milch ist egal. Alternativ kannst Du das Brei-Pulver auch mit Folgemilch zubereiten.

Getreideflocken im Abendbrei sollen helfen, Allergien vorzubeugen – und natürlich das Baby satt machen. Manche Sorten wie Hirse oder Hafer liefern zudem Eisen. Bei einigen Breien werden Nährstoffe wie Eisen oder Jod aber auch zugesetzt.

Eine kleine Portion Obst im Getreide-Milch-Brei ist grundsätzlich gut, weil es zusätzlich Vitamine liefert und den meisten Babys natürlich auch gut schmeckt. Der Fruchtzucker wird vom Körper anders verwertet als einfacher Industriezucker, wie er in einigen der negativ bewerteten Brei-Produkten zum Einsatz kommt.

Unser Fazit zum Babybrei-Test der Stiftung Warentest

Weil viele Fertig-Breimischungen mittelmäßig bis schlecht im Babybrei Test abgeschnitten haben, lautet unser Tipp: Lieber selbst kochen und nur ausnahmsweise zu Pulver oder Gläschen greifen.

Wenn Du den Getreide-Milch-Brei für Dein Baby selbst zubereitest, hast Du den vollen Überblick über alle Zutaten. Ob Grieß oder Haferflocken – oder welches Getreide Du sonst verwendest – die Kuhmilch oder auch das Obst schadstoffbelastet sind, weißt Du dann allerdings auch nicht sicher. Verwende am besten regionale Bio-Produkte, da diese streng kontrolliert werden.

Auch wichtig zu wissen: Solange Du nebenbei stillst und Dich gesund ernährst, muss Du Dir um den Milchbrei nicht so viele Gedanken machen, weil Dein Baby die wichtigsten Inhaltsstoffe sowieso noch aus Deiner Milch bekommt. Wichtiger ist im Beikost-Alter dann der Gemüsebrei und hin und wieder Fleisch für Dein Baby.

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