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Babybrei einfrieren: Die 7 häufigsten Fehler – und wie Du sie vermeidest

Du hast Dich dazu entschlossen, den Babybrei für Deinen kleinen Schatz selbst zu kochen — und möchtest ihn jetzt auf Vorrat einfrieren? Das ist super praktisch, allerdings gibt es beim Brei einfrieren einige wichtige Dinge zu beachten. In diesem Artikel erkläre ich Dir, was Du beim Babybrei einfrieren, auftauen und erwärmen so alles falsch machen kannst — und, wie es richtig geht.

Warum Babybrei einfrieren?

Vielleicht fragst Du Dich, wieso Du den Babybrei überhaupt einfrieren sollst, schließlich kannst Du ihn auch jeden Tag frisch zubereiten. Natürlich kannst Du das, die meisten Mütter haben aber schlichtweg keine Zeit, täglich drei Breimahlzeiten frisch zuzubereiten. Deshalb ist das Einfrieren eine sehr gute Alternative, um trotz Zeitdruck eigene gekochte und gesunde Breie anzubieten und nicht auf Fertigbreie ausweichen zu müssen.

Brei einfrieren: Die 7 häufigsten Fehler

 

Folgende Fehler solltest Du beim Einfrieren von Babybrei vermeiden:

1. Kleine Portionen kochen

Um trotz Einfrieren nicht dennoch ständig am Herd zu stehen, macht es Sinn, gleich eine größere Menge an Brei zuzubereiten und anschließend auf Vorrat einzufrieren. Bei der 5- bis 10-fachen Menge hast Du so einige Tage brei-kochfrei.

2. Die Hygiene außen vor lassen

Das A und O beim Babynahrung einfrieren ist die Sauberkeit! Verwende bei der Zubereitung des Breis nur frische Lebensmittel und achte darauf, dass alle Schüsseln, Schälchen und Co. absolut sauber sind. Rohes Fleisch bitte nicht auf dem Gemüsebrettchen und mit dem Gemüsemesser schneiden, damit Keime nicht übertragen werden.

3. Die falschen Gefäße verwenden

Achte darauf, dass die Becher zum Einfrieren geeignet sind und sich fest verschließen lassen.

  • Genau die richtige Portionsgröße haben beispielsweise die Babybrei Einfrierbehälter von Philips Avent.
  • Kleinere Portionen (gerade für den Anfang) kannst Du gut in Eiswürfelbehältern einfrieren – falls es zu Gefrierbrand kommen sollte, die angefrorenen Würfel zukünftig lieber anschließend in Gefriertüten geben.
  • Auch luftdicht verschließbare Tupperdosen eignen sich natürlich zum Einfrieren. Verwende keine Gläser oder Dosen, die sich nicht luftdicht verschießen lassen.

Da sich Lebensmittel beim Einfrieren etwas ausdehnen, solltest Du die Behälter nicht komplett bis unter den Rand füllen, sondern noch etwas Platz lassen.

4. Bei Raumtemperatur stehen lassen

Um Vitaminverluste und eine Keimvermehrung zu vermeiden, solltest Du den gerade zubereiteten Brei schnell herunterkühlen, indem Du ihn beispielsweise in der kalten Jahreszeit nach draußen oder die Becher in kaltes Wasser stellst, und anschließend sofort einfrieren.

5. Fleisch und Gemüse zusammen einfrieren

Da Babys nicht täglich Fleisch essen sollten, ist es sinnvoll, Brei und Fleisch getrennt einzufrieren oder die Hälfte der Breimenge mit Fleisch und die andere ohne Fleisch zuzubereiten.

Die empfohlenen 30g Fleisch passen beispielsweise perfekt in zwei Eiswürfelbehälter und können dann einfach dem aufgetauten Brei hinzugefügt werden.

6. Brei zu lange lagern

Hast Du Dich schon gefragt, wie lange der eingefrorene Babybrei haltbar ist? Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst, lagere ihn nicht zu lange.

  • Eingefrorener Brei sollte bei einer Temperatur von -18 Grad innerhalb von zwei Monaten verbraucht werden.
  • Aufgetauter Brei darf nicht wieder eingefroren werden und sollte innerhalb von 24 Stunden verzehrt werden.

7. Das Öl mit einfrieren

Das Öl (z.B. Rapsöl), das zur besseren Vitaminaufnahme in den Brei gehört, bitte erst nach dem Auftauen dazugeben, da der Geschmack und die Konsistenz des Breies durch das gefrorene Öl verändert werden können.

Babybrei einfrieren: Die wichtigsten Fragen beantwortet

Welche Brei-Zutaten eignen sich zum Einfrieren?

Du kannst zwischen sämtlichen Obst und Gemüse zum Einfrieren wählen, da alles möglich ist, egal ob Paprika, Möhre, Kohlrabi, Pastinake, Kürbis oder auch Apfel, Birne, Erdbeere, Blaubeere oder Banane.

Kann ich Babybrei mit Kartoffeln einfrieren?

Einige wenige Babys stört es allerdings, wenn Kartoffeln im Brei enthalten sind, da die Konsistenz des Breis durch die in der Kartoffel enthaltene Stärke beim Auftauen verändert wird.

Probiere einfach aus, ob Dein Schatz den Brei trotz aufgetauter Kartoffeln gerne isst. Falls nicht, schmeckt es ihn vielleicht besser, wenn Du noch etwas Milch zum Brei gibst oder tatsächlich erst nach dem Auftauen eine frische Kartoffel dazugibst. Manchmal bringt es schon etwas, wenn Du die Kartoffel nicht ganz so klein wie den restlichen Brei pürierst und beispielsweise nur mit einer Gabel zerstampfst.

Was muss ich beim Mittagsbrei einfrieren beachten?

Ebenfalls lässt sich Getreide wie Haferflocken oder Reis gut einfrieren und natürlich auch Fleisch und Fisch. Sogar Tiefkühlgemüse kannst Du ohne Probleme zu Brei verarbeiten und wieder einfrieren.

Rote Beete und Spinat solltest Du deinem Schatz dagegen nur frisch geben, da beide viel Nitrat enthalten, welches durch falsche Lagerung oder Erhitzung des Breis zu Nitrit werden kann. Zu viel Nitrit wiederum kann zu Sauerstoffmangel führen und für Säuglinge im schlimmsten Fall sogar tödlich enden.

Den Mittagsbrei mit Gemüse und den Nachmittagsbrei mit Obst kannst Du also bis auf Spinat und Rote Beete ohne Bedenken einfrieren.

Darf ich auch den Milchbrei einfrieren?

Eine Ausnahme stellt der Abendbrei mit Milch dar, da sich Keime in warmer Milch schnell vermehren können. Außerdem ist der Brei sehr schnell zubereitet, weshalb Du diesen lieber frisch kochen und nicht einfrieren solltest.

Babybrei Auftauen und Erwärmen: Was Du beachten solltest

Auch beim Auftauen und Erwärmen von Babybrei gibt es Einiges zu beachten:

Brei auftauen: Möglichst hygienisch

  • Um das Wachstum schädlicher Mikroorganismen zu hemmen, solltest Du den Brei erst kurz vor dem Erhitzen aus dem Gefrierschrank nehmen und ihn anschließend gleich erwärmen. Dies dauert natürlich deutlich länger, als wenn der Brei bereits vollständig aufgetaut ist.
  • Viele Mütter nehmen den Brei am Abend vorher aus dem Gefrierschrank und stellen ihn in den Kühlschrank. Das kannst Du machen, wenn es am nächsten Tag schnell gehen muss. Denke aber daran, dass das Bakterienwachstum durch das Einfrieren nur gestoppt wird und es durch das langsame Auftauen zu einer weiteren Vermehrung von Mikroorganismen kommen kann.
  • Lass den Babybrei lieber nicht bei Zimmertemperatur oder im warmen Wasserbad auftauen, da sich Keime so schneller vermehren.

Brei erwärmen: Vitamine erhalten

Beim Babybrei erwärmen scheiden sich die Geister. Fakt ist, dass der Nährstoffverlust durch das Erhitzen in etwa überall gleich ist.

  • Beim Erhitzen in der Mikrowelle besteht die Gefahr, dass sich das Baby beim Essen verbrennt, da der Brei nur ungleichmäßig aufgewärmt wird. Deshalb vorher unbedingt gründlich umrühren und probieren!  Außerdem überhitzt der Brei schnell, so gehen wertvolle Nährstoffe verloren.
  • Achte außerdem darauf, dass die Breibehälter beim Erwärmen in der Mikrowelle nicht aus Melamin bestehen, da sie beim Erhitzen gesundheitsgefährdende Stoffe an den Brei abgeben können.
  • Andere sind strikt dagegen und nehmen lieber den Kochtopf . Auch hierbei ist wichtig: Lass den Brei nicht aufkochen, denn bei hohen Temperaturen gehen viele Vitamine kaputt.
  • Schonender erhitzen lässt sich der Brei im heißen Wasserbad (beispielsweise in praktischen Babykostwärmern).
  • Der Vorteil des Erwärmens im Babykostwärmer oder im Wasserbad gegenüber dem Kochtopf ist neben dem Erhalt der Vitamine, dass der Brei nicht so leicht anbrennt.

Übrigens: Vielen Babys macht es gar nichts aus, wenn der Gemüse- oder Obstbrei nur zimmerwarm temperiert ist. Probiere einfach aus, was Dein Kind am liebsten mag und was es verträgt.

Ich hoffe, dass Dir die vielen Tipps und Tricks zum Thema Babybrei einfrieren und auftauen weiterhelfen konnten und Du zukünftig vielleicht auch auf selbstgemachten Brei umsteigst ;-)

Bildnachweis: © pavel siamionov/ Fotolia.com.

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