Babyglück Update: 17 Wochen // 4 Monate zu viert


Wieder ist ein Monat vorüber. Taavi vier Wochen älter. Ein paar Zentimeter größer, einige Gramm schwerer. Aber nicht nur daran, dass ich immer mehr zu klein gewordene Sachen von ihm aussortieren muss, merke ich, dass er wieder gewachsen ist. Er entwickelt sich so rasend schnell, wird immer mobiler, entdeckt, erforscht und spielt. Ist kein kleines Mini-Baby mehr, sondern bereits jetzt dabei, eine eigene kleine Persönlichkeit zu werden, die uns jeden Tag so glücklich macht. Sobald er einen von uns sieht, strahlt er über beide Ohren. Genau wie sein großer Bruder ist er so herzlich, freundlich und lieb. Ich sehe in seine Augen und habe das Gefühl, diese kleine Seele schon immer zu kennen. Dieses Menschlein, das uns verzaubert und zum Lachen bringt. Als ob es nie anders war.

Und auch wenn die letzten Wochen teilweise anstrengend waren und ich ab und zu an meine Grenzen gestoßen bin, so bin ich auch jeden Tag dankbar für dieses Glück, dass wir mit unseren zwei wunderbaren Jungs haben. Denn sie sind wirklich das größte Geschenk und auch wenn es mir mal nicht so gut geht, muss ich sie nur ansehen, am Ende eines langen Tages, wenn sie friedlich schlummern und vergesse alles, was mich geärgert oder traurig gemacht hat.

17 Wochen Baby sein

Lieblingsbeschäftigung: Erzählen, brabbeln, guggeln und in hohen Tönen quietschen. Alles, was ich greifen kann, in den Mund stecken und darauf rumkauen und ansabbern, besonders meine Hände und Daumen oder Fanfan, das Reh. Auf dem Rücken liegend den Popo ganz weit in die Höhe strecken und mir die Socken von den Füßen ziehen oder versuchen, sie in den Mund zu nehmen. Mich ständig auf den Bauch drehen und auf den Armen aufstützend durch die Gegend schauen. Ganz viel herum getragen werden, um alles aufmerksam zu beobachten und immer ganz nah dabei zu sein.

Das mag ich gar nicht: Zu lange auf dem Bauch liegen, wenn ich mich umgedreht habe, weil ich es noch nicht schaffe, mich wieder zurück auf den Rücken zu drehen. Dann werde ich motzig und fange an, zu schimpfen. Außerdem alleine aufzuwachen und niemanden zu sehen. Dann fange ich an, zu weinen und hoffe, dass ganz schnell jemand kommt und mich auf den Arm nimmt.

Was ich schon erlebt habe: Das erste Mal mit Mama, Papa und Mika-Flynn im Schwimmbad gewesen und bis zum Bauchnabel im Wasser geplantscht. Papas Geburtstag gefeiert. Die zweite Impfung und U4 beim Kinderarzt hinter mich gebracht. Dabei wog ich schon 6.700 Gramm und war 64 cm groß. Das findet Mama ziemlich spannend, denn mein großer Bruder, der bei seiner Geburt 500g leichter und 3 cm kleiner war, war bei der U4 damals dafür schon 65,5 cm groß und 7 kg schwer.

Das kann ich schon: Mich vom Rücken auf den Bauch drehen und nun auch auf den Armen aufstützen. Nach Dingen greifen und sie festhalten. Mich eine Weile alleine beschäftigen, spielen, Sachen beobachten und sehr, sehr aufmerksam sein und die Welt um mich herum mit großen Augen erkunden.

17 Wochen Eltern sein von zwei Kindern

Neue Erkenntnisse: Gelassenheit bringt mehr, als Hektik und Unruhe. Ist Mama genervt, spüren das auch die Kinder und drehen dann erst recht auf und werden knatschig und bockig. Mit Worten erreicht man mehr, als mit Schimpfen (eh klar, oder?).

Schreckmoment: Gab es keinen.

Dafür fehlt die Zeit: Für’s Übliche. Haushalt, ausmisten, putzen. Es bleibt immer etwas liegen und wirklich fertig wird man nie. Ich sollte lernen, mir nicht mehr zu viel auf die To-Do-Liste zu setzen, weil ich doch immer etwas frustriert bin, wenn ich dann am Ende des Tages nicht mal die Hälfte von dem geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe. Wieso hat der Tag auch nicht mehr als 24 Stunden?!

Das war blöd: Meine Nerven waren in den letzten Wochen etwas dünn. Zu wenig Sonne, Sehnsucht nach dem Frühling, innere Unzufriedenheit. Manchmal war ich zu leicht reizbar, genervt und wurde vor Allem Mika-Flynn gegenüber zu schnell laut, wenn er nicht hören wollte und mich geärgert hat. Auch Yannick bekam meine Launen zu oft ab, wenn er abends nach Hause kam. Dabei hasse ich es, zu streiten. Vor allem über Dinge, die es nicht wert sind, sich darüber aufzuregen.

Glücklichster Moment: Trotzdem gab es auch viele glückliche Momente. Unser erster Besuch zu viert im Schwimmbad, Mika-Flynn ausgelassen mit seinem Papa toben zu sehen, Taavis erstaunter Blick, als wir mit ihm ins Wasser gegangen sind. Ausgelassenes Rumalbern und lustige Morgen am Wochenende mit gemeinsamem Frühstück, Musik hören, Tanzen und lachen. Meine zwei Jungs miteinander zu beobachten und zu sehen, dass Mika-Flynn auch sehr lieb und einfühlsam zu Taavi sein kann, wenn er will.

Nächte/Schlaf: Es gab tatsächlich zwei Nächte, in denen Taavi in den letzten Wochen so gut wie durchgeschlafen hat. Damit meine ich fünf Stunden am Stück, was für mich als Durchschlafen zählt. Das waren allerdings Ausnahmen, denn die vergangenen Tage war ich nachts wieder öfter wach, weil Taavi sehr unruhig war und schlecht geschlafen hat. Er hatte keinen Hunger und wollte auch nicht nuckeln, war aber nur am Zappeln und Nörgeln. Und ich wurde dadurch jedes Mal aus dem nicht allzu tiefen Schlaf gerissen. Vielleicht sind es die Zähne oder er wächst. Oder er verarbeitet das neu Erlernte und den Tag.

Morgens wird er dann so gegen sieben Uhr oder eher wach (sobald die Sonne aufgeht und ins Schlafzimmer scheint) und fängt munter an, zu erzählen. Ich döse dann meistens noch ein bisschen und wenn ich Glück habe, schläft Taavi dann auch nochmal für eine Runde und wir kuscheln, bis wir gemeinsam aufstehen.

Tagsüber schläft er auch noch relativ oft. Meistens morgens, wenn ich mich fertig mache und nachdem wir Mika-Flynn aus dem Kindergarten abgeholt haben und er auf der Rückfahrt im Maxi-Cosi eingeschlafen ist. Wenn ich ihn nachmittags in die Trage setze, um mit Mika-Flynn zu spielen oder etwas im Haushalt zu machen, schläft er dabei ebenfalls ab und zu ein.

Darauf freuen wir uns: Auf wärmere Tage und den Frühling. Mehr Zeit draußen zu verbringen, Spielplatzbesuche und Waldspaziergänge. Auf freie Tage über Ostern und Familienzeit zu viert.

Das macht Mama und Papa glücklich: Dinge erledigt zu bekommen. Zu backen. Mit meinen Jungs zu spielen, zu kuscheln. Aber auch mal etwas Zeit nur für mich zu haben. Z.B. beim Laufen. Dabei kann ich abschalten und vergesse den Alltagsstress. Oder wenn Yannick mir die Jungs abnimmt und mit ihnen einkaufen geht und ich dann ein paar ruhige Minuten habe. Allgemein, dass er mich neben seiner Arbeit noch so viel zu Hause unterstützt, mir hilft und mich entlastet.

Meine Babyglück Updates

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