Babyglück Update: 26 Wochen // 6 Monate zu viert


Ein halbes Jahr. Wirklich?! Fassen kann ich es irgendwie immer noch nicht so richtig, wie schnell die letzten sechs Monate nun vergangen sind. Ich meine, ein halbes Jahr! Nochmal genau so lange und mein Baby ist schon eins! Dabei lag er doch gerade eben noch ganz frisch geschlüpft in meinen Armen…Hallo Zeit, ich glaube manchmal, du willst mir einen Streich spielen, indem du rast und rast und rast…

Inzwischen ist aus diesem winzigen Neugeborenen ein gar nicht mehr so kleiner, aufgeweckter und unglaublich knuffiger Wirbelwind geworden, der uns ziemlich auf Trab hält. Kaum noch etwas ist vor ihm sicher, jeden Tag lernt er etwas Neues, entdeckt die Welt und würde wohl am liebsten schon all das können, was sein großer Bruder kann. Groß ist das Gemecker, wenn er feststellt, dass er eben doch noch etwas zu klein ist, um mit ihm toben, rennen und spielen zu können. Noch größer, wenn ihm lautstark verkündet wird, dass er nicht mit den Autos, den Straßenschienen, usw. spielen darf, weil Mika-Flynn von Teilen aktuell nicht so viel hält. Ich bin gespannt, wie sich das entwickelt. Und ob das schon Vorboten der ersten Geschwisterstreits sind…Bis auf diese Besitzansprüche geht es zwischen den Beiden aber meistens noch relativ harmonisch zu. Außer, dass Mika-Flynn eben immer noch nicht ganz versteht, dass er es mit einem Baby und keinem Gleichaltrigen zu tun hat. Aber wie war das? Kleine Geschwister sind von Anfang an härter im Nehmen und robuster, um mit den Kuschel-, Knutsch- und (Er)Drück-Attacken besser umgehen zu können? Sonst würde Taavi wohl kaum fröhlich lachen, wenn Mika-Flynn auf seinem Bauch sitzend “Hoppe, hoppe Reiter” spielt, oder? Hach ja, diese Geschwisterliebe…

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26 Wochen Baby sein

Lieblingsbeschäftigung: Durch die Gegend robben und das so schnell es geht. Wenn ich etwas entdeckt habe, versuche ich wie besessen, dorthin zu kommen, um es mir zu schnappen und es sofort in den Mund zu stecken. Egal, was ich zu fassen kriege, alles wird genüsslich angesabbert, angekaut und als Zahnungshilfe benutzt. Denn von denen habe ich inzwischen schon drei Stück. Den ersten haben Mama und Papa vor zwei Wochen entdeckt. Nur ein paar Tage später dann Nr. 2 und 3. Wann wohl die nächsten zu sehen sind?

Damit kann ich nun auch schon richtig toll die leckeren Mais- und Dinkelwaffeln mümmeln, oder Bananen, die ich ganz besonders gerne mag. Ich darf nun nämlich immer mehr probieren und selber essen, was super klappt, weil ich mittlerweile auch schon im Hochstuhl sitzen kann. Doch am liebsten trinke ich noch immer Mamas Milch. Vor Allem, wenn ich quengelig bin oder mich meine Zähnchen plagen, kann ich dabei so schön zur Ruhe kommen und einschlafen.

Das mag ich gar nicht: Wenn man mir Dinge wegnimmt, die ich mir gerade mühsam erkämpft und geschnappt habe, egal, was es ist. Die Autos von meinem Bruder sind doch so toll! Genauso wie die bunten Kabel, die hier teilweise auf dem Boden liegen und die ich so gerne annage. Ich verstehe gar nicht, warum Mama und Papa immer schimpfen, wenn ich sie wieder mal entdeckt habe.

Was ich schon erlebt habe: Mit meinem Bruder gemeinsam im Kinderwagen gefahren, auf dem Spielplatz geschaukelt, den Wald erkundet, mir von der Sonne die Nase kitzeln lassen, leckere Sachen probiert, Maifest im Kindergarten gefeiert, Eis essen gewesen (ich durfte aber nur zugucken…wie gemein, dabei hätte ich so gerne auch probiert!),…

Das kann ich schon: Neben dem mich selbst Hinsetzen und Robben, kann ich auch immer besser krabbeln. Vielmehr ist es eher eine Mischung aus Beidem. Zwei, drei Krabbelzüge, dann wird es wieder anstrengend, ich lasse mich auf den Bauch plumpsen und ziehe mich mit den Armen vorwärts, robbe und schiebe mich von A nach B. Und dann wieder ab auf die Knie, mit dem Popo vor und zurück gewippt, Schwung geholt und wieder ein paar Krabbler. Gerne stelle ich mich dabei auch auf die Füße, so als ob ich gleich los sprinten möchte. Und vermutlich müssen Mama und Papa bald die Matratze meines Bettes runter stellen, weil ich am liebsten schon über die Gitterstäbe klettern würde. Es dauert wohl nicht mehr lange, bis ich mich endlich überall hochziehen kann.

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26 Wochen Eltern sein von zwei Kindern

Neue Erkenntnisse: Beim zweiten Kind verpufft die Zeit förmlich. Es geht wirklich alles noch so viel schneller, als beim ersten. Und sobald das Zweite ins Entdeckeralter kommt, mobil wird und die Wohnung unsicher macht, schafft man nichts mehr. Denn schließlich wollen nun zwei Kinder rund um die Uhr bespaßt werden, Taavi kann ich nicht mehr aus den Augen lassen oder mal kurz auf seine Krabbeldecke legen, um schnell etwas zu erledigen. Da liegt er nämlich nicht lange…

Schläft das eine Kind gerade oder macht Mittagsschlaf, ist das andere wach und umgekehrt. Ich muss mir zweimal überlegen, was ich anfange, weil ich weiß, dass ich es vermutlich sowieso nicht an einem Stück zu Ende bringen kann.

Und was ist eigentlich Zeitmanagement? Schafft man das mit einem trotzigen Kleinkind, dass sich grundsätzlich nie anziehen und fertig machen lassen will, wenn man das Haus verlassen möchte (“Ich muss noch spielen!”, “Ich muss noch Autos mitnehmen!” “Nein, den Pullover mag ich nicht anziehen!”) und einem kleinen Baby überhaupt?

Schreckmoment: Morgens aufzuwachen und das Baby putzmunter am Fußende des Bettes vorzufinden. Yannick hatte ihm nach dem Aufstehen bereits die Windel gewechselt und den Schlafsack ausgelassen, was Taavi gleich zum Anlass nahm, um seine Krabbelübungen ins Bett zu verlegen. Blöd nur, wenn Mama dabei wieder eindöst und davon nichts mitbekommt…

Dafür fehlt die Zeit: Zum Backen, Aufräumen, Putzen, Bloggen, To-Do-Listen bewältigen, Dinge für Vater- und Muttertag vorbereiten, so wie ich mir das vorstelle…Der Perfektionist in mir muss immer mal wieder inne halten und tief durchatmen…

Das war blöd: Sich nach der letzten auskurierten Erkältung gleich die nächste einzufangen, eine angeknackste Rippe vom Husten und sich dadurch kaum bewegen können. Ganz toll, wenn man sein Baby ständig tragen muss, aber wirklich jede kleinste Bewegung unglaublich schmerzt. Ich bin wirklich nicht wehleidig und jammere ungern, aber das war die Hölle. Ich hasse es, eingeschränkt zu sein und nicht so tun und machen zu können, wie ich mir das vorstelle. Das wirkt sich dann auch auf meine Stimmung und Laune aus. Sowieso war ich in den letzten Wochen sehr ausgelaugt, müde, kraftlos und hatte unglaubliche Sehnsucht nach wärmeren Temperaturen, dem Frühling, Sonne und draußen sein.

Glücklichster Moment: Jeder neue Entwicklungsschritt von Taavi freut uns riesig. Krabbeln, sitzen, brabbeln und erzählen. Der erste Zahn, das erste Mal etwas Richtiges zu essen – die letzten Wochen waren so spannend. Auch beim zweiten Kind verlieren diese Ereignisse nicht an ihrem Zauber und machen happy.

Jeden Morgen aufzuwachen und in diese freundlichen, riesigen Kulleraugen zu blicken, die mich anstrahlen. Das ist pures Glück.

Und ruhige Momente nur mit Mika-Flynn, exklusive Zeit mit ihm allein. Denn in den letzten Wochen kam das leider etwas zu kurz. Umso bewusster genieße ich sie.

Nächte/Schlaf: Relativ unverändert, Taavi schläft weiterhin nachts bei uns im Bett oder Babybay und wird in der Regel alle 2-4 Stunden wach. Das ist ganz unterschiedlich. In den letzten Tagen war sein Schlaf und dadurch auch meiner, sehr unruhig. Vermutlich, weil ihn die Zähne ärgern und er aktuell auch schubt. Er zappelt dann, quengelt etwas und es dauert eine Weile, bis er wieder tief schläft. Bin ich dann erstmal wach, finde ich natürlich auch nicht mehr richtig in den Schlaf. Morgens wacht er meistens auf, wenn die Sonne ins Schlafzimmer scheint und da wir keine Verdunklung haben, ist er so zwischen 6 und 7 Uhr munter.

Tagsüber sind seine Schlafphasen sehr wenig geworden. Er ist wirklich viel wach und es kann auch schonmal vorkommen, dass er den ganzen Nachmittag nicht schläft. Oder allerhöchstens für eine halbe Stunde. Wenn er beim Stillen eindöst und ich ihn in sein Bett im Kinderzimmer lege, wacht er auch oft nach kurzer Zeit wieder auf. Es ist aber ja auch alles viel spannender, als zu schlafen. Man könnte schließlich etwas verpassen.

Wenn er dann doch müde wird, merkt man das daran, dass er quengelig wird. Was aber nicht bedeutet, dass er dann auch gleich einschläft…Wenn gar nichts mehr hilft, setzen wir ihn in seinen Maxi-Cosi, um ihn zu wippen, bis er eingeschlafen ist.

Darauf freuen wir uns: Auf viele schöne und warme Frühlingstage im Freien, gemeinsame Feiertage, Familienzeit und Ausflüge und den ersten Sommerurlaub zu viert, der auch bald bevorsteht.

Das macht Mama und Papa glücklich: Kleine Auszeiten. Für Yannick war das, über Vatertag nach Norddeutschland zu fahren und den Tag mit seinen Kumpels zu verbringen. Oder aber auch mal ganz in Ruhe Fußball zu schauen. Für mich ist das die Zeit, in der ich alleine laufen gehen kann. Oder wenn ich am Wochenende mal länger schlafen darf, weil Yannick mit den Jungs aufsteht.

Ich freue mich, wenn ich etwas, das ich mir vorgenommen habe, fertig machen und am Ende des Tages ein paar Häkchen auf der To-Do-Liste abhaken kann.

Glücklich machen mich außerdem der Frühling, die lauen Abende auf dem Balkon in den letzten Tagen, Wärme auf der Haut, die ersten Sommersprossen und ganz viel Eis aus der Lieblingseisdiele.

Meine Babyglück-Updates:

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