Babyglück Update: 8 Wochen zu viert


Bei anderen Bloggern bereits vor der Schwangerschaft mit Taavi oft gesehen, fand ich die Idee der Babyglück-Posts und des regelmäßigen Updates über die Entwicklung des Babys nach der Geburt so toll, dass ich damals schon wusste, dass ich das beim zweiten Kind auch gerne so festhalten möchte. Leider fehlt mir oft die Zeit, die Erinnerungs- und Babyalben für meine zwei Jungs auf dem neusten Stand zu halten, aber so schreibe ich dann zumindest schonmal die wichtigsten Dinge und Schritte auf, die ich mir dann immer wieder in Erinnerung rufen kann. Ich hoffe, ihr lest die Babyglück-Posts genauso gerne und freut euch nun über das erste Update von Taavis ersten acht Wochen auf dieser Welt. Ab sofort halte ich euch dann gerne in regelmäßigen Abständen auf dem Laufenden.

8 Wochen Baby sein

Lieblingsbeschäftigung: Auf dem Boden auf der Krabbeldecke liegen und dabei ganz viel strampeln, schauen, erzählen, schäkern und lachen. Dabei kommen immer öfter kleine Jauchzer, Glugser, Guggles, Quietschlaute und immer mehr Töne heraus. Immer wacher gucken und durch die Gegend schauen, Punkte fixieren und lange anstarren. Mama und Papa mit Blicken verfolgen. An den Händen nuckeln und dabei ganz laut schmatzen. Kommen etwa die ersten Zähne? Ganz viel getragen werden, am liebsten bei Mama im Tragetuch oder in der Trage. Kuscheln, schmusen und schnuffeln. Tagsüber im großen Gitterbett im Kinderzimmer schlafen. Nachts bei Mama und Papa im Familienbett.

Das mag ich gar nicht: Flach auf dem Rücken in der Wiege liegen und dabei nicht sehen können, was um mich herum passiert. Wenn mein großer Bruder zu stürmisch und laut ist und mich damit erschreckt. Oder mir mal wieder eine Kopfnuss gibt, weil er mir einen feuchten Schmatzer quer über das Gesicht geben möchte. Dabei meint er es doch nur gut und hat mich wirklich schrecklich doll lieb. Wenn Mama schwer verdauliche Sachen, wie Kohl und zu viel Knoblauch isst. Vollgepupste und nasse Windeln. Dafür freunde ich mich langsam mit dem Schnuller an und behalte ihn immer länger im Mund oder schlafe damit sogar ein.

Was ich schon erlebt habe: Auf dem Laternenfest vom großen Bruder gewesen (da war ich gerade eine Woche alt). Den 18. Geburtstag der Tante gefeiert. Mit Mama und dem großen Bruder beim Kinderarzt zur U3 gewesen (am 15.12. wog ich dort 5.200g und war 57cm groß). Plätzchen gebacken. Viel Spazieren und mit Mika-Flynn und Papa auf dem Spielplatz gewesen. Mein erstes Weihnachten und Silvester gefeiert. Zusammen mit Mama das erste Mal bei Oma übernachtet.

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8 Wochen Eltern sein von zwei Kindern

Neue Erkenntnisse: Zeitmanagement klappt mit zwei kleinen Kindern nur bedingt. Einiges bleibt liegen und es müssen Prioritäten gesetzt werden, was wirklich wichtig ist und erledigt werden muss. Das Haus zu verlassen, dauert mit zwei Kindern doppelt so lange. Dass Einkaufen alleine mit zwei Kindern gar nicht so schwer ist, weil Mika-Flynn dabei scheinbar besser hören kann, als wenn Yannick und ich zusammen mit den Kids gehen. Dass so ein Maxi-Cosi irgendwie ganz schön schwer ist und man sich ziemlich abmühen muss, ihn samt Baby die Treppe in den zweiten Stock hochzuschleppen. Aber so langsam bekomme ich Übung. Und Armmuskeln. Dass Mika-Flynn manchmal auch gerne wieder Baby sein möchte und mehr Aufmerksamkeit braucht, als vor Taavis Geburt (er will seinen Schnuller wieder öfter, mag nicht alleine einschlafen, kommt inzwischen fast jede Nacht zu uns ins Bett,… Aber all das gestehen wir ihm zu.). Und dass man beim zweiten Kind mit Allem viel lockerer umgeht. Taavi schläft am liebsten auf dem Bauch. Also darf er das. Den Schlafsack findet er noch ziemlich blöd. Also wird er eben zugedeckt. Wir lassen uns nicht mehr verrückt machen, sondern hören gleich auf unser Bauchgefühl.

Schreckmoment: Als Mika-Flynn aus Versehen die Wiege umgerissen hat, weil er Taavi zum Abschied einen Kuss geben wollte. Zum Glück ist das Gestell so in sich zusammen geklappt, dass das Bettchen mit Taavi darin ganz sanft herunter gerutscht und ihm Gott sei Dank nichts passiert ist. Aber der Schock saß im ersten Moment wirklich tief und ich habe geheult, wie ein Schlosshund. Auch Mika-Flynn war ziemlich erschrocken und es tat ihm furchtbar leid, was man daran gemerkt hat, dass er danach noch lange sehr betrübt davon erzählt hat.

Dafür fehlt die Zeit: Für Kleinigkeiten, wie lesen, aufwändiger kochen, bloggen,…Aufräumen, Papierkram sortieren, E-Mails beantworten.

Das war blöd: Streit über Unwichtiges und Kleinigkeiten. Manchmal gehen die Hormone noch mit mir durch und ich mache aus einer Mücke einen Elefanten. Hinterher tut es mir dann natürlich sofort schrecklich leid. Sowieso war ich gerade in den ersten Tagen nach der Geburt sehr nah am Wasser gebaut. Manchmal kamen die Tränen ohne definierbaren Grund. Und kurze Zeit später war ich dann wieder der glücklichste Mensch auf Erden. Mittlerweile hat sich das zum Glück etwas gelegt.

Glücklichster Moment: So viele. Jeder Moment, in dem Mika-Flynn mit Taavi kuschelt. Ich meine drei Männer miteinander sehe. Taavi mich mit großen, wachen Augen ansieht und gluckst und lacht. Das erste Weihnachtsfest mit zwei Kindern. Das Strahlen und die pure Freude an diesem Tag in Mika-Flynns Augen, der neugierige und wache Blick von Taavi. Die wichtigsten Menschen um uns zu haben und die Zeit miteinander zu genießen. Und an Silvester das wunderschöne Jahr Revue passieren zu lassen und dabei unsere zwei bezaubernden Jungs beim Schlafen zu beobachten. Dankbar und sehr erfüllt.

Nächte/Schlaf: Würde ich die Zeit nutzen und mich schlafen legen, wenn Taavi so ab 23 Uhr eingeschlafen ist, wären sie sicher noch entspannter. Aber ich Nachteule sitze ja lieber noch am Laptop und versuche in dieser Zeit etwas zu schaffen. Taavi schläft dann gerne mal drei Stunden oder länger am Stück. Trotzdem kann ich mich eigentlich nicht beschweren. Wach wird er dann so ab 2 Uhr meistens alle zwei Stunden, was ich aber im Halbschlaf gar nicht richtig wahrnehme und meistens noch während des Stillens wieder einschlafe. Ich merke dann nur, dass Taavi unruhiger wird und anfängt zu zappeln und zu wühlen. Er schläft meistens auf meinem Bauch oder dicht neben mir, je nachdem, wie ich ihn zuletzt gestillt habe. Dabei schlafe ich dann meistens wieder ein. Ich genieße seine Nähe, auch wenn er manchmal etwas zappelig und unruhig ist und mich dann natürlich damit auch wieder wach macht. Dennoch fühle ich mich am nächsten Morgen relativ ausgeruht. Yannick bekommt so gut wie nichts davon mit, wenn Taavi wach wird, weil ich es meistens sofort merke und ihn dann anlege

Darauf freuen wir uns: Wenn die Jungs mehr miteinander anfangen können und Taavi so viel wahrnehmen kann, dass er mit Mika-Flynn „spielen“ kann. Auf den Frühling und darauf, draußen wieder mehr machen zu können. Und ich freue mich, nun nach der Rückbildung bald wieder richtig mit dem Laufen starten und mir dadurch zwischendurch etwas Zeit für mich gönnen zu können.

Das macht Mama und Papa glücklich: In Ruhe duschen zu können. Kaffee, der nicht bereits kalt geworden ist, weil man vergessen hat, ihn zu trinken. Ein Abendessen, bei dem keines der Kinder nörgelt oder weint und man sich sogar unterhalten kann. Wenn Taavi bei Yannick im Arm einschläft und sie miteinander kuscheln. Dass Mika-Flynn kaum eifersüchtig und so bemüht um seinen kleinen Bruder ist, ihn ständig herzen, knuddeln und küssen möchte. Wenn Taavi uns mit seinen großen Augen anstrahlt und dabei vor Freude gluckst. Mich macht das so glücklich, dass ich dabei jedes Mal glasige Augen bekomme. Ich schmelze auch dahin, wenn er mich beim Stillen beobachtet oder dabei einschläft und aussieht, wie ein Püppchen mit seinen endlos langen Wimpern. Und wenn Mika-Flynn sich zu mir und seinem kleinen Bruder auf’s Sofa setzt und wir zu dritt kuscheln.

 

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