Baby-Update: 21 Wochen // 5 Monate zu viert


Mein gar nicht mehr so kleines Baby ist nun schon fünf Monate alt. Seit fünf Monaten sind wir zu viert. Eltern von zwei Kindern. Den bezauberndsten kleinen Jungs, die ich mir hätte wünschen können. Es ist nicht immer einfach, öfters stressig, laut und hektisch, aber mindestens genauso wunderschön und toll. Und wenn mir doch mal alles überm Kopf zusammen wächst, muss ich mich nur kurz besinnen, meine Zwei ganz feste knuddeln, an ihnen schnuffeln und es geht mir gleich wieder besser.

Fünf Monate Taavi. Und auch beim zweiten Kind freut man sich über jeden Entwicklungsschritt und Meilenstein genauso, wie beim ersten. Nur kurz, nachdem er gelernt hat, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen, klappte es auch schon andersrum. Seit zwei Wochen bewegt er sich nun rollend fort und es ist fast nichts mehr vor ihm sicher. Die letzten Tage geht er sogar in den “Kopfstand”, drückt seinen Popo ganz fest in die Höhe und versucht, sich mit den Füßen abzudrücken, um nach vorne zu kommen. Vom Robben sind wir wohl nicht mehr weit entfernt. Ich muss regelmäßig die Spielsachen, die Mika-Flynn auf dem Fußboden verteilt, einsammeln und wegräumen, damit Taavi sie sich nicht schnappt. Erklärt mal einem Dreijährigen, dass er nicht alles liegen lassen kann, weil sein kleiner Bruder sich sonst daran verschlucken könnte. Er zeigt zwar Verständnis, aber keine fünf Minuten später liegen die nächsten Sachen verstreut auf dem Boden…Das kann noch was werden…

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21 Wochen Baby sein

Lieblingsbeschäftigung: Strahlen, lachen, jauchzen, gugglen. Immer mehr neue Töne werden ausprobiert. Tiefes “Röhren” und auch ziemlich lautes Quietschen und Kreischen. Letzteres macht besonders viel Spaß. Am liebsten früh morgens, damit auch wirklich alle wach werden und wissen, dass ich nicht mehr müde bin, sondern lieber unterhalten werden möchte. Dann hole ich ganz tief Luft und gebe alles, so laut ich kann. Das macht ja soo viel Spaß!

Ich kann aber auch ganz leise sein. Auf meiner Krabbeldecke auf dem Bauch liegend alles um mich herum bestaunen und ganz lange betrachten. Die Decke, die Bilder an der Wand, meine Hände. Doch am liebsten rolle ich durch die Gegend, um von A nach B zu kommen und mir das zu schnappen, was ich erspäht habe. Wenn ich es dann geschafft habe, muss es sofort in den Mund. Egal, was es ist. Alles wird abgenuckelt und angesabbert. Spielzeugautos vom großen Bruder mag ich besonders gern. Ansonsten tut es auch meine Raschel-Knister-Schepper-Katze oder mein Oball. Ich kann mich schon ganz wunderbar mit mir alleine beschäftigen und spielen. Und es gibt ja so viel zu entdecken!

Das geht auch gut in der Trage. Denn am liebsten bin ich sowieso überall ganz nah dabei. Ob auf dem Schoß oder auf dem Arm, da hat man einfach den besten Überblick.

Bald darf ich dann auch das erste Mal Beikost probieren. Mittlerweile klaue ich meinen Eltern nämlich mit den Augen das Essen von der Gabel, schmatze dabei ganz wild und imitiere ihr Kauen. Mama glaubt auch, dass ich so langsam bereit bin.

Das mag ich gar nicht: Wenn ich mich rollend fortbewege und dann an einem Tisch- oder Stuhlbein oder dem Sessel ankomme und es nicht weiter geht. Auch mit aller Kraft nicht. Jedes Mal muss mich Mama wieder aus dieser Lage retten und ich finde das ziemlich blöd. Auch, dass ich mich noch nicht richtig hinsetzen kann, ist Mist. Selbst wenn ich mich noch so sehr anstrenge mit meinen Sit-Ups, will es noch nicht klappen.

Ich finde es auch nicht lustig, wenn ich wach bin und Mama mich ins Bett oder die Wiege legt, weil sie duschen gehen möchte. Alleine sein ist einfach doof. Ich muss sehen oder hören, dass noch jemand im Raum ist.

Was ich schon erlebt habe: Die erste lange Autofahrt in den Norden zu Oma und Opa hinter mich gebracht und dabei fast die ganze Zeit geschlafen (die Rückfahrt fand ich dann nicht ganz so toll und hatte überhaupt keine Lust, nur im Maxi-Cosi zu sitzen). Das erste Mal Ostern gefeiert. Meine zwei anderen Tanten und Cousins kennen gelernt. Das erste Mal Zug und noch besser: Schiff gefahren! Dabei kam ich aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Das kann ich schon: Vom Rücken auf den Bauch und wieder zurück drehen. Rollen, mich vorwärts schieben und beinahe robben. Strampeln und mit den Beinen poltern, als ob ich gleich loslaufen würde. Viele bunte und ziemlich laute Töne von mir geben. Mich auf den Armen und Händen aufstützen und meinen Kopf ganz weit in die Höhe recken, um möglichst viel zu sehen. Alles greifen, was in der Nähe liegt und mir schnappen. Und dann sofort ab in den Mund damit.

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21 Wochen Eltern sein von zwei Kindern

Neue Erkenntnisse: Als Mama krank sein mit Kleinkind und Baby ist der größte Mist. Wir haben wirklich jede Erkältung mitgenommen, die ging. Erst die Jungs, die ihren blöden Polterhusten ewig nicht loswurden und am Ende dann ich. Drei Tage war ich wirklich ausgeknockt und ziemlich fertig. Aber das interessiert ein kleines Baby natürlich nicht und auch das große Kind möchte irgendwie unterhalten werden. Also Zähne zusammen beißen und irgendwie den Tag überstehen. Drei Kreuze machen, wenn der Mann Feierabend hat und man sich zumindest etwas entspannen kann. Toitoitoi, dass es das jetzt mit diesen blöden Viren erstmal war.

Außerdem mal wieder festgestellt: Beim Zweiten ist man tatsächlich irgendwie gelassener, als beim ersten Kind. Zumindest geht es mir so. Wollte ich Mika-Flynn als Baby eigentlich keine Sekunde abgeben, fällt es mir bei Taavi leichter, wenn mal jemand anderes sich um ihn kümmert oder aufpasst. Ich glaube, ich weiß instinktiv noch besser, was ihm gut tut und womit er sich wohl fühlt und kann deswegen einfacher “loslassen”.

Schreckmoment: Gab es keinen.

Dafür fehlt die Zeit: Für den Haushalt, die Wäsche, gründliches Putzen und ausgiebige Vorbereitungen für Ostern (ohne sie in purem Stress ausarten zu lassen). Mein Zeitmanagement ist aktuell auch ziemlich für die Tonne. Und daran muss sich was ändern. Im Moment bin ich um 12 Uhr gerade mal mit Frühstück und Duschen fertig und bereit Mika-Flynn vom Kindergarten abzuholen, was daran liegt, dass ich mit Taavi auch gerne mal noch etwas länger im Bett liegen bleibe und nicht so recht in die Gänge kommen mag. Mein Plan ist es, jetzt wo es morgens wieder heller ist und das Aufstehen (hoffentlich) leichter fällt, spätestens um 9 Uhr mit allem fertig zu sein. Vielleicht sollte ich dafür aber auch evtl. mal eher schlafen gehen und nicht bis Mitten in der Nacht Blogposts tippen…(aber wann sonst, wenn nicht dann?)

Das war blöd: Dauererkältungen und dadurch schwindende Kräfte. Das Gefühl, ausgelaugt und kaputt zu sein, dadurch auch unmotiviert und frustriert. Die Sehnsucht nach Frühling war auch ganz groß. Endlich wieder raus gehen können, ohne sich dick einzupacken und ohne zu frieren.

Streit über Kleinigkeiten, unnötige Hektik und dadurch entstehender Stress, z.B., wenn man zu viert irgendwo hin möchte, die Kinder aber von unseren Plänen nicht so viel halten. Besonders Mika-Flynn stellt sich da im Moment ziemlich gerne quer, will nicht aufstehen, sich nicht anziehen,…

Glücklichster Moment: Unser erster kleiner Familienausflug nach Hamburg. Nur wir vier. Die staunenden Gesichter der Jungs beim Zug- und Schifffahren. Und ganz viel Familienzeit. Es war teilweise anstrengend (Baby den ganzen Tag in der Trage, ein Kleinkind, das ständig weg rennt), aber dennoch war ich am Ende des Tages selig und dankbar.

Und die Ostereier-Suche und Freude von Mika-Flynn dabei. Pures Glück in seinen Augen und ganz viel Spaß.

Nächte/Schlaf: Relativ unverändert. Stillabstände von 2-3 Stunden, manchmal auch etwas länger, sind aktuell normal. Oft hat er gar keinen Hunger, sondern will einfach nur nuckeln. Ich wache dann nur kurz auf, docke ihn an und schlafe meistens wieder ein. Gegen 6 Uhr wird er dann in letzter Zeit ziemlich unruhig, zappelt und bewegt sich viel, was auch mich nicht mehr ruhig schlafen lässt. Ich döse dann, so lange es geht.

Tagsüber ist er immer länger wach, schläft vormittags nochmal kurz und ab und zu nachmittags. Aber meistens nicht länger als eine halbe Stunde.

Darauf freuen wir uns: Auf immer wärmer werdende Tage, viele Spielplatz- und Eisdielenbesuche, Feiertage und Zeit zu viert. Auf den Frühling und Sommer und unseren Urlaub Anfang Juli.

Das macht Mama und Papa glücklich: Unser 8-Jähriges zu “feiern”. Und kleine Auszeiten zu zweit. Im Osterurlaub bei der Schwiegerfamilie hat Yannick mich beim Laufen begleitet, während die Kids bei Oma und Opa geblieben sind und wir waren das erste Mal seit Taavis Geburt alleine essen. Relativ spontan und auch nur für knapp zwei Stunden (in zehn Minuten wären wir wieder zu Hause gewesen), aber es tat gut, auch mal nur als Paar etwas zu machen. Das kommt aktuell wirklich etwas zu kurz, dabei ist es so wichtig für die Beziehung. Deswegen werden wir uns auch auf jeden Fall nach einem Babysitter umsehen, wenn Taavi noch etwas älter ist und nicht mehr ausschließlich gestillt wird.

Genauso wichtig sind auch kleine Auszeiten nur für sich selbst. Yannick war wohl richtig glücklich, endlich sein Geburtstagsgeschenk seiner besten Kumpels einzulösen und ein Wochenende mit ihnen zu verbringen, um gemeinsam ins Stadion zu seiner Lieblingsmannschaft zu gehen, die dann auch noch haushoch gewonnen hat.

Mich macht es schon happy, endlich wieder laufen gehen zu können, ohne dass mich die Erkältung einschränkt und an alten Zeiten arbeiten zu können. Und dass es abends so lange hell und endlich wieder wärmer ist. Sonne auf der Nase und die ersten Sommersprossen sind Dinge, die mich glücklich machen.

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