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Babylätzchen: Welche die besten sind – und worauf Du beim Kauf achten musst


Kommt in jeder Erstausstattungsliste vor – und das aus gutem Grund: Lätzchen sind für jede Familie mit Baby und/oder Kleinkind ein absolutes Muss. Im Beikostalter landet nicht jeder Löffel dort, wo er hin soll – umso wichtiger ist es, Babys Kleidung zu schützen. Vom Ärmel-Lätzchen über das Silikon-Lätzchen bis hin zum Lätzchen mit Auffangschale: Ich stelle hier die verschiedenen Babylätzchen-Varianten vor und gehe auch auf ihre jeweiligen Vor- und Nachteile ein. Außerdem erfährst Du selbstverständlich welche Lätzchen die besten 🥇 sind. Last but not least gebe ich zusätzlich noch meine ganz persönlichen Lätzchen-Erfahrungen preis.

Welche Lätzchen für Neugeborene?

Lätzchen für Neugeborene? Die essen doch noch gar keinen Brei! Stimmt, essen sie nicht. Aber stattdessen trinken sie in kurzen Abständen, machen anschließend ein Bäuerchen und dabei landet immer wieder auch aufgestoßene Milch auf der Kleidung. Hier sind Bandanas eine gute Lösung. Sie halten übrigens nicht nur Milch vom Strampler fern sondern auch Speichel – ein großes Thema, sobald die ersten Zähnchen kommen. Praktischer Zusatznutzen der Bandanas: Während des Spaziergangs halten sie Babys Hals schön warm.

Welche Babylätzchen gibt es?

Neben den oben schon erwähnten Bandanas für Säuglinge gibt es zahlreiche Lätzchen-Varianten, die im Beikostalter hilfreich sind. Sie unterscheiden sich in punkto Verschluss, Material und Größe. Ich stelle hier kurz die wichtigsten vor:

Klettlätzchen

Klettlätzchen haben einen Klettverschluss im Nacken und bestehen meistens aus Baumwolle oder einem Baumwoll-Mischgewebe.

Vorteile:

 
  • Das Lätzchen ist schnell an- und abgelegt. Das freut auch kleine Essanfänger, die nach vollendeter Brei-Schlacht das Klettlätzchen ganz einfach selbst ausziehen können.
  • maschinenwaschbar bei min. 40 Grad

Sale

Nachteil:

  • Klett hat die Angewohnheit nach häufigem Waschen zu fusseln. Mein Tipp: Klettverschluss schließen, bevor das Lätzchen in die Waschmaschine wandert. Sollten sich doch einmal Fusseln ansammeln, bekommst Du sie mit einem engmaschigen Kamm wieder aus dem Verschluss.

Schlupflätzchen

Schlupflätzchen haben eine (dehnbare) Öffnung für den Kopf und sind oft etwas größer. Auch sie bestehen in der Regel aus Baumwolle bzw. einem Baumwoll-Mix und dürfen somit in die Waschmaschine.

Vorteil:

  • Kinder, die sich das Klett-Lätzchen während des Essens nonstop selbst ausziehen, sind mit einem Schlupflätzchen besser bedient – hier müssen Mama oder Papa ran, wenn es ums Ausziehen geht.
  • maschinenwaschbar bei min. 40 Grad

Nachteil:

  • Die Öffnung hat eine Universal-Größe. Allerdings ist nicht jeder Baby-Hals gleich. Mein Tipp: Kundenbewertungen checken und nachlesen, wie zufrieden die Käufer:innen mit der Passgenauigkeit sind.

Bindelätzchen

Vorteil:

Bindelätzchen sind der Klassiker unter den Babylätzchen. Sie bestehen wie Klett- und Schlupflätzchen (zum größten Teil) aus Baumwolle und werden im Nacken zugebunden.

Nachteil:

  • Binden kostet Zeit und Babys und Kleinkinder sind meistens ungeduldige Tischgenossen.
  • Kordeln, Schnüre und Bänder bergen Risiken. Lass Dein Kind mit einem Bindelätzchen am Hals nicht unbeaufsichtigt.

Silikonlätzchen

Silikon-Lätzchen sind gleichzeitig Lätzchen mit Auffangschale. In dieser landen kleine Kleckereien – nach dem Essen kannst Du die Schale einfach ausleeren. Außerdem praktisch: Silikon-Lätzchen sind wasserdicht.

Vorteil:

  • Die Silikon-Lätzchen sind abwischbar und anschließend wieder einsatzbereit. Alternativ lassen sie sich auch in der Spülmaschine reinigen
  • Krümel und Co. landen nicht so leicht auf dem Boden
  • Im Nacken werden die Lätzchen mittels Knöpfen befestigt – hier kann man die richtige Größe aus mehreren Größen auswählen

Nachteil:

  • Ich habe intensiv nach Nachteilen gesucht und dafür Kundenbewertungen und Blogs durchsucht. Fündig wurde hier ich nicht. Die meisten Nutzer sind begeistert. Ich selbst muss allerdings gestehen, dass ich trotz langjähriger Lätzchen-Erfahrung Silikon-Lätzchen nur sehr begrenzt eingesetzt habe. Der Grund dafür: Mein damals 2-jähriger Sohn fand die Auffangschale bzw. den Blick auf deren Inhalt „eklig“.

Ärmellätzchen

Auch hier gibt der Name einen eindeutigen Hinweis. Ärmellätzchen schützen nicht nur Babys Brust vor Kleckereien sondern auch die Ärmel. Häufig (aber nicht immer) ist die Innenseite der Ärmellätzchen folienbeschichtet – somit ist das Lätzchen dann auch weitgehend wasserdicht.

Vorteil:

  • auch die Ärmel bleiben sauber

Nachteil:

  • etwas umständlicher an- und auszuziehen
  • schränken die Bewegungsfreiheit ein
  • im Sommer unter Umständen zu warm

Folienlätzchen

Alle bis hierhin genannten Varianten gibt es auch mit einer Rückseite aus Folie.

Vorteil:

  • Die Folie sorgt dafür, dass das Lätzchen im Grunde genommen wasserdicht ist. Dein Kind leert sich die Hälfte seines Getränks über den Latz? Nicht schlimm, der Pulli bleibt mit einem Folienlätzchen trotzdem weitgehend trocken.

Nachteil:

  • Folien-beschichtete Lätzchen sind nicht so heiß waschbar wie Babylätzchen aus Baumwolle. Das ist ein nicht ganz unwichtiger Aspekt, denn Flecken aus Babykleidung zu entfernen kann herausfordernd sein.

Welches Lätzchen ist das beste?

Hierauf eine eindeutige Antwort zu geben, ist schwer. Babys und Kleinkinder sind verschieden. Einige kommen mit Silikon-Lätzchen ganz wunderbar klar, andere ekeln sich vor dem Inhalt der Auffangschale. Einige lassen das Klett-Lätzchen anstandslos an, andere machen ein Spiel daraus, sich im 10-Sekunden-Takt das Lätzchen vom Leib zu reißen. Mein Tipp an dieser Stelle: Kaufe nicht gleich den 10er-Pack, sondern erstmal ein oder zwei Lätzchen und schaue, wie Dein Kind damit klar kommt. Wenn alles passt, könnt Ihr immer noch die entsprechende Variante nachkaufen.

Übrigens: Ökotest hat vor einiger Zeit Lätzchen getestet. Besonders kritisch beäugt haben die Tester die Kriterien der Saugfähigkeit und der Materialzusammensetzung. Rund die Hälfte der damals getesteten Modelle schnitt gut ab. Der Test ist allerdings schon etwas in die Jahre gekommen und die damals überprüften Lätzchen haben bereits Nachfolge-Modellen Platz gemacht.

🛒Das hilft bei der Kaufentscheidung

  • Lätzchen sollten bei min. 40 Grad waschbar sein
  • Dickes, saugfähiges Material (z.B. Baumwoll-Frottee) hält Nässe gut von der Kleidung fern – alternativ kommt eine Folienbeschichtung infrage
  • Lätzchen nicht zu klein wählen (für Kleinkinder die „Riesen“-Variante nehmen)

Wie oft muss man Lätzchen wechseln?

Die Antwort auf diese Frage lautet: „Sehr oft!“. Es soll natürlich sehr reinliche Babys und Kleinkinder geben, die niemals in ihr Essen patschen oder just for fun die Suppe wieder aus dem Mund laufen lassen. Meine Kinder gehörten nicht zu dieser seltenen Spezies. Ein Babylätzchen hielt meist ein bis zwei Mahlzeiten stand – je nachdem, was auf dem Speiseplan 🥣 stand oder in welcher Tagesform die Kinder jeweils waren. Einen ausreichend großen Vorrat an Babylätzchen zu Hause zu haben, bietet sich also in jedem Fall an.

Welche Marke nehme ich bloß?

Diesbezüglich hast Du die Qual der Wahl. Das Angebot von Lätzchen auf dem Markt ist riesig. Im gut sortierten Fachhandel bekommst Du z.B. Marken-Lätzchen von Lässig oder Wörner. Möbel-Gigant Ikea hat ebenso Lätzchen im Sortiment wie die Drogeriemärkte DM und Rossmann. Ich hatte zur Babyzeit meiner Kinder immer mehrere Lätzchen unterschiedlicher Marken im Einsatz.

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