Einnistungsblutung

Die Einnistungsblutung (Nidation)


Die Einnistungsblutung (medizinisch Nidation genannt) ist ein deutliches Schwangerschaftsanzeichen. Die befruchtete Eizelle verursacht kleine Schäden am Gewebe und löst dadurch eine Blutung aus.

Manche Frauen verwechseln die Einnistungs- oder Nidationsblutung allerdings mit der normalen Menstruationsblutung, wenn der Zeitpunkt der Befruchtung nicht genau bekannt ist. Verschiedene Merkmale können helfen, eine Einnistungsblutung von der Periode zu unterscheiden.

Was ist die Einnistungsblutung?

Nach der Befruchtung wandert das Ei durch den Eileiter in Richtung Gebärmutter, um sich dort einzunisten. Diesen Vorgang nennt man auch Nidation. Das befruchtete Ei legt sich an die Gebärmutterschleimhaut und dringt dann in die Gebärmutterwand ein. Durch das Eindringen können kleine Blutgefäße verletzt werden, was manchmal zu einer kleinen Blutung führt.

Wann kommt es zur Einnistungsblutung?

Das erste Anheften, also das Anlegen an die Gebärmutterschleimhaut, beginnt circa fünf bis sechs Tage nach der Befruchtung. Die Nidation (medizinisch auch Implantation genannt) ist etwa zwölf Tage nach der Befruchtung vollständig abgeschlossen. Zur Einnistungsblutung kann es am Ende dieses Vorgangs kommen, circa zwischen dem achten und zwölften Tag nach der Befruchtung.

Wie stark ist die Einnistungsblutung?

Die Einnistungsblutung ist sehr schwach und im Regelfall nicht mit der Periode zu verwechseln. Oft passiert die Blutung nur im Inneren, sodass die Frau davon gar nichts merkt. Manchmal kann es vorkommen, dass eine kleine Menge Blut nach außen gelangt. Diese Blutung ist hellrot und von der Stärke ähnlich einer Schmierblutung. Also keinesfalls zu vergleichen mit der Blutung bei der Periode.

Wie lange dauert die Einnistungsblutung?

Durch die Einnistung werden nur ganz kleine Gefäße verletzt, sodass die Einnistungsblutung in der Regel ein bis zwei Tage andauert. Sollte die Blutung länger anhalten oder mit Schmerzen und Krämpfen verbunden sein, empfiehlt sich eine Untersuchung beim Gynäkologen.

Einnistungsblutung oder Periode?

Blutung ist nicht gleich Blutung. Die Einnistungsblutung lässt sich anhand einiger Merkmale von der Periode unterscheiden:

  1. Die Periode beginnt 14 Tage nach dem Eisprung. Bei einer Blutung, die zu einem früheren Zeitpunkt auftritt, handelt es sich sehr wahrscheinlich um eine Nidationssblutung.
  2. Ebenso kann die Stärke der Blutung aussagekräftig sein. Die Periode nimmt anfangs zu und ist eine recht starke Blutung. Eine Einnistungsblutung hingegen ist leicht und wird auch im Verlauf nicht stärker.
  3. Dauert die Blutung länger als zwei Tage an, so muss man von der Periode ausgehen. Die Nidationsblutung dauert nur ein bis zwei Tage.
  4. Bei der Periode wird die Gebärmutterschleimhaut abgestoßen und das Blut ist dunkelrot bis braun. Da bei der Einnistung kleine Gefäße verletzt werden, die dann bluten, ist das Blut bei der Nidationsblutung hellrot.
  5. Die Periode ist oftmals mit Schmerzen und Krämpfen verbunden. Die Einnistungsblutung hingegen verursacht keine Schmerzen.

Ist eine Einnistungsblutung gefährlich?

Nein, eine Einnistungsblutung ist nicht gefährlich. Sie hat auch keine Folgen für den weiteren Verlauf der Schwangerschaft. Und dennoch macht eine Blutung im ersten Moment natürlich Angst. Viele Frauen, die sich ein Kind wünschen und auf eine Schwangerschaft hoffen, denken bei einer Blutung direkt an das Schlimmste. Gedanken an eine drohende Fehlgeburt schießen durch den Kopf.

Kein Grund zur Sorge

Die Mehrzahl der Schwangerschaftstest liefert ein sicheres Ergebnis ab Ausbleiben der Periode, also 14 Tage nach dem Eisprung. Allerdings gibt es immer mehr sogenannte Frühtests auf dem Markt, die eine Schwangerschaft nur wenige Tage nach dem Eisprung anzeigen. Folglich kann die Frau zum Zeitpunkt der Nidationsblutung bereits von der Schwangerschaft wissen. Doch solange die Blutung nicht stark und nach zwei Tagen vorbei ist, besteht kein Grund zur Sorge.

Bestätigt die Einnistungsblutung eine Schwangerschaft?

Die vermeintliche Einnistungsblutung kann aber auch andere Ursachen haben. Zyklusschwankungen oder Stress können zu Zwischenblutungen führen, die nicht auf eine Empfängnis hindeuten. Andererseits kann man eine Schwangerschaft anhand einer fehlenden Nidationsblutung aber auch nicht ausschließen.

Wann zum Arzt?

Wenn es sich nicht sicher um die Periode handelt, sollte man sich von einem Arzt untersuchen lassen. Wenn eine Schwangerschaft besteht ist es wichtig, sich diese bestätigen zu lassen. Der Arzt überprüft, ob sich das Ei an der richtigen Stelle eingenistet hat und bestimmt den Zeitpunkt der Empfängnis. Außerdem ist es wichtig, den weiteren Verlauf der Schwangerschaft ärztlich zu überwachen.

Ein Termin beim Arzt ist ratsam

Auch wenn der Schwangerschaftstest negativ war ist ein Termin beim Gynäkologen ratsam. Eventuell wurde der Test zu früh angewandt und die Schwangerschaft konnte noch nicht nachgewiesen werden. Falls tatsächlich keine Schwangerschaft besteht muss die Ursache für die Blutung gefunden werden. In seltenen Fällen können auch ernsthafte Erkrankungen dahinter stecken.

6 Kommentare zu “Die Einnistungsblutung (Nidation)

  1. Ich hatte wahrscheinlich letzt Woche Dienstag meinen Eisprung und habe jetzt hellrote Blutung aber nur ganz leicht kann es eine Einnistung sein?

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