Geburtsverletzungen: Dammriss vs. Dammschnitt


Was heilt besser – Dammriss oder Dammschnitt? Bei manchen Geburten kann es zu Geburtsverletzungen kommen. Grundsätzlich heilt ein Dammriss besser als ein Dammschnitt, da meist wenig Nerven und Blutgefäße verletzt werden. In manchen Fällen (z.B. Saugglockengeburt, bei sehr großem Kind) muss allerdings ein Dammschnitt gemacht werden. Beide Verletzungen oder auch Abschürfungen an den Schamlippen oder in der Scheide werden nach der Geburt in Lokalanästhesie oder in PDA (wenn Ihr unter der Geburt eine hattet) genäht.

Wie lange dauert die Heilung von Dammriss bzw. Dammschnitt?

Nach ungefähr 4 Tagen hält die Naht schon gut zusammen. Nach ungefähr 10 Tagen besteht eigentlich keine Gefahr mehr.

Was kann ich tun, um die Heilung zu fördern?

  • Kühlen: Durch das Kühlen wird eine eventuell auftretende Schwellung verringert. Außerdem wirkt die Kälte schmerzlindernd. Zum Kühlen könnt Ihr euch einen Coolpack in ein Tuch einwickeln oder eine Binde mit Wasser füllen und einfrieren. Bitte nie direkt auf die Haut!
  • Abspülen: Sehr angenehm ist es, wenn Ihr Euch nach jedem Toilettengang mit warmen Wasser den Scheidenbereich abspült. Gerne könnt Ihr auch ein Bidet oder die Dusche benutzen. Danach tupft den Bereich vorsichtig trocken.
  • Binden oft wechseln: Wechselt zusätzlich bei jedem Toilettengang eure Binden. Diese sollten anfangs gut luftdurchlässig sein, also keine Plastikbeschichtung an der Unterseite enthalten.
  • Druckentlastung: Setzt euch so wenig wie möglich. Versucht viel zu liegen oder auch mal zu stehen. Durch die Entlastung wird das Gewebe besser durchblutet und heilt somit besser.
  • Fäden ziehen: Vielleicht spürt Ihr beim Sitzen auch nach 4-5 Tagen ein Spannungsgefühl oder Pieken. Hier kann es sinnvoll sein, wenn Euch die Hebamme einen oder Fäden löst. Dieser Vorgang tut den allermeisten Frauen nicht weh und sie können danach wieder viel besser sitzen und laufen. Die restlichen Fäden lösen sich etwa nach 2-3 Wochen von selbst auf.

Falls Ihr trotz der o.g. Tipps noch Probleme habt, fragt Eure Hebamme nach weiteren Tipps. Sie hilft Euch gerne.

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