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Mozzarella in der Schwangerschaft: Diese Einschränkungen solltest Du kennen


Du bist schwanger und plötzlich ist das Lebensmittelangebot im Supermarkt ein Dschungel aus Dos und Don’ts? Besonders beim Thema Käse scheiden sich die Geister. Rohmilchkäse? Lieber nicht. Aber wie sieht es eigentlich mit Mozzarella in der Schwangerschaft aus? 

Im Jahr 2021 lag die Produktionsmenge von Mozzarella in Deutschland bei stolzen 229.280 Tonnen, zusätzlich wurden 152.320 Tonnen schnittfester Mozzarella hergestellt. Kein Wunder, denn der als „fior di latte“ bekannte Käse gehört zu den absoluten Favoriten auf deutschen Esstischen. Doch darfst Du diesen Leckerbissen auch in der Schwangerschaft verzehren? 

In diesem Beitrag kläre ich alle Unklarheiten und biete Dir praktische Tipps für einen unbesorgten Genuss von Mozzarella in der Schwangerschaft. Lies weiter und entdecke, worauf Du achten solltest! 

Entwarnung: Grundsätzlich ist Mozzarella in der Schwangerschaft erlaubt

Die gute Nachricht vorweg: Nicht jeder Mozzarella ist in der Schwangerschaft tabu. Während der klassische Büffelmozzarella in manchen Fällen noch aus Rohmilch hergestellt wird und den Du daher in dieser besonderen Lebensphase meiden solltest, gibt es viele Alternativen, die Du ohne Bedenken genießen kannst.  

Die Gefahr bei Rohmilchprodukten liegt in möglichen Keimen wie Listerien oder Salmonellen, die besonders für Schwangere und das ungeborene Kind riskant sind.  

Doch zum Glück gibt es Alternativen: Die meisten Mozzarella-Sorten im Supermarkt bestehen aus pasteurisierter Kuhmilch. Das Pasteurisieren tötet gesundheitsgefährdende Keime ab, sodass dieser Mozzarella für Schwangere als unbedenklich gilt.  

 

Babyprodukte im Sale
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Achte beim Einkauf des Mozzarellas immer auf das Etikett. Sichere Produkte findest Du in den meisten Supermärkten. In der Zutatenliste muss vermerkt sein, ob der Käse aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde oder nicht.

Welche Regeln gelten für welche Sorten Mozzarella in der Schwangerschaft?

👉 Verpackter Kuhmilch-Mozzarella

Normaler, in Folie verschweißter Industrie-Mozzarella aus Kuhmilch, wie Du ihn in jedem Kühlregal im Supermarkt findest, ist in aller Regel pasteurisiert und daher für Schwangere erlaubt. Unverpackten Mozzarella (z.B. aus der Feinkost-Theke) sollten Schwangere nicht essen.

👉 Büffelmozzarella

Auf den klassischen Büffelmozzarella, der traditionell aus Rohmilch hergestellt wird, verzichtest Du in der Schwangerschaft aber lieber komplett. Er birgt ein erhöhtes Risiko für Keimbefall, was jetzt besonders problematisch ist. In vielen Supermärkten und sogar in manchen Discountern findest Du aber mittlerweile viele Alternativen aus pasteurisierter Milch – Büffelmozzarella ist in der Schwangerschaft ist also inzwischen nicht mehr grundsätzlich verboten. Wenn Du schwanger bist und Büffelmozzarella im Restaurant auf der Karte steht, frage sicherheitshalber immer nach. Auf offen angebotenem Büffelmozzarella aus der Feinkost-Theke oder vom Markt verzichtest Du ebenfalls sicherheitshalber.

👉 Burata

Burrata in der Schwangerschaft gilt dagegen meistens als unbedenklich. Es handelt sich um eine italienische Käsespezialität aus der Region Apulien. Äußerlich ähnelt sie dem Mozzarella, ist jedoch im Inneren mit einer Mischung aus Sahne und Käsefäden (Stracciatella) gefüllt. Diese Kombination sorgt für eine cremige, fast butterartige Konsistenz. Burrata wird oft als Vorspeise oder Bestandteil von Salaten und Hauptgerichten verwendet. Im Gegensatz zu einigen Mozzarella-Sorten, die aus Rohmilch hergestellt werden, wird Burrata in der Regel aus pasteurisierter Milch gemacht.  

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Egal, ob Büffelmozzarella, Kuhmilch-Mozzarella oder Burrata – solange die Milch pasteurisiert wurde, kannst Du sie in der Schwangerschaft bedenkenlos essen. Laut deutscher Lebensmittelverordnung muss klar gekennzeichnet sein, wenn ein Produkt aus Rohmilch hergestellt wurde. Halte Ausschau nach den Begriffen „pasteurisiert“ oder „aus pasteurisierter Milch“, denn diese signalisieren Dir, dass das Produkt unbedenklich ist. Tipp für den Italienurlaub: Latte pastorizzato heißt hier das Zauberwort.

Einkaufs-Tipps: So findest Du bekömmlichen Mozzarella für die Schwangerschaft 

Beim Einkauf von Mozzarella während der Schwangerschaft gilt es, ein paar wichtige Details zu beachten, um die bestmögliche Wahl für Dich und Dein Ungeborenes zu treffen. Das A und O ist das genaue Studieren des Etiketts.  

Hier einige wertvolle Tipps in der Übersicht: 

  • Etikett prüfen: Jede Packung Mozzarella sollte Angaben zur Art der verwendeten Milch enthalten. Vermeide Produkte mit den Vermerken „aus Rohmilch“ oder „nicht pasteurisiert“. 
  • Abgepackter Mozzarella: In der Regel sind abgepackte Produkte aus dem Supermarkt aus pasteurisierter Kuhmilch hergestellt. Eine längere Haltbarkeit ist oft ein Indikator für pasteurisierte Milch. 
  • Mozzarella in Salzlake: Diese Sorte ist meist ebenfalls pasteurisiert, aber ein Blick auf das Etikett schadet nie. Bei Unklarheit ist Vorsicht geboten. 
  • Sonderkennzeichnung beachten: Produkte aus Rohmilch müssen besonders gekennzeichnet sein. Auf ihnen steht etwas “aus Rohmilch” oder “aus nicht pasteurisierter Milch”. Diese solltest Du während der Schwangerschaft meiden. 
  • Herstellerwebseiten und Personal: Bei Unsicherheit kannst Du zusätzliche Informationen auf den Webseiten der Hersteller finden oder das Personal direkt ansprechen. 

Neben dem Verarbeitungsprozess der Milch solltest Du auch auf die Qualität der Zutaten achten. Am besten greifst Du zu Bio-Mozzarella. Mit diesen Richtlinien kannst Du beim Einkauf von Mozzarella in der Schwangerschaft nichts mehr falsch machen und bedenkenlos genießen. 

Darum ist Mozzarella in der Schwangerschaft sogar gut für Dich 

Neben der Entwarnung gibt es sogar gute Gründe, warum der gelegentliche Genuss von Mozzarella in der Schwangerschaft nicht nur erlaubt, sondern sogar empfehlenswert ist. Der Käse ist reich an wichtigen Nährstoffen wie Eiweiß, Kalzium und Iodid.  

Eiweiß braucht es für die Zellbildung und das Wachstum Deines Babys, während Kalzium die Knochen stärkt. Iodid spielt eine wichtige Rolle für die Schilddrüsenfunktion und die kognitive Entwicklung des Ungeborenen. 100 g Mozzarella decken ganze 83 % des Tagesbedarfs an Iodid ab.  

Einziger Haken: Mozzarella enthält viel Fett, weshalb Du ihn in Maßen genießen solltest, um übermäßige Gewichtszunahme zu vermeiden. 

Nährwerttabelle Mozzarella (pro 100 g): 

  • Kalorien: 255 kcal 
  • Eiweiß: 18,6 g 
  • Kalzium: 415 mg 
  • Fett: 23 g 

Checkliste für Mozzarella in der Schwangerschaft 

Damit Du im Supermarkt nicht lange suchen musst, habe ich Dir eine praktische Einkaufsliste für Mozzarella zusammengestellt. 

Marke Milchart Pasteurisiert? Geeignet in der Schwangerschaft? 
Galbani Mozzarella Kuhmilch Ja 
Galbani di Latte di Bufala Büffelmilch Ja 
Ökodorf Brodowin Kuhmilch Ja ✅ 
Rewe Bio Kuhmilch (Käsereimilch) In der Regel Ja 
Edeka Bio Kuhmilch In der Regel Ja 
Goldsteig Kuhmilch Ja 
Zott Kuhmilch Ja 
Gut & Günstig (Edeka)Kuhmilch Ja 
Cucina Nobile (Aldi)Kuhmilch Ja 
Cucina Nobile Mozzarella da Bufala Campana (Aldi)BüffelmilchJa
Milbona (Lidl)Kuhmilch Ja 
Alnatura Kuhmilch Ja 
Meggle Mozzarella-Stange Kuhmilch Ja 
BioBio (Netto) Kuhmilch (Käsereimilch) Normalerweise Ja 

Käsereimilch im Mozzarella: Was bedeutet das für Schwangere?

Abschließend möchte ich noch auf den Begriff Käsereimilch eingehen. Dieser ist unter anderem auf dem REWE BIO Mozzarella in der Zutatenliste zu lesen. Käsereimilch kann sowohl pasteurisiert als auch roh sein. Wenn es sich um Mozzarella aus Rohmilch handelt, dann muss er entsprechend gekennzeichnet sein. Fehlt diese Kennzeichnung, kannst Du normalerweise von einem pasteurisierten Produkt ausgehen.  

Ich würde sicherheitshalber immer das Personal im Supermarkt befragen, wenn Du Dir unsicher bist. Denn nur ein pasteurisierter Mozzarella ist in der Schwangerschaft unbedenklich.  

Achtung bei der Lagerung von Mozzarella in der Schwangerschaft 

Möglicherweise isst Du nicht das ganze Bällchen Mozzarella. Dann solltest Du den Rest hygienisch lagern und zeitnah verspeisen. Folgende Tipps möchte ich Dir dazu mit auf den Weg geben: 

  • Mozzarella: Kühl bei 4 bis 8 °C lagern. Nach Anbruch innerhalb von 2 bis 3 Tagen verzehren. In Salzlake länger haltbar (gilt übrigens auch für Feta!). 
  • Büffelmozzarella: Bei 4 bis 6 °C lagern. Nach Anbruch rasch verzehren, idealerweise innerhalb eines Tages. Ebenfalls in Salzlake haltbar. 
  • Burrata: Im Kühlschrank bei 4 bis 6 °C aufbewahren. Aufgrund der Creme-Füllung nur 1 bis 2 Tage nach Anbruch haltbar. 

Die Lagerungstipps sind generelle Richtlinien; das genaue Verfallsdatum sollte immer auf der Verpackung überprüft werden. Bei Unsicherheit gilt: Lieber zu früh als zu spät verzehren, um das Risiko einer Lebensmittelvergiftung zu minimieren. 

Oft ist Mozzarella auch noch gut, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum schon ein paar Tage überschritten ist. In der Schwangerschaft solltest Du ihn sicherheitshalber nach Ablauf des MHD aber nicht mehr essen. Wenn sich der Beutel aufgebläht hat, lass ebenfalls die Finger davon – das ist ein Zeichen für Überlagerung!

So kannst Du jeden Mozzarella essen: Zauberformel Hitze 

Selbst wenn Du Dir bei der Herkunft des Mozzarellas unsicher bist, gibt es eine nahezu magische Lösung: Hitze. Durch das Erhitzen des Käses auf mindestens 75 Grad Celsius für wenigstens zwei Minuten werden die meisten gesundheitsbedenklichen Mikroorganismen, wie Listerien, abgetötet. Wichtig ist, dass die Kerntemperatur des Käses mindestens 70 Grad beträgt, um auf der sicheren Seite zu sein.  

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Wenn der Mozzarella vollständig geschmolzen ist und Blasen wirft, sind die oben genannten Bedingungen in der Regel erfüllt. 

Die simple Methode des Erhitzens erlaubt es Dir, Mozzarella bedenkenlos in der Schwangerschaft zu genießen, unabhängig davon, ob Du ihn in Aufläufen, auf Pizzen oder in anderen warmen Gerichten verwendest. 

Kannst Du die typischen Mozzarella-Gerichte in der Schwangerschaft bedenkenlos essen? 

Mozzarella ist ein vielseitiger Käse, der in einer Reihe von köstlichen Gerichten verwendet wird. Während der Schwangerschaft ist es besonders wichtig, auf die Auswahl des Mozzarellas und die Zubereitungsweise zu achten, um potenzielle Risiken zu minimieren.  

Typische Mozzarella-Gerichte und ihre Eignung für Schwangere

  • Caprese: Ein einfacher Salat aus frischem Mozzarella, Tomaten und Basilikum. Während der Schwangerschaft solltest Du die Menge an Basilikum kontrollieren, da es in Verdacht steht, in großen Mengen wehenfördernd zu wirken. Verwende ausschließlich Mozzarella aus pasteurisierter Milch. 
  • Salat mit Mozzarella: Ideal ist frisch zubereiteter Salat. Fertigsalate sollten wegen des Risikos einer bakteriellen Kontamination gemieden werden. Auch hier darfst Du nur zugreifen, wenn der Mozzarella aus pasteurisierter Milch hergestellt wurde. 
  • Pizza/Auflauf: In der Regel sicher für Schwangere, da der Mozzarella durch das Backen gut erhitzt wird, was potenzielle Keime abtötet. 
  • Gebratener Mozzarella: Sollte sicher sein, solange er gut durchgebraten ist, um mögliche Keime abzutöten. 
  • Panini mit Mozzarella: Ein heißes Sandwich mit Mozzarella, Gemüse, Tomate und/oder Schinken. Durch das Erhitzen sollte es unbedenklich sein. 
  • Mozzarella-Sticks: Da diese frittiert werden, sollten Keime abgetötet werden, was sie zu einer sicheren Option macht. 
  • Auberginen-Parmigiana: Geschichtete Aubergine, Tomatensoße und Mozzarella werden gebacken, was potenzielle Keime eliminiert. 
  • Bruschetta mit Mozzarella: Frisches Brot mit Tomaten, Mozzarella und Basilikum. Wie bei Caprese auf pasteurisierten Käse und die Basilikum-Menge achten. 
  • Pesto- und Mozzarella-Stromboli: Ein mit Pesto und Mozzarella gefüllter Teig, der gerollt und gebacken wird. Durch das Backen sollten Keime abgetötet werden. 
  • Focaccia mit Mozzarella: Ein flaches Brot mit Mozzarella und Kräutern, das gebacken wird. Sollte durch das Backen sicher sein. 
  • Mozzarella im Speckmantel: Mozzarella wird mit Speck umwickelt und gebraten oder gegrillt. Auch hier sollte das Erhitzen ausreichen, um mögliche Keime abzutöten. 

Bei gekochten, gebratenen oder gebackenen Gerichten brauchst Du Dir keine Gedanken zu machen. Ansonsten greifst Du in der Schwangerschaft einfach zu Mozzarella aus pasteurisierter Milch.  

Achtung beim Essen im Restaurant 

Lasse beim Auswärtsessen in der Schwangerschaft besondere Vorsicht walten, vor allem wenn es um Mozzarella geht. Offen angebotener Mozzarella, wie er beispielsweise in Salaten in Restaurants oder am Buffet vorkommt, sollte vermieden werden. Die Gefahr besteht, dass sich in solchen Situationen Keime und Listerien bilden können. Zudem ist es oft unmöglich nachzuvollziehen, ob der Käse aus pasteurisierter oder roher Milch hergestellt wurde. 

Mein abschließendes Fazit zu Mozzarella in der Schwangerschaft 

Mozzarella ist während der Schwangerschaft nicht tabu. Während Mozzarella-Sorten aus Rohmilch gemieden werden sollte, sind zahlreiche Varianten aus pasteurisierter Milch hergestellt. Diese gelten als unbedenklich und sogar nährstoffreich.

Achtung beim Einkauf ist jedoch geboten: Das Etikett gibt Aufschluss über die Art der Milchverarbeitung. Bei Unsicherheiten bietet das Erhitzen des Käses auf mindestens 75 Grad Celsius eine zuverlässige Methode, potenzielle Gesundheitsrisiken zu eliminieren. Damit steht dem Genuss von Mozzarella in der Schwangerschaft nichts mehr im Weg – und Du kannst Dich auf viele leckere Mozzarella-Gerichte freuen! 

Quellen:

  • Bundesinstitut für Risikobewertung: „Verbrauchertipps – Schutz vor Lebensmittelinfektionen mit Listerien.“ URL: https://www.bfr.bund.de/cm/350/verbrauchertipps-schutz-vor-lebensmittelinfektionen-mit-listerien.pdf, aufgerufen am 20.9.2023.
  • Wendler, Nicole: „Welchen Käse in der Schwangerschaft?“ URL: https://www.netdoktor.de/schwangerschaft/welchen-kaese-in-der-schwangerschaft/, aufgerufen am 20.9.2023.
  • Zutaten der versch. Mozzarella-Sorten: Open Food Facts; URL: https://de.openfoodfacts.org/

Unsere Texte zu Gesundheitsthemen ersetzen keinesfalls den Arztbesuch.
Mehr Infos dazu findest Du hier.

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