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Nestbautrieb in der Schwangerschaft: Mythos oder Geburtsanzeichen?


In der Schwangerschaft ist Dir bestimmt schon mal der Begriff „Nestbautrieb“ über den Weg gelaufen oder? Aber was bedeutet das eigentlich genau und woher kommt der Begriff und die Lust, die eigenen vier Wände vor der Geburt auf- und umzuräumen? Das wollen wir Dir jetzt genauer erklären.

Was bedeutet der Begriff „Nestbautrieb“?

Je weiter die Schwangerschaft sich dem Ende neigt, desto mehr haben viele Schwangere das Bedürfnis, die eigenen vier Wände „aufzuhübschen“: Großputz in jedem Raum, unnötige Dinge aussortieren, Schrankinhalte neu sortieren und natürlich auch das Babyzimmer einzurichten.  Es gibt also noch viel zu tun, bis das Baby kommen kann.

Wann kommt der Nestbautrieb?

In den letzten zwei bis drei Monaten der Schwangerschaft juckt es den meisten Schwangeren in den Fingern und sie wollen die Wohnung startklar für das neue Familienmitglied machen. Je näher die Geburt rückt, desto stärker wird meist auch das Bedürfnis des Nestbautriebs.

Woher kommt der Nestbautrieb?

Der Nestbautrieb ist quasi ein ur-instinktives Bedürfnis, das bei jeder Schwangeren unterschiedlich stark ausgeprägt ist. Warum Schwangere alles ordentlich und sauber haben wollen, konnte noch nicht nachgewiesen werden. Die Hormone scheinen dabei aber eine große Rolle zu spielen.  

Wissenschaftlich gesehen gibt es bisher allerdings keinen Nachweis dafür, dass es einen Nestbautrieb während der Schwangerschaft gibt.

Wie äußert sich der Nestbautrieb?

Obwohl es auf das Ende der Schwangerschaft zu geht, hast Du plötzlich wieder Energie und große Lust, Dein zu Hause für das Ungeborene vorzubereiten. Vielleicht möchtest Du vor der Geburt noch die Wohnung renovieren und sie komplett auf links drehen, um alles Kaputte, Unbenutzte oder nicht Benötigte auszusortieren. Auch die Fenster müssen noch geputzt, die Schränke ausgewischt und der Backofen gereinigt werden. Und wahrscheinlich freust Du Dich schon sehr, das Kinderzimmer für Deinen kleinen Schatz einzurichten. Auch die Babykleidung wird zurecht gelegt und die Kliniktasche sorgfältig gepackt.

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Ist der Nestbautrieb ein Geburtsanzeichen?

Da der Nestbautrieb häufig schon am Anfang des dritten Trimesters der Schwangerschaft beginnt, ist er kein direktes Anzeichen, dass die Geburt kurz bevor steht. Allerdings gibt Deine Seele Signale dafür, dass die Geburt immer näher rückt. Und das Saubermachen ist eine gute Möglichkeit, Dich von der bevorstehenden Geburt etwas abzulenken und vielleicht auch einem Stimmungstief vor der Geburt entgegenzuwirken.

Haben auch Männer einen Nestbautrieb?

Tatsächlich lassen sich einige Männer vom Nestbautrieb ihrer Frauen anstecken und haben große Freude daran, die vier Wände für das Baby vorzubereiten. Es ist ja kein Geheimnis, dass manche Männer mit „schwanger“ sind und genau wie ihre Frauen an Gewicht zulegen und unter Stimmungsschwankungen leiden.

Welche Hausarbeiten solltest Du in der Schwangerschaft nicht machen?

Auch wenn Dein Ehrgeiz vielleicht groß ist, solltest Du Dich mit dem Hausputz nicht übernehmen und auf folgende Tätigkeiten verzichten:

  • Schwere Gegenstände (mehr als 5 kg) heben oder tragen
  • Auf Leitern oder Stühle steigen
  • Schnelle und ruckartige Bewegungen
  • Häufiges Bücken oder Strecken
  • Kontakt zu Tierkot, z.B. beim Säubern des Katzenklos oder beim Gärtnern
  • Chemikalien beim Putzen oder Renovieren verwenden (die Dämpfe können giftig sein)

Generell solltest Du darauf achten neue Möbel, Teppiche oder Gardinen gut auszulüften, bevor Du bzw. Dein Neugeborenes sie nutzt oder Ihr Euch in dem Raum aufhaltet. Auch beim Streichen des Kinderzimmers solltest Du lieber nicht dabei sein, da Du die Farbdämpfe einatmen würdest.  

Bis wann solltest Du alles für Dein Baby fertig haben?

Das ist eine sehr subjektive Frage, die nur Du selbst beantworten kannst. Wenn es Dir wichtig ist, dass schon Wochen vor dem errechneten Geburtstermin das Babyzimmer eingerichtet, die Babywäsche gewaschen und das Haus sauber ist, solltest Du dies auch tun – natürlich am besten mit der Hilfe Deines Partners, der Familie und Freunden. Denn wahrscheinlich würdest Du ansonsten nur gestresst und schlecht gelaunt sein.

Wenn der Nestbauinstinkt bei Dir nicht so ausgeprägt ist, reicht es vielleicht auch, wenn Dein Partner die letzten Dinge erledigt, während Du im Krankenhaus bist.

Wichtig ist allerdings, dass Du die Kliniktasche bereits ab der 32. Schwangerschaftswoche gepackt haben solltest, damit Ihr sofort ins Krankenhaus fahren könnt, wenn die Geburt losgeht und nichts vergessen habt. Sicherheit geht da einfach vor!

In der Ruhe liegt die Kraft

Nun wünschen wir Dir viel Spaß beim Einrichten des neuen Babyzimmers und natürlich auch bei den vielen weiteren Dingen, die Du noch vor der Geburt erledigen möchtest. Achte dabei aber unbedingt auf Dich und Dein Ungeborenes und gehe alles ganz in Ruhe und am besten mit Hilfe an.

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