Terminüberschreitung


Zunächst einmal sei gesagt, dass nur 2% der Babies am Errechneten Entbindungstermin (ET) zur Welt kommen. Es ist eigentlich ein Geburtszeitraum von 4 Wochen (2 Wochen vor und 2 Wochen nach dem ET) und solange es Mutter und Kind gut geht, besteht kein Grund einzugreifen. Man sollte auf sein Gefühl hören, dem Körper vertrauen und sich vor allem nicht selbst unter Druck setzten, dann beginnt die Geburt meist von ganz allein.

Nun ist es so, dass die Plazenta mit der Zeit Alterserscheinungen (Verkalkungen) aufweist und das Kind dadurch eventuell nicht mehr optimal versorgt wird. Aus diesem Grund sollte ab dem ET alle 2-3 Tage eine Kontrolle durchgeführt werden. Außerdem wird in den meisten Kliniken spätestens 10 Tage nach dem ET medikamentös eingeleitet.

Da eine Einleitung in den meisten Fällen sehr belastend für Mutter und Kind ist und oft Komplikationen nach sich zieht, möchte ich hier Maßnahmen zur “natürlichen Einleitung” vorstellen. Sie bringen allerdings nur etwas, wenn der Körper geburtsbereit ist, also nur noch einen “kleinen Schubs” braucht. Das bedeutet, das Köpfchen sitzt fest im Becken, der Muttermund ist weich und verkürzt und es sind im besten Fall schon leichte (Vor-)Wehen vorhanden.

Aromatherapie

Es gibt einige Kräuter/Gewürze die wehenfördernd wirken. Dazu zählen: Eisenkraut, Zimt, Nelken, Ingwer, Chilli Man kann sie über die Nahrung aufnehmen, als Badezusatz oder Körperöl benutzen (Es gibt auch ein fertig gemischtes “Uterus-Öl” von Stadelmann). Auch eine Bauchmassage ist empfehlenswert.

Geschlechtsverkehr

Das “Liebeshormon” Oxytocin, das beim Geschlechtsverkehr ausgeschüttet wird, ist auch für die Kontraktion der Gebärmutter, also Wehen, verantwortlich. Außerdem ist in der Samenflüssigkeit das Hormon Prostaglandin enthalten, was in künstlicher Form in Geburtseinleitungs-Medikamenten steckt.

Wehencocktail

Ein Wehencocktail sollte nur in Absprache, noch besser im Besein der Hebamme eingenommen werden. Es gibt mehrere Rezepte, die meisten beinhalten aber Rizinusöl. Dadurch soll vor allem die Darmtätigkeit angeregt werden. Wenn sich der Darm durch Kontraktionen entleert, können diese auf die Gebärmutter übergehen.
Bei beginnenden Wehen kann dies auch durch einen Einlauf erreicht werden, wodurch sie stärker werden.

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