Verhütung in der Stillzeit


Wenn ich stille, kann ich doch nicht schwanger werden?! Oder doch?

Stillen ist kein sicherer Verhütungsschutz. Laut Untersuchungen ist es zwar so, dass sich der Zyklus erst dann einstellt, wenn die Stillabstände unregelmäßig und größer 4 Stunden sind. Aber wann der erste Eisprung stattgefunden hat, könnt Ihr ja erst feststellen, wenn Ihr Eure Periode wieder habt. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr Euch auch schon in der Stillzeit um Verhütung Gedanken macht.

Wenn noch Wochenfluss besteht, solltet  Ihr auf jeden Fall mit einem Kondom verhüten, damit es nicht zu einer Wochenbettinfektion kommt. Andere mechanischer Verhütungsmethoden, wie Portiokappe oder Diaphragma müssen erst ungefähr 3 Monate nach der Geburt neu angepasst werden. Eine Möglichkeit der Verhütung stellt die Minipille dar, da sie kein Östrogen enthält, dass die Milchproduktion beeinflusst. Bei der Minipille ist es wichtig, dass sie ganz regelmäßig eingenommen wird. Auch die 3-Monatsspritze und das Verhütungsstäbchen enthalten nur Gestagen und sind somit in der Stillzeit möglich. Diese Methoden haben den Vorteil, dass Ihr Euch nicht an dauernd an Eure Verhütung denken müsst

Nach 8-12 Wochen nach der Geburt ist auch das Einsetzen einer Kupfer- oder Hormonspirale möglich. Auch bei dieser Methode müsst Ihr Euch nicht um die Einnahme kümmern. Allerdings hat die Spirale den Nachteil, dass es häufiger mal zu Zwischenblutungen kommt oder man Schmerzen während der Periode hat.

Besprecht mit Eurem Partner die Möglichkeiten der Verhütung und lasst Euch auch nochmal von Eurem Frauenarzt dazu beraten.

 

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