zahnendes Baby

Babys erste Zähne – Was beim Zahnen wirklich hilft


Rote Bäckchen, ein Speichelfädchen als Dauergast im Mundwinkel und manchmal sogar Durchfall und Fieber kündigen sie an: Babys erste Milchzähne. In der Regel erscheinen sie im Alter von acht Monaten, wobei sich zuerst die beiden unteren vorderen Schneidezähne zeigen. Etwa vier Wochen später folgen ihre oberen Gegenstücke.

Hat der erste Zahn das Zahnfleisch durchbrochen, kommt meist jeden Monat ein Neuer hinzu. Das Durchschnittsbaby lächelt mit einem Jahr also mit sechs Zähnen. Spätestens mit 30 Monaten ist bei den meisten Kleinen dann auch der letzte Backenzahn durch und damit das Milchzahngebiss mit insgesamt 20 Zähnen komplett.

Erste Hilfe beim Zahnen

Bis es soweit ist, haben Eltern verschiedene Möglichkeiten, ihrem Baby die Schmerzen beim Durchbrechen der Zähnchen zu erleichtern:

  • Das gerötete Zahnfleisch mit einem sauberen Finger massieren. Alternativ gibt es in der Apotheke auch genoppte Fingerhüte aus Silikon.
  • Herumkauen auf härteren Gegenständen wirkt auf das Zahnfleisch ebenfalls wie eine Massage. Leicht gekühlte, geschälte Karotten vermindern die Durchblutung und lindern so den Schmerz. Gut geeignet sind neben Karotten auch Brotkanten oder Apfelschnitze. Wichtig: Das Baby nie mit den Zahnungshilfen allein lassen – es könnte sich verschlucken.
  • Bewährt beim Zahnen haben sich auch Beißringe in allen möglichen Ausführungen. Eltern sollten jedoch darauf achten, dass keine Weichmacher (Phtalate oder PVC) enthalten sind. Exemplare, die mit destilliertem Wasser gefüllt sind, können im Kühlschrank gekühlt werden und so besonders gut Linderung verschaffen.
  • Vielen Babys hilft ungesüßter Kamillen- oder Salbeitee. Beide Heilpflanzen wirken entzündungshemmend und antibakteriell. Den Tee entweder zum Trinken geben oder ihn mit einem Wattestäbchen auf die schmerzende Stelle auftragen.
  • In Drogeriemärkten und Apotheken erhältliche Veilchenwurzeln gelten als natürliche Zahnungshilfen. Veilchenwurzeln haben eine leicht betäubende. Wichtig: Die Veilchenwurzel aus hygienischen Gründen immer wieder kurz auskochen.
  • Homöopathische Mittel aus der Apotheke – erhältlich als Globuli oder Zäpfchen, können ebenfalls die Zahnungsschmerzen lindern. Weitere Informationen gibt es bei Kinderärzten und Apothekern.
  • Alternativ zu homöopathischen Medikamenten sind in der Apotheke auch Zahnungsgele und Zahnungstropfen erhältlich, die lokale Betäubungsmittel enthalten. Einigen von ihnen sind jedoch auch Zucker und sogar Alkoholzugesetzt. Deshalb gilt auch hier: Beim Kinderarzt oder Apotheker genau informieren.
  • Die Wirkung von Bernsteinketten wird von Wissenschaftlern nicht bestätigt. Viele Eltern finden jedoch, sie sind einen Versuch wert. Unbedingt darauf achten, dass die Kette nicht zu lang ist und dass die Steine einzeln geknotet sind, damit beim Reißen der Kette die Steinchen nicht einzeln verschluckt werden können.

Was zahnende Babys außerdem brauchen

Kommen die ersten Zähnchen, braucht der Nachwuchs viel Aufmerksamkeit und Fürsorge. Auch Ablenken von den Schmerzen, beispielsweise mit einem besonders spannenden Spielzeug, hilft.

Weil der Speichelfluss bei zahnenden Kindern angeregt wird, sind die Kleinen im Gesicht und am Hals oft nass. Eine fetthaltige Gesichtscreme hilft gegen das Wundwerden der Haut, ein Halstuch fängt die meiste Feuchtigkeit auf.

Mit der Zahnpflege sollte übrigens schon ab dem ersten Zähnchen begonnen werden. Deshalb unbedingt eine Babyzahnbürste anschaffen. Ob für die Kleinsten schon Zahnpasta notwendig ist, ist umstritten.

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