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Homöopathie für Babys

Homöopathie – gehört hast Du den Begriff sicherlich schon einmal, aber weißt Du auch Genaueres darüber? Hat Dir Dein Arzt vielleicht schon einmal Globulis verschrieben oder glaubst Du nicht an diesen Hokuspokus? Vielleicht willst Du Homöopathie bei Deinem Kind bei einem kleinen Infekt aber doch einmal ausprobieren und nicht gleich mit der großen Chemiekeule kommen? Eine gute Idee, wie ich finde! Bedenke bitte, dass es sich hierbei um einen Erfahrungsbericht handelt und den Gang zum Heilpraktiker nicht ersetzt.

Homöopathie kurz zusammengefasst

Unter Homöopathie versteht man eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die von dem deutschen Arzt Samuel Hahnemann Ende des 18. Jahrhunderts entwickelt wurde. Das Grundprinzip der Homöopathie lautet “Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden”. Das bedeutet, dass die Inhaltsstoffe der unverdünnten Grundsubstanz bei einem gesunden Menschen ähnliche Krankheitssymptome hervorrufen können wie die, an denen der kranke Mensch leidet.

Dem Kranken werden aber natürlich nicht die Grundsubstanzen verabreicht, da diese häufig giftig sind. Stattdessen werden sie stark mit Wasser oder Ethanol verdünnt (meist im Verhältnis 1:10 oder 1:100). Inzwischen gibt es rund 2.500 verschiedene homöopathische Arzneien, die aus Mineralien, Pflanzen, Tieren und Tierprodukten hergestellt sind. Aus den griechischen Wörtern schuf Hahnemann übrigens das Wort Homöopathie: Homoion für ähnlich und Pathos für Leiden.

Besser zum Heilpraktiker

Das hört sich ja erst einmal einfach an – dachte ich jedenfalls als ich anfing, mich mit Homöopathie zu beschäftigen. Allerdings werden nicht nur die Krankheitssymptome betrachtet, sondern auch der Mensch an sich. Ist er eher extro- oder introvertiert, hibbelig oder ruhig und wie ist es um seine seelische Gesundheit bestellt? All das hat Auswirkungen darauf, welches homöopathisches Arzneimittel nun tatsächlich zum Einsatz kommt. Deshalb ist es gar nicht so einfach, ein bestimmtes Mittel als Allheilmittel zu benennen, das immer und bei jedem wirkt.

Besser ist es bei ernsthafteren Erkrankungen auf jeden Fall, einen guten Heilpraktiker aufzusuchen, der eine umfassende Beratung durchführt. Durch die vielen Fragen des Heilpraktikers kommt so vielleicht ein bestimmtes Ereignis ans Licht, das man selbst vielleicht gar nicht als negativ oder schockierend empfunden hat, das Kind aber beispielsweise schon. Gerade Babys saugen alle Emotionen ihrer Eltern auf. Leiden diese, so leidet auch das Baby! Bei einer meiner Freundinnen ist beispielsweise die Oma gestorben, was diese sehr mitgenommen hat. Plötzlich schlief das 8 Monate alte Baby nicht mehr durch und war auch im Alltag viel quengeliger. Der Heilpraktiker hat den Grund dafür im Tod der Oma bzw. in der Traurigkeit der Mutter ausgemacht. Als es der Mutter wieder besser ging, schlief auch ihr Baby wieder problemlos.

Meine Erfahrungen mit Homöopathie

Die ersten Berührungspunkte mit Homöopathie hatte ich durch meine Ärztin, die mir bei gesundheitlichen Problemen immer ein paar Globuli (Streukügelchen) mitgegeben hat. Außerdem bin ich gegen die Einnahme von Antibiotika und stärkeren Arzneimitteln, die mir mein früherer Hausarzt bei kleineren Infekten ständig verschrieben hat. Irgendwie landet man dann zwangsläufig bei der Homöopathie.

Bei meinem kleinen Sohnemann achte ich erst Recht darauf, dass ich ihn nur mit den notwendigsten Medikamenten belaste und es erst einmal auf die natürliche Weise probiere. Bisher bin ich mit dieser Einstellung auch sehr gut gefahren.

Homöopathie bei Babys

Bei kleinen Babys werden die homöopathischen Arzneimittel natürlich anders dosiert als bei Kindern oder Erwachsenen. Deshalb empfehle ich Dir, direkt einen Heilpraktiker aufzusuchen. Globuli gibst Du übrigens in die Backentaschen oder unter die Zunge Deines Babys, damit sie langsam von der Schleimhaut aufgenommen werden und sich die Kleinen daran nicht verschlucken können.

Sehr gute Erfahrungen bei Erkältungen bzw. grippalen Infekten habe ich mit Infludoron von Weleda gemacht. Die Streukügelchen setzen sich aus verschiedenen Globuli zusammen, können von der ganzen Familie angewandt werden und haben mich schon oft vor einer dicken Erkältung bewahrt.

Wer seinen Körper kennt, weiß meist, wann er krank wird. Bei mir geht es immer mit Halsschmerzen los. Sobald ich diese bemerke, nehme ich zwei, drei Tage Infludoron und die Halsschmerzen verschwinden tatsächlich wieder und die Erkältung hat sich verflogen. Seit fast 1,5 Jahren hatte ich nun keine Erkältung mehr, denn am Anfang meiner Schwangerschaft wurde mir Infludoron empfohlen und seitdem schwöre ich darauf!

Mein kleiner Sohn fing auch schon öfter mal zu husten oder mit häufigerem Niesen an und es dauert meist nur ein bis zwei Tage und die Symptome sind wieder vorbei, während seine Freunde schon öfter richtig krank waren.

Außerdem gibt es noch so einige “Standard-Globuli”, die bei bestimmten Problemen gerne genommen werden:

  • Arnica ist das Erste Hilfe Mittel bei Verletzungen, Prellungen, Zerrungen und Blutergüssen
  • Nux vomica bei Magen-Darmbeschwerden, Blähungen, Durchfall
  • Belladonna bei fieberhaften Infekten mit Hals- und Ohrenschmerzen
  • Chamomilla bei Zahnungsbeschwerden, krampfartigen Magen-Darmbeschwerden, Blähungskoliken
  • Aconitum bei akuten Entzündungen, Fieber, Grippe

Wichtig ist aber, dass bei ernsteren Erkrankungen unbedingt auch immer ein Arzt aufgesucht werden sollte! So ist Dein Baby hoffentlich gegen anstehende Erkrankungen gewappnet.

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