Wickelkommode oder Wickelauflage?


Neben dem Babybettchen gehört die Wickelkommode zu den typischen, traditionellen Einrichtungsgegenständen im Kinderzimmer. Andererseits hört man immer wieder von Kindern, die aus Versehen beim Wickeln von der Kommode fallen. Ich habe mir unter anderem deshalb schon früh in der Schwangerschaft die Frage gestellt: brauche ich eine Wickelkommode eigentlich wirklich? Gibt es eine praktikable Alternative?

Vorteile einer Wickelkommode

Unbestritten ist, dass eine Wickelkommode insgesamt sehr praktisch ist: man hat einen festen Ort, an dem die Windeln gewechselt werden und kann sich alles dementsprechend einrichten. Die Schubladen und Fächer bieten in der Regel viel Platz, um alle wichtigen Utensilien gleich zur Hand zu haben. Eine Wärmelampe kann entsprechend fest installiert werden und auch Windeleimer & Co. finden ihren festen Platz.

Auch die Einwände, dass eine Wickelkommode viel Platz braucht und später für nichts mehr zu gebrauchen ist, haben mittlerweile ihre Gültigkeit verloren. Zum einen gibt es sog. Wickelwandregale, die bei einer kleinen Wohnung ein- und ausgeklappt werden können. Wer seine Wickelkommode beizeiten nicht in den Keller schleppen oder weiterverkaufen möchte, kann eine Kommode mit Wickelbrett kaufen. Wenn nicht mehr benötigt, kann man dieses nämlich einfach abnehmen und die Kommode einfach weiter verwenden.

Meine Alternative zur Wickelkommode: Wickelauflage

Wickelauflage von Julius Zöllner
Die Wickelauflage von Zöllner kann man als Unterlage auf der Wickelkommode verwenden – oder so wie ich, einfach so auf dem Boden

Trotzdem überwiegt für mich die Angst, dass sich mein Baby in einem Moment der Unaufmerksamkeit drehen und dabei aus einer doch beträchtlichen Höhe auf den Boden fallen könnte. Denn an dieser Stelle muss ich ehrlich zu mir sein: ich kann nicht zu 100% versichern, nie auch nur einen Moment abgelenkt zu sein und nicht irgendwann aus Versehen den Rücken zur Kommode zu drehen.

Als ich während meinem Studium als Au-Pair in Großbritannien gearbeitet habe, lernte ich dort eine für mich sehr praktikable Alternative kennen: die Familien dort hatten ebenfalls keine Wickelkommode, sondern eine große Wickelunterlage, die sie einfach auf den Teppichboden legten. Immer bei Bedarf wurde eine frische Windel, Feuchttücher und Creme dazugeholt. Wenn die Wohnung mal ordentlich sein musste, war die Wickelunterlage ganz schnell hinter der Couch oder einem Schrank verstaut. Auch preislich ist eine Wickelunterlage, die es schon ab ca. 15 EUR zu kaufen gibt, natürlich auch eine gute Alternative zur Kommode. Denn für die muss man schon mal locker das 10-fache einplanen.

Und genau für diese Version haben wir uns letztendlich auch entschieden. Unsere Wahl ist auf eine Wickelauflage von Julius Zöllner mit süßen Tieren darauf gefallen. Die Auflage ist sehr gut gepolstert und dadurch sehr weich für unseren Kleinen. Außerdem ist die Oberfläche Phthalat-frei (das ist ein Weichmacher, der vermutlich gesundheitsschädigend ist) und einfach abwischbar. Auch wenn mal was daneben geht, ist das also kein Problem.

Die Breite der Wickelunterlage haben wir so gewählt, dass sie bei uns im Bad zwischen Badewanne und Heizung passt. Hier wird es immer schön warm sein und auch ein Wasserhahn, sollten wir mal einen feuchten Waschlappen oder ähnliches benötigen, ist immer in der Nähe. Auf einem kleinen Vorsprung finden Cremes, Puder, Feuchttücher & Co. dauerhaft Platz.

Jetzt muss der Kleine nur noch endlich kommen und bei uns einziehen…

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Julius Zöllner Folien-Wickelauflage Softy - African Dreams Natur

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