Muttermilch abpumpen

Effektives Muttermilch abpumpen


Du willst Muttermilch abpumpen? Dann solltest Du Dir dafür Zeit und Ruhe nehmen, denn Pump-Stillen funktioniert etwas anders als “normales” Stillen.

Willst Du Muttermilch abpumpen, ist es wichtig — wie bei allen Milchpumpen — dass der Trichter der Pumpenöffnung zur Größe der Brustwarze passt, da es sonst durch Reibung zu Verletzungen kommen kann oder das Pumpen ineffektiv ist. Um dies zu verhindern, werden verschiedene Größen oder Adapter angeboten. Der Saugtrichter sollte zentriert auf die Brust aufgesetzt sein, so dass die Brustwarze im Zentrum des Trichters liegt. Zuerst sollte der Pumpvorgang rhythmisch schnell erfolgen, um die Ansaugphase des Babys zu imitieren und den Milchflussreflex zu stimulieren. Das dauert etwa ein bis drei Minuten.

Sobald die Milch dann fließt, wird mit gleichmäßigen, längeren Zügen die Milch aus der Brust abgepumpt. Die meisten elektrischen Milchpumpen imitieren diesen natürlichen Saugrhythmus. Willst Du mit der Hand Muttermilch abpumpen, musst Du diesen Rhythmus selbst imitieren. Der gesamte Vorgang sollte etwa zehn bis zwanzig Minuten dauern. Dadurch wird die Milchbildung angeregt.

Welche Milchmenge beim Muttermilch abpumpen?

Auch wenn frische Muttermilch am besten ist, ist es nicht empfehlenswert, das Muttermilch Abpumpen direkt vor der Fütterung durchzuführen. Ein vor Hunger schreiender Säugling verursacht Stress und erschwert Dir das Muttermilch abpumpen. Daher solltest Du die Milch lieber in Ruhe abpumpen, kühlen oder einfrieren und zum Füttern wieder erwärmen. Bei gelegentlichem Muttermilch abpumpen reicht es aus, nur die akut benötigte Milchmenge mit Hilfe der Milchpumpe aus der Brust abzupumpen. Je nach Alter und Hunger des Säuglings sind dabei 50 ml bis 200 ml zu empfehlen.

Für regelmäßiges Muttermilch abpumpen ist es erforderlich, dass die gepumpte Milchmenge mehr oder weniger dem Trinkbedarf des Säuglings entspricht. Die Trinkmenge eines Babys kann dabei sehr unterschiedlich sein. Meist trinken Säuglinge zwischen 600 ml und 1200 ml täglich bei fünf bis zwölf Mahlzeiten. Daher sollte die abgepumpte Milchmenge ähnlich hoch sein.

Muttermilch abpumpen: Pump-Rhythmus

Wie beim Stillen auch bestimmt die Nachfrage die Höhe der Milchmenge. Das heißt, je öfter Du abpumpst, desto mehr Milch produziert Deine Brust. Es ist effektiver, häufiger zu pumpen als die einzelnen Pumpzeiten zu verlängern. Um die Milchproduktion anzuregen, sollte sehr häufig, also alle zwei bis drei Stunden (und mindestens einmal in der Nacht) gepumpt werden. Bei einseitigem Muttermilch abpumpen ist ein häufiger Wechsel der Brust milchfördernd. Später reicht es aus, die Brüste alle vier bis sechs Stunden zu leeren. Letztendlich muss mindestens fünf- bis sechsmal in 24 Stunden gepumpt werden, um die Milchproduktion aufrecht zu erhalten.

Eine Gesamt-Pumpdauer von 100 Minuten pro Tag wird empfohlen. Um die Milchmenge zu verringern, reicht es aus, seltener und kürzer zu pumpen. Um einen Überblick über Milchmenge und Pump-Rhythmus zu behalten, ist es sinnvoll, ein Pump-Protokoll zu führen. Bei Schwierigkeiten mit dem Pump-Stillen ist es sehr sinnvoll, frühzeitig den Rat einer Hebamme oder Stillberaterin einzuholen, um die Milchbildung in Gang zu bringen und später aufrechtzuerhalten.

Bei einer medizinischen Indikation kann eine Milchpumpe auf Rezept in Apotheken oder Krankenhäusern ausgeliehen werden.

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