Woche 15 – Paulines U4


3.8.2014

Nach unserem ersten Familienurlaub zu viert vergangene Woche hat uns nun der Alltag wieder. Kinderversorgen, einkaufen, waschen, aufräumen, putzen, kochen und was sonst noch so anfällt ist von morgens bis zum frühen Abend wieder ganz allein meine Aufgabe. Die Umgewöhnung von Urlaub auf Alltag und damit etwas weniger Aufmerksamkeit war für beide Kinder eine große Umstellung. Mathilda, unsere fast dreijährige Tochter, war in erster Linie froh, wieder in ihrem gewohnten Umfeld und bei ihrem Spielzeug zu sein und bei Pauline hatte ich auch den Eindruck, dass sie unser Zuhause wiedererkannt und sich gefreut hat. Besonders die Wickelkommode und unsere Couch wo ich sie meistens stille, hat sie grinsend zur Kenntnis genommen.

U4 und die nächste Impfung

Am Dienstag fand dann auch schon der nächste Besuch bei unserer Kinderärztin mit Pauline statt: Die regelmäßige Kontrolluntersuchung, in unserem Fall die U4 und die zweite Impfung waren fällig. Zuerst wurde sie von der Sprechstundenhilfe jedoch gewogen und gemessen, was Pauline noch relativ gelassen über sich ergehen ließ. Wobei die Vermessung ihrer Körperlänge bereits eine Herausforderung darstellte, Pauline hampelte und strampelte wie wild und ich bin mir ziemlich sicher, dass sie in Wahrheit ein bisschen kleiner als 63,3 cm ist, da die Messung kaum möglich war. Außerdem wurde noch Fieber gemessen und ich wurde gefragt, ob es Pauline gut geht, denn das muss vorm Impfen immer gemacht werden.

Haltungsproblem?

Unsere Ärztin befragte mich dann noch zu Paulines Entwicklung und ob wir irgendwelche Auffälligkeiten festgestellt hätten. Mir ist in dem Moment nichts eingefallen. Als mich unsere aufmerksame Ärztin aber fragte, ob es sein kann, dass Pauline eine Lieblingsseite hat, nämlich die Rechte, ist es mir zum ersten Mal richtig bewusst geworden: Pauline hat tatsächlich einen “Rechtsdrang”. Sie liegt am liebsten auf der rechten Seite, konnte sich zuerst nach rechts drehen und schaut fast immer nach rechts, vor allem wenn man sie anspricht. Durch gezieltes Umgewöhnen (immer wieder auf die andere Seite legen, ihre Aufmerksamkeit auf die andere Seite lenken, sie nur noch von links ansprechen) wäre das wohl in den Griff zu bekommen. Falls nichts hilft, müssten wir zur Physiotherapie. Natürlich möchten wir nicht, dass Pauline bleibende Schäden davonträgt, weshalb wir ihre Haltung ab sofort genau beobachten werden.
Ansonsten war unsere Ärztin wieder sehr zufrieden mit Pauline und bescheinigte ihr ein “prächtig entwickelt”, eine schöne Auszeichnung auch für uns.

Und dann noch die Impfung…

Zum Schluss bekam sie dann noch die zweiten der vier 6-fach, Pneumokokken und Rotaviren Impfungen wieder zusammen mit Globuli zur Beruhigung. Wirklich ablenken oder gar beruhigen konnten sie die arme Pauline aber nicht, die Verabschiedung ging jedenfalls wiedermal in Paulines Gebrüll unter. Sie tat mir wieder sehr leid und ich erklärte ihr die gesamte Heimfahrt, warum die Impfungen wichtig sind und alles gut wird. Kurz vor unserer Tiefgarageneinfahrt war sie eingeschlafen. Die folgenden Tage prüften wir wieder, ob sie fiebert, aber auch diesmal schien das nicht der Fall zu sein. Mathilda erklärte ich, dass die Ärztin möchte, dass wir Pauline immer an ihrer linken Seite ansprechen sollen. Sie merkte sich das sehr gut und lachte und redete viel mit ihrer kleinen Schwester.

Und ab jetzt bis voraussichtlich Anfang September heißt es für mich: Zähne zusammenbeißen! Den gesamten August ist Mathildas Kinderbetreuung nämlich geschlossen.

3 Kommentare zu “Woche 15 – Paulines U4

  1. Liebe Susanne!
    Unser kleiner Sonnenschein war auch ein ‘Rechts ist mir am liebsten’-Baby. Egal ob beim ersten umdrehen, beim Liegen oder eigentlich in jeder Hinsicht. Nach und nach hat es sich von allein gelegt und nun kann man nicht mehr wirklich sagen dass nun nur noch eine Seite ständig in anspruch genommen wird. Machen mussten wir gar nichts, nur warten :)
    Einen kleinen Tipp zur Impfung: Das beste Heilmittel ist Stillen! Ich habe den kleinen sofort nach dem Picks (noch vor dem wieder Anziehen) an die Brust genommen. Binnen Sekunden war alles wieder gut (auch das aller größte Schreien und Weinen) und wir konnten immer ganz entspannt nach Hause fahren. So blieb das Impfen auch nicht so sehr als negativ bei dem Kleinen in Erinnerung! Alles Liebe und Gute für Euch!

  2. Liebe Anny,

    das beruhigt mich wieder, dass sich sowas auch von allein legen kann. Ich hoffe auch, dass wir nicht zur Physiotherapie müssen. Das Stillen direkt nach dem Pieks hatte mir unsere Kinderärztin auch vorgeschlagen, ich war mir in dem Moment aber nicht sicher, ob es Pauline im Behandlungsraum und Beisein der Ärztin wirklich hilft. Beim nächsten Mal werde ich das aber ausprobieren, es ist sicher beruhigend für sie und die Ärztin/Praxis nicht nur in negativer Erinnerung. Vielen Dank für Deinen Tipp! :-)
    Für Euch auch Alles Liebe!
    Susanne

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