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7 Beikost-Lebensmittel, mit denen Dein Baby gesund zunimmt


Dein Baby ist sehr dünn? Du hast das Gefühl, dass es nicht genug zunimmt? Dann machst Du Dir sicher Gedanken darüber, was Du ihm füttern kannst, damit es kräftiger wird und besser gedeiht. Glücklicherweise gibt verschiedene energiereiche Lebensmittel, die Dein Baby gesund zunehmen lassen und sein Gewicht steigern – falls das wirklich nötig ist.

Ist Dein Baby überhaupt zu dünn?

Wenn Du Bedenken hast, dass Dein Kind nicht genug zunimmt, dann sprich vor der Ernährungsumstellung unbedingt mit Deinem Kinderarzt darüber. Nicht alle Babys haben speckige Ärmchen und Beinchen, dennoch können sie normalgewichtig sein. Lass Dich auch nicht von der Werbung beeinflussen, dort werden meistens Säuglinge eingesetzt, die eher zu dick sind. Durch die Röllchen an Handgelenken und Oberschenkeln wirken sie niedlicher und sorgen für bessere Umsätze.

Beim Blick in das gelbe U-Heft Deines Babys findest Du im hinteren Teil die sogenannten Perzentilkurven. Dort werden Größe und Gewicht des Nachwuchses eingetragen. Du kannst dort auch einen Spielraum erkennen, in dem diese Werte liegen dürfen.

Bei sechs Monate alten Jungen ist es völlig normal, dass ihr Gewicht zwischen 6,2 und 9,5 kg liegt. Mädchen im gleichen Alter wiegen in der Regel zwischen 5,8 und 8,7 kg.

Einflussfaktoren auf das Gewicht des Babys

Übrigens hängen Gewicht und Größe Deines Nachwuchses auch von Deiner eigenen körperlichen Konstitution und der Deines Partners ab. Ethnische Zugehörigkeit beeinflusst das Gewicht genauso wie Geschlecht und verschiedene Schwangerschaftsfaktoren. So sind beispielsweise Mädchen, asiatisch stämmige Kinder und erstgeborene Babys meistens leichter.

Beikosteinführung bei geringer Zunahme?

Nur, weil Du das Gefühl hast, dass Dein Baby zu dünn ist, solltest Du nicht auf Zwang mit der Beikost beginnen. Zusätzliche Nahrung zum Stillen oder der Pre- bzw. Folgemilch solltest Du erst einführen, wenn das Kind ein deutliches Interesse daran zeigt. Je nach Kind kann dies zwischen dem 5. und 7. Monat der Fall sein.

In den ersten Wochen nach dem Beikost-Start ist es ganz normal und richtig, dass Dein Baby immer noch die meiste Energie über seine Milch bekommt – denn der Gemüse- oder Obstbrei enthält im Vergleich zur fettreichen Mutter- oder Flaschenmilch nur wenig Kalorien. Am besten kann Dein Baby gesund zunehmen, wenn Du nicht zu früh abstillst.

Wie Du mit der Beikost optimal startest, erfährst Du in unserem Artikel “Beikost-Start – Tipps & Tricks rund ums Babybrei füttern”.

7 gesunde Lebensmittel, mit denen Dein Baby gesund zunehmen wird

1. Avocado: Exot mit gesundem Fett

Die Avocado ist ein echtes Super-Food. Die ungesättigten Fettsäuren, die in großer Anzahl in der Frucht vorhanden sind, versorgen Dein Baby mit ausreichend Energie. Zudem strotzt die Beere (ja, Avocados sind Beeren!) vor Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. Viele Babys mögen den milden Geschmack der Avocado. Du kannst sie ausgezeichnet pürieren, aber auch im Rahmen von Baby-led-weaning als Fingerfood servieren.

2. Bananen: Reine Energie

Fast alle Babys lieben den süßen Geschmack von Bananen. Praktisch ist auch, dass die Kleinen die Früchte selbst halten und daran herumkauen können. Zur Gewichtszunahme bei Säuglingen eignen sich Bananen deshalb gut. Eine große Banane enthält zwischen 150 und 200 Kalorien, was für Obst vergleichsweise viel ist.

Ein vier bis zwölf Monate alter Säugling hat einen Kalorienbedarf von 92 kcal je Kilo Körpergewicht. Ein sieben Kilogramm schweres Baby benötigt somit etwa 644 kcal täglich. Du siehst, mit dem Zufüttern von einer Banane kannst Du schon einen guten Teil der notwendigen Kalorienmenge decken.

3. Nussbutter: Wertet den Brei auf

Nüsse enthalten gesunde Fette in großer Menge. Wenn Du beschließt Deinem Baby Nüsse zu geben, dann nur in Form von Nussbutter oder Mus, denn sonst droht Erstickungsgefahr. Gut verträgliche Sorten sind Mandel und Cashew. Mixe zunächst nur eine kleine Menge Mandel- oder Cashewmus unter den Brei.

Erdnussbutter für Babys – ja oder nein?

Erdnüsse stehen im Verdacht, Allergien auszulösen. Teste, insbesondere dann, wenn in Deiner Familie Nuss-Unverträglichkeiten vorliegen, die Reaktion Deines Babys darauf.

Eine Studie aus Großbritannien lässt allerdings den Schluss zu, dass allergiegefährdete Babys, die ab 11 Monaten bis 5 Jahren mit Erdnüssen gefüttert wurden, weniger Unverträglichkeiten zeigten, als Kinder, denen die Nüsse vorenthalten wurden. Somit solltest Du auch Erdnussbutter auf jeden Fall ausprobieren. Achte beim Kauf aber unbedingt darauf, dass keine weiteren Zutaten außer der Nüsse enthalten sind. Finger weg von Industrie-Erdnussbutter: Hier wird meist das wertvolle Öl entzogen und durch billigere Fette ersetzt, außerdem enthalten sie zugesetzen Zucker und Salz.

Ab welchem Alter Du Nüsse, Honig und Co füttern kannst, erfährst Du in unserem Beitrag von Simone.

4. Lachs: Omega 3 für Babys

Der beliebte Fisch liefert nicht nur wertvolle Omega-3-Fettsäuren, sondern auch Proteine, Jod, Vitamine und Mineralstoffe. Deshalb gilt er als einer der gesündesten Speisefische weltweit. Babys können den fettreichen Fisch bereits mit Nahrungseinführung ab dem 5. bis 7. Monat essen. Dafür solltest Du den Fisch unbedingt gut durchgaren. Das Forschungsinstitut für Kinderernährung empfiehlt, einmal pro Woche Fisch bzw. Lachs zu füttern.

5. Linsen: Hochkalorisch und proteinreich

Linsen sind aufgrund der hohen Eiweißmenge sehr gesund. Zeitgleich enthalten sie viele Ballaststoffe und komplexe Kohlenhydrate. Sie lassen sich gut zu einem aromatischen Püree verarbeiten, das 309 Kalorien pro 100 Gramm liefert.

Du kannst anfangen, die Hülsenfrüchte ab dem 8. bis 10. Monat zu füttern. Lasse die Linsen vor dem Kochen über Nacht einweichen, das sorgt dafür, dass sie besser verdaulich sind. Ein beliebtes Rezept ist zum Beispiel der orientalische Karotten-Linsen-Eintopf für Babys. Anfangs solltest Du Hülsenfrüchte nur in kleinen Mengen geben und beobachten, ob Dein Baby sie gut verdauen kann. Manche Säuglinge bekommen Blähungen von dem eiweißreichen Gemüse.

5. Bohnen: Am besten die roten

Genau wie Linsen gehören auch Bohnen zu den Hülsenfrüchten und sollten im Hinblick auf ihre Verdaulichkeit getestet werden. Viele Eltern berichten, dass sie ihren Babys ab dem 10. Monat problemlos Bohnen gegeben haben.

Wer dem Nachwuchs eine Extraportion Kalorien verabreichen möchte, der sollte auf die Bohnenart achten. Während grüne Bohnen nur etwa 31 kcal pro 100 Gramm haben, schlagen Kidneybohnen mit satten 277 kcal pro 100 Gramm zu Buche. Wichtig ist auf jeden Fall, dass die Bohnen gut gekocht sind, damit Du der Gefahr von Blähungen entgegenwirkst.

6. Süßkartoffeln: Super für BLW

Obwohl die Süßkartoffel fettarmer als die normale Kartoffel ist, besitzt sie mehr Kalorien und Ballaststoffe. Zeitgleich ist der glykämische Index niedriger als bei der typischen Haushaltskartoffel, was für geringere Spitzen im Insulinspiegel sorgt. Ein weiterer Vorteil ist, dass Süßkartoffeln den meisten Babys ausgezeichnet schmecken.

Du kannst sie Deinem Baby entweder klassisch als Brei oder auch als ungesalzene Pommes vom Backblech zubereiten.

Ohne Zwang gesund zunehmen – der beste Weg für Dein Baby

Mach Dir wegen des Gewichts Deines Babys keine unnötigen Sorgen, sprich aber im Zweifelsfall immer zuerst mit Deinem Kinderarzt oder mit Deiner Hebamme.

Zwinge Dein Baby nicht bestimmte Speisen zu essen, wenn es diese nicht möchte. Wichtig ist, dass Du keinen Zucker oder Honig zufütterst (auch nicht in Form von gesüßtem Brei), sondern gesunde und babygerechte Lebensmittel für Dein Baby wählst.

Biete Deinem Nachwuchs verschiedene Gemüse- und Obstsorten an und finde heraus, was ihm schmeckt. Schmuggle mit einer reifen Banane, einer fetthaltigen Avocado oder etwas Lachs einige zusätzliche Kalorien in den Speiseplan. Eine ausgewogene Zusammenstellung der Lebensmittel sorgt dafür, dass Dein Baby mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird.

Essen sollte Spaß machen und mit positiven Gefühlen verknüpft sein. Habt Freude dabei, gemeinsam neue Nahrungsmittel zu entdecken.

Hast Du noch weitere Tipps, wie Babys gesund zunehmen? Wir freuen uns über Deinen Kommentar!

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