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Babynahrung selbstgemacht: Vorteile, Tipps und zwei leckere Rezepte


Ab Beginn des fünften Monats dürfen Babys mit dem Essen beginnen, vorausgesetzt sie wollen das. Zeigen die Säuglinge starkes Interesse an Nahrung, kann mit der Beikost gestartet werden. Ob man mit Brei loslegt oder feste Nahrung im Rahmen von Baby-Led-Weaning probiert, bleibt den Familien selbst überlassen. Wer sich für die Option mit Babybrei als Anfangsnahrung entscheidet, der findet eine bunte Auswahl an Produkten im Geschäft. Allerdings geht der Trend auch immer mehr in Richtung selbstgemachte Babynahrung. Ist das auch was für Dich?

Selbstgemachte Babynahrung: die Vorteile

  1. Der erste Pluspunkt von Selbstgekochtem liegt klar auf der Hand: Du weißt, welche Inhaltsstoffe im Essen sind. Insbesondere im Hinblick darauf, dass vereinzelt Babygläschen als mangelhaft getestet werden, ist das ein wichtiger Faktor. Niemand möchte sein Baby mit ungesunder Nahrung füttern.
  2. Wer Karotten, Kartoffeln, Pastinake, Fleisch und Fisch für den Brei selbst besorgt, der weiß, woher die Zutaten stammen und wie sie produziert wurden. Übrigens: um Kosten zu sparen, solltest Du möglichst regional und saisonal einkaufen. Du kannst das Essen auch mit normalem Bio-Rapsöl anstatt einem speziellen Beikost-Öl herstellen, das ist ebenfalls günstiger.
  3. Um ehrlich zu sein, war ich beim Blick auf die Etiketten vieler Abendbreis geschockt. In zahlreichen Produkte steckt künstlich zugesetzter Zucker. So etwas braucht ein Säugling nicht. Wie Du leckeren, zuckerfreien Abendbrei ganz einfach selber machst, verrate ich Dir am Ende des Beitrags.
  4. Du kannst die Zusammensetzung der Brei-Komponenten genau bestimmen. Eine Portion Fleisch beträgt beim ersten Brei 30 Gramm. Bei Gläschen wird diese Menge nicht immer eingehalten, stattdessen wird Eisen künstlich zugesetzt. Eine ausreichend hohe Eisenaufnahme ist für die Entwicklung des Babys wichtig. Der Nährstoff sollte idealerweise aus Nahrungsmitteln stammen und nicht zugesetzt werden.
  5. Biete Deinem Baby eine bunte Geschmacksvielfalt an. Je nach Lust und Laune stellst Du verschiedene milde Gemüse- und Obstsorten zusammen. Das hilft Deinem Baby dabei, einen ausgeprägten Geschmackssinn zu entwickeln. Die Kompositionen der Gläschen sind oft ähnlich und bieten keine besonders große Abwechslung.

Hast Du schon einmal selbstgemachten Brei probiert und dann einen Löffel aus einem Babygläschen genommen? Nachdem meine Tochter als Säugling selbstgemachten Pastinaken-Brei liebte, aber das Gläschen völlig ablehnte, habe ich den Selbsttest durchgeführt. Danach hab ich ihr keine Gläschen mehr angeboten. Der künstliche Brei hatte überhaupt keine geschmackliche Gemeinsamkeit mit dem Exemplar aus meiner Küche. Ich konnte sehr gut verstehen, warum sie das Gläschen partout nicht wollte.

Was ist bei selbstgemachtem Babybrei zu beachten?

  • Verwende nur Zutaten aus biologischer Landwirtschaft, denn diese sind frei von Pestiziden und anderen schädlichen Chemikalien.
  • Salz, Zucker, Gewürze und Sahne haben in Babybreis ebenfalls nichts verloren. Die Kleinen sollen sich zunächst an den natürlichen Geschmack der Lebensmittel gewöhnen.
  • Würzmittel wie Salz und Zimt können unter Umständen sogar gefährlich für Säuglinge werden.
  • Bei der Fleischsorte ist Rind zu bevorzugen, weil es einen hohen Eisengehalt besitzt.
  • Auch andere, fettarme Fleischsorten wie Geflügel sind in Ordnung.
  • Ein bis zweimal pro Woche, darf ein fettreicher Fisch, wie zum Beispiel Lachs, im Babybrei landen. Der sorgt für die optimale Versorgung mit wichtigen Omega-3-Fettsäuren.

Laut Bundeszentrum für Ernährung müssen Eltern, deren Kinder ausschließlich mit selbstgemachtem Babybrei gefüttert werden, Jod zusetzen. Jodmangel kannst Du unter anderem mit einem Fertigbrei, dem Jod, Kaliumjodid oder Kaliumjodat zugesetzt wurde, vorbeugen. Diesen Brei kannst Du abends zum Anrühren des Milch-Getreide-Breis verwenden. Generell solltest Du für Getreidebreies Vollmilch mit 3,5 % Fett nutzen.

Wie lange ist selbstgekochter Babybrei haltbar?

  • Im Kühlschrank solltest Du selbstgemachten Babybrei nicht länger als einen Tag aufbewahren.
  • Hast Du Brei bereits aufgewärmt, dann darfst Du ihn nicht nochmals erhitzen. Schädliche Bakterien könnten sich sonst in der Mahlzeit vermehren. Sowohl bei der Zubereitung, der Lagerung als auch der Fütterung solltest Du auf Hygiene achten.

Kannst Du Babybrei einfrieren?

Es lohnt sich, Babybrei in größeren Portionen zu kochen. Dann musst Du nicht jedes Mal an den Herd, wenn die nächste Mahlzeit ansteht. Um den Brei über mehrere Monate haltbar zu machen, kannst Du ihn einfach einfrieren. Achte allerdings darauf, dass Du dabei die sieben häufigsten Fehler beim Einfrieren von Babybrei vermeidest.

 

Zwei Lieblingsrezepte für mittags und abends

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Der Klassiker: Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei

Die Zutaten:

  • 100 g Gemüse (Süßkartoffel, Pastinake, Kohlrabi, Kürbis oder Karotte)
  • 50 g Kartoffeln weichkochend
  • 30 g mageres Rinderhackfleisch
  • 1 EL Rapsöl
  • 3 EL Apfelsaft (100 Prozent Direktsaft)
  • 60 ml Wasser

Die Zubereitung:

  1. Wasche die Zutaten gründlich, schäle das Gemüse und zerkleinere Gemüse, Kartoffeln und Fleisch mit dem Messer.
  2. Lasse die Zutaten in einem Topf mit 60 ml Wasser bei schwacher Hitze circa 15 Minuten garen. Bei höheren Temperaturen gehen viele Vitamine verloren.
  3. Nachdem Gemüse und Fleisch etwas abgekühlt sind, gibst Du Saft und Öl dazu.
  4. Jetzt schnappst Du Dir den Pürierstab und zerkleinerst alles bis zur gewünschten Konsistenz. Je jünger das Baby, desto feiner muss der Brei sein.
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Himbeer-Abendbrei ohne künstlichen Zucker

Bevor es losgeht, noch ein kleiner Tipp – die Himbeeren im Rezept kannst Du gerne mit anderen Obstsorten variieren. Dann wird der Abendbrei nicht langweilig.

Die Zutaten:

  • 200 ml Vollmilch
  • 8 – 10 Himbeeren aus Bioproduktion oder dem Garten
  • 20 g Dinkelvollkorngrieß

Die Zubereitung:

  1. Wasche die Himbeeren.
  2. Bringe die Milch in einem kleinen Topf zum Kochen
  3. Rühre den Dinkelgrieß unter und schalte den Herd ab. Das Ganze darf für 1 – 3 Minuten weiter köcheln und andicken.
  4. Rühre die Himbeeren unter den Grießbrei.
  5. Jetzt darfst Du die Masse mit dem Obst gründlich pürieren. Wenn der Brei eine angenehme Temperatur hat, dann darf Dein Baby ihn auch schon probieren.

Ist gerade keine Himbeer-Saison, lohnt sich der Griff zur Bio-Tiefkühlware. Die gefrorenen Beeren lässt Du einfach mit dem Grießbrei für 2-3 Minuten köcheln, dann tauen sie auf.

Falls Du keine Lust hast, jede Mahlzeit selbst zu kochen, zaubere zumindest hin und wieder eigenhändig eine Mahlzeit für Dein Kind – es lohnt sich! So gewinnt es ein vielfältiges Geschmackserlebnis. Guten Appetit und eine entspannte Beikost-Einführung.

Kochst Du oft selbst für Dein Baby und hast Du vielleicht noch ein tolles Rezept für selbstgemachte Babynahrung? Wir freuen uns in den Kommentaren darüber.

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