Fit mit Kind


Mir reicht es. Ich will endlich wieder fitter werden und mich gesünder ernähren, denn seit der Geburt des Knaben (im November) ließ ich so einiges schleifen. Mittags gab es oft nur ein schnelles Müsli oder Schokolade oder beides, denn die Große bekommt ja im Kindergarten ihr Bio-Essen und ich hatte oftmals keine Lust „nur“ für Thomas und mich zu kochen. Meine Zwischenmahlzeiten bestanden aus Eis und Kuchen, ich trank ausschließlich Saftschorlen und die Spaziergänge zum Spielplatz waren meine einzigen Bewegungseinheiten.

Ich bin glücklicherweise schlank und könnte demnach einfach so weiter machen. Aber ich weiß, dass der ganze Süßkram nicht die beste Energie für meinen Körper ist und meine steifen Glieder erinnern mich schmerzhaft an mein Bewegungsdefizit. Außerdem zeigte ein großes Blutbild (das ich anfertigen ließ, weil mich meine Hüfte mit seltsamen Schmerzen ärgert), dass meine Cholesterinwerte leicht erhöht sind. Nicht tragisch, aber etwas, dass ich mit mehr Bewegung und weniger Zucker schnell in den Griff bekommen sollte.

Um das Ganze ernsthaft anzugehen – ich bin nämlich ziemlich gut darin, Ideen fix wieder zu verwerfen – notierte ich mir, was ich gerne ändern möchte. Ich überlegte mir ein paar realistische Ziele:

1. Mehr Bewegung

  • Ich möchte gerne jeden Tag eine kleine Sporteinheit in den Alltag einbauen und das kann ich beispielsweise gut mit der kostenlosen App „Seven“ umsetzen. Diese bietet verschiedene Trainingsintervalle, die 7 Minuten dauern – das schaffe ich sogar mit Baby.
  • 2-3 Mal pro Woche möchte ich etwas für meine Ausdauer tun. Ich setze auf Nordic Walking oder Fahrradfahren, denn das kann ich zur Not auch mit den Kindern machen. Ohne wäre mir natürlich lieber…

2. Bewusste Ernährung

  • Ich will viel weniger Süßigkeiten essen (bislang verdrückte ich jeden Tag Schokolade, Kekse und Kuchen)
  • Mehr Obst und Gemüse (z.B. in Form von Smoothies)
  • Ich will an 6 von 7 Tagen frisch kochen
  • Und mindestens einen Liter Wasser oder ungesüßten Tee trinken – erst danach gibt es Saftschorle

3. Den Geist beruhigen

  • Ich will ohne Handy ins Bett – ich schaue nämlich gerne kurz vor dem Schlafen noch mal bei Facebook oder in meine E-Mails rein
  • Mich weniger aufregen (das ist unnötig verpuffte Energie)
  • Mir mehr Ruhepausen gönnen (Bewusst den Kopf ausschalten und nicht versuchen 100 Dinge gleichzeitig zu schaffen)
  • Mann & Kinder einfach mal machen lassen, ohne mich ständig reinzuhängen

Das bedeutet jetzt nicht, dass ich eine harte Diät anpeile oder zum Sportfreak mutiere. Nein, wenn ich Lust auf ein Eis habe, verbiete ich mir das nicht. Und wenn ich mal den Po nicht hochbekomme und eine Trainingseinheit verbummle, ist das auch ok. Mir geht es eher darum, meine Lebensgewohnheiten langfristig umzustellen und das Ungleichgewicht aus zu viel schlechtem Essen, zu vielen blöden Gedanken und zu wenig Bewegung wieder in eine vernünftige Balance zu bringen.

Für die Umstellung habe ich mir 3 Wochen (bis Anfang Mai) eingeräumt. Bis dahin bin ich dann hoffentlich im neuen “Verhaltensmuster” angekommen, was ja im Grunde alte Gewohnheiten sind, die ich nur nach der Geburt des Buben etwas vernachlässigt habe.

Und da sich Thomas ja in den nächsten Tagen in Las Vegas tummelt, wird es wahrscheinlich etwas chaotischer hier als sonst. Aber ich habe vorgearbeitet (die Wohnung blitzt und Kühlschrank und Wäscheschrank sind voll) und vorgeplant. Ich greife beim Kochen beispielsweise zunächst auf altbewährte und vom Kind geprüfte Rezepte wie Nudeln mit Basilikum-Pesto, Buntes Ofengemüse oder Linsensuppe zurück. Die gehen fix und ich gehe kein unnötiges Quengel-Risiko ein. Ohne Papa werde ich den Knirps außerdem mehr tragen und die beiden Kleinen doppelt so viel Bespaßen, das sorgt dann automatisch für regelmäßige Trainingseinheiten ;)

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