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Gender Disappointment – wenn Dein Baby das “falsche” Geschlecht hat


Heute möchte ich mich einem heiklen Thema widmen, das im realen Leben oft totgeschwiegen wird. Die Tatsache, dass in diversen Mamiforen unter dem Schutz der Anonymität des Internets zunehmend häufig darüber diskutiert wird, legt aber die Vermutung nah, dass es – gerade unter Müttern – durchaus ein Thema ist. Es geht um die Enttäuschung über das Babygeschlecht, neudeutsch Gender Disappointment genannt.

Was genau bedeutet Gender Disappointment? Welche langfristigen Probleme können im schlimmsten Fall die Folge sein? Und wo bekommst Du als Betroffene Hilfe?

Was ist “Gender Disappointment”?

Wörtlich übersetzt heißt es nichts anderes als “Geschlechtsenttäuschung”. Gemeint ist die Enttäuschung der Eltern oder eines Elternteils bei Verkündigung des Babygeschlechts.

Nun muss möchte ich in diesem Beitrag ganz klar zwischen einem kleinen Stich der Enttäuschung und Gender Disappointment unterscheiden.

Fast jedes Elternpaar hat ein Wunschgeschlecht

Ich denke, nahezu jedes Elternpaar hat ein bestimmtes Wunschgeschlecht. Manchmal auch nicht unbedingt das gleiche ;-)

Oder Du als werdende Mutter hast vielleicht schon recht lange ein bestimmtes Gefühl, was das Geschlecht Eures zukünftigen Familienmitglieds angeht. Und natürlich kann es im dem Moment, wo der Frauenarzt Dir beim Ultraschall zum anderen Geschlecht gratuliert, erst einmal ein kleiner Dämpfer sein, einfach, weil Du mit etwas anderem gerechnet hast.

Diese kurze Enttäuschung ist mit der Bezeichnung Gender Disapointment meiner Definition nach nicht gemeint.

Wenn die Enttäuschung über das Baby-Geschlecht alles überschattet

Vielmehr geht es bei Gender Disappointment darum, dass das Wissen um das Babygeschlecht Dich oder auch Deinen Partner in eine derart große Krise stürzt, dass die Freude über die Schwangerschaft und auf das Kind komplett ausgeknipst wird.

Plötzlich ist da NUR NOCH Enttäuschung und nichts anderes mehr.

Welche Folgen kann Gender Disappointment haben?

Die Folgen dieser tiefen Enttäuschung können sehr gravierend sein. Und machen einmal mehr deutlich, dass es sich nicht um eine Spinnerei oder ein Phänomen handelt, dass man einfach aussitzen oder ignorieren kann.

In Fachzeitschriften wie dem Ärzteblatt oder auch der Hebammenzeitung habe ich zwar nicht viel über dieses Thema gefunden. Ich habe in meiner Arbeit als Hebamme aber bereits mit dieser Problematik zu tun gehabt und kann aus dem eigenen Erfahrungsschatz berichten.

Abtreibungen wegen Gender Disappointment sollen per Gesetz vermieden werden

Zunächst einmal muss man natürlich unterschiedliche Ausprägungen und Abstufungen von Gender Disappointment erwähnen. Aber- und das zeigt in meinen Augen recht deutlich, wie groß die Verzweiflung der Mütter oder Paare sein kann. Ich wurde tatsächlich einmal hinter vorgehaltener Hand gefragt, was es für Möglichkeiten gäbe, die Schwangerschaft abzubrechen.

Im Übrigen ist das auch der Grund, warum in Deutschland der Frauenarzt das Geschlecht des Babys vor Abschluss der 14. Schwangerschaftswoche (12 Wochen nach Empfängnis) nicht mitteilen darf. So schreibt es das Gendiagnostik-Gesetz vor. Der Grund dafür ist so einfach wie traurig. Man befürchtet Abtreibungen aufgrund des “falschen” Babygeschlechts, die bis zur 12. Schwangerschaftswoche problemlos möglich wären.

Heutzutage gibt es nicht-invasive Bluttests auf Chromosomenanaomalien, wie den Praena– oder Harmony-Test, mit deren Hilfe das Baby-Geschlecht schon in der 11. oder 12. Schwangerschaftswoche festgestellt werden kann. Verraten darf es Dein Arzt aber zu diesem Zeitpunkt auch in diesem Fall noch nicht.

Langer bzw. verzögerter Geburtsverlauf wegen Enttäuschung über Baby-Geschlecht

Dieses Phänomen habe ich in der Klinik tatsächlich des Öfteren erlebt. In einem bestimmten Fall war es so, dass das Paar bereits vier Kinder eines Geschlechts hatte und auch das fünfte Kind eben dieses Geschlecht hatte. Die Frau wollte keine weiteren Kinder, der Mann so lange weitermachen, bis das andere Geschlecht “herauskommt”. Es war eine sehr lange, zögerliche und schmerzhafte Geburt, weil die Frau das Kind nicht loslassen konnte.

Es ist inzwischen ja hinreichend bekannt, dass die Psyche unter der Geburt eine sehr wichtige Rolle spielt. Und wenn die sich sperren, zieht der Körper nach- auch unbewußt.

Stillschwierigkeiten wegen “falschem” Geschlecht des Babys

Ein relativ häufiges Problem, wenn Du Dein eigenes Kind unbewußt ablehnst, sind Probleme beim Anlegen oder auch in der Milchbildung. Häufig sind diese psychisch oder hormonell bedingt.

Gestörte Bindung durch Gender Disappointment

Ganz klar, wenn die Enttäuschung so groß war, dass Du Dir einen Abbruch der Schwangerschaft gewünscht hast, geht das nicht einfach so weg. Und Du wirst vielleicht merken, dass es Dir schwer fällt, Dein Kind anzunehmen.

Gender Disappointment kann Wochenbettdepression verursachen

Bei Frauen, die wirklich in der Schwangerschaft den Wunsch verspüren, Ihr Kind würde am Besten gar nicht erst geboren werden, ist die Gefahr einer Wochenbettdepression oder gar Wochenbettspsychose deutlich erhöht. Denn natürlich bleibt man immer ein Mensch und Mütter sind bekannt dafür, sich eh immer schuldig zu fühlen.

Das (Nicht-) Gefühl dem eigenen Kind gegenüber stürzt viele Frauen in eine Krise, aus der sie im schlimmsten Fall auch nicht alleine heraus kommen. Denn die meisten Mamas wünschen sich ja durchaus, dass es anders wäre, aber sie können an ihrem Gefühl eben nichts ändern.

Lies hier, woran Du eine Wochenbettdepression erkennst.

Was Dir bei Gender Disappointment helfen kann

Du merkst, dass die Enttäuschung über das Geschlecht nicht von der Freude auf das Baby überlagert wird? Sondern scheinbar alle positiven Gefühle dem Kind gegenüber unter sich begräbt? Dann ist es wichtig, dass Du Dir das selber eingestehst.

Damit ist bereis ein großer Schritt in die richtige Richtung getan.

Denn diese Einsicht ermöglicht Dir als Mama oder Euch als Paar, weitere Schritte zu gehen.

Vertraue Dich einer Bezugsperson an

An allererster Stelle solltest Du natürlich Deinen Partner ins Boot holen. Wichtig ist dabei aber, dass Du Deine Gefühle konkret benennst.

Also nicht: “Ich hätte schon lieber ein Mädchen gehabt”, wenn Du eigentlich meinst: “Ich habe Angst, dass ich diesen Jungen, den wir bekommen nicht lieben kann, weil er ein Junge ist”. Sonst kann es nämlich natürlich sein, dass Dein Partner den Leidensdruck, den Du verspürst nicht in voller Konsequenz nachvollziehen – und dann eben auch nicht angemessen reagieren kann. Deshalb ist es wichtig, es auszusprechen, auch wenn das schwer und schmerzhaft ist.

Hol Dir professionelle Hilfe bei Gender Disappointment

Wie bereits zu Anfang erwähnt – Gender Disappointment ist keine Randerscheinung – es spricht nur einfach kaum jemand darüber.

Aber es GIBT Hilfe und Du stehst mit Deinen Ängsten und Sorgen nicht alleine da.

Wenn Du ein Verttrauensverhältnis zu Deinem Frauenarzt oder Deiner Hebamme hast, können die Deine ersten Ansprechpartner sein. Wenn Ihr dann gemeinsam feststellt, dass der innere Konflikt größer ist und Du mehr Unterstützung brauchst, können sie Dir weitere Ansprechpartner vermitteln.

Das kann in einem Fall eine ganz klassische Therapeutin sein, eventuell aber auch eine Hebamme, die sich auf Ängste und Probleme rund um Schwangerschaft und Geburt spezialisiert hat und auch Konfliktberatung anbietet (EEH Emotionelle Erste Hilfe).

Gender Disappointment: Zerfleische Dich nicht selber

Die Tatsache, dass Du Dir Hilfe holst zeigt doch gerade, DASS Du eine verantwortungsvolle und gute Mama bist. Es gibt keinen Grund, sich zu schämen und den Kopf in den Sand zu stecken. Du kannst und wirst Dich in Dein Kind verlieben, nur eben mit ein wenig Unterstützung und ein bisschen mehr Anlauf und Hilfestellung. Also versteck Dich nicht, denn Du bist nicht allein!

Hast Du Erfahrungen mit Enttäuschung über das Baby Geschlecht gemacht – und war Dir Gender Disappointment ein Begriff? Wir sind gespannt auf Deinen Kommentar!

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39 Kommentare zu “Gender Disappointment – wenn Dein Baby das “falsche” Geschlecht hat

  1. Ich bekomme einen Jungen von einem Mann, der von Anfang an auf eine Abtreibung gedrängt hat. Das hat so schwere Konflikte verursacht, dass wir unterdessen getrennt sind. Vor über einer Woche erfuhr ich das Geschlecht in der 19 ssw. Für mich ist eine Welt zusammebgebrochen. Liege seither im Bett und weine. Zuvor hatte ich mich mit dem Gedanken über Wasser gehalten, dass wenn schon alles in die Brüche geht und ich allein mit allem bin, dann soll es doch wenigstens ein Mädchen werden. Zwischendurch rappel ich mich immer mal wieder auf und versuche, mich an den Gedanken zu gewöhnen, einen Jungen zu bekommen. Dann plötzlich ist alles wieder schwarz und ich fühle nur noch Ablehnung diesem unschuldigen Wesen gegenüber und wünsche mir sogar, dass sein Herz aufhört zu schlagen.
    Wenn ich diese Zeilen schreibe, merke ich, wie grausam meine Gedanken sind. SIE MÜSSEN JEDOCH RAUS
    Anders kann ich meine zusätzliche Enttäuschung in dieser sowieso schon furchtbaren Situation mit meinem Ex-Partner einfach nicht verarbeiten. In wenigen Wochen beginne ich eine ambulante Therapie, die ich dringend benötige, um einerseits die vergangenen Monate verarbeiten zu können und zum anderen, um das Kind irgendwie annehmen und lieben zu lernen. Es spricht mir aus der Seele, wenn Frauen in verschiedenen Foren berichten, dass sie mit dem Jungen-outing nicht umgehen können. Furchtbar finde ich dann die meisten darauffolgenden Kommentare von Frauen, die ihre Urteile fällen – nur, weil sie nicht nachempfinden können, was man fühlt.
    Ich hoffe, hier wird es anders sein.

  2. Claudia,ich kann dich verstehen.
    Ich bin auch sehr enttäuscht.
    Ich bekomme jetzt den dritten Jungen und beim vorletzten Ultraschall hieß es,es soll ein Mädchen werden und beim letzten Mal dann eindeutig ein Junge.
    Ich hab mir immer ein Mädchen gewünscht und nun,mit dem definitiv letzten Kind,ist dieser Traum endgültig gestorben.
    Ich hab auch Schwierigkeiten das so anzunehmen,aber ich weiß auch,dass ich dieses kleine Wesen nach der Geburt genauso sehr lieben werde,wie es bei einem Mädchen getan hätte.
    Und Jungs sind tolle Geschöpfe.
    Sehr Mutterbezogen,nicht so zickig und ich denke auch einfacher zu Händeln.
    Klar,e ist oft laut,sie messen häufig ihre Kräfte und spielen ständig Sachen mit Kämpfen,oder Spiele bei dem einer der Boss ist.
    Aber sie sind sehr liebevoll und als Mama bist du ihr ein und alles.

  3. Mir hilft es sehr das alles zu lesen.
    Habe heute erfahren, dass mein erstes und geplant auch einziges Kind nun wirklich ein Junge werden soll. Schon als vor 4 Wochen der Verdacht geäußert wurde, habe ich tagelang geweint. Ein Junge!! Was soll ich mit dem anfangen, kann ich ihn so lieben wie ich sollte?
    Nun liege ich neben meinem schlafenden Mann, der mich großartig unterstützt und meine Trauer ernst nimmt und weine heimlich. “Hauptsache gesund” ich kann es nicht mehr hören. Das steht doch außer Frage und hat mit meinen jetzigen Gefühlen und dem starken Wunsch nach einem Mädchen, für das ich mein Spielzeug aufgehoben habe, mit dem ich basteln, in Glitzer baden und mit dem ich so eine Mutter Tochter
    Beziehung wie mit meiner Mama haben will, gar nichts zutun. Ich Weine heimlich, lächle und sage “klar Hauptsache gesund”…. Ein 2. Kind kommt jetzt erst recht nicht mehr in Frage, was ist, wenn das auch ein Junge wird.

    Aber ich weiß tief in mir drin, ich werde ihn lieben und er mich und es soll wohl mein Weg sein… unser Weg

  4. Liebe Lilo,
    ich habe Deinen Beitrag gelesen und direkt zu weinen angefangen.

    Uns hat der Frühdiagnostiker vor vier Tagen gesagt, er “wisse was es ist” und hat uns im Brustton der Überzeugung ein Mädchen prophezeit.
    Ich bin vor Glück fast geplatzt – mein Lebenstraum wird wahr – aber nur kurz. Dann kam die Eröffnung, dass es Auffälligkeiten beim Ultraschall gegeben hatte und gegeben hatte und er uns zum DNA Test raten würde. Er glaube aber nicht, dass es wirklich ein Problem gäbe.
    Natürlich haben wir dem Test zugestimmt, wenig beunruhigt zu Glück, denn der Arzt betonte immer wieder, er glaube nicht an ein Problem.
    Ich verbrachte die Tage mit surfen nach Mädchenkleidung und Mädchenzimmer-Accessoires und wartete auf den erlösenden Anruf.
    Gestern kam er. Es ist alles in Ordnung. Glücksgefühl pur. Aber er habe dich “wohl verguckt. Es ist ein Junge.”
    Ich habe dreimal nachgefragt. Ich konnte es nicht fassen.
    Kaum war das Gespräch beendet, habe ich angefangen zu weinen und konnte nicht mehr aufhören. Ich habe seit gestern nicht geschlafen, konnte nicht essen und bin völlig verquollen von dieser nicht enden wollenden Tränenflut.
    Das Schlimmste sind die Schuldgefühle. Dieser arme kleine Junge in meinem Bauch!
    Ich schäme mich so.
    Aber meine Gefühle überrollen mich einfach – immer und immer wieder.
    Es ist auch mein erstes und ziemlich sicher letztes Kind.
    Mein Mann hat schon drei Söhne aus erster Ehe mitgebracht, die nicht gerade wohl geraten sind.
    Die ganze Familie besteht irgendwie nur aus Männern.
    Ich habe mich so sehr nach “Verstärkung” gesehnt, habe wie Du mein Puppenhaus und Spielsachen aufgehoben und mich drei Tage lang gefreut, meine geliebten Mädchenbücher vorlesen und weitergeben zu können….
    Für ein weiteres Kind bin ich definitiv zu alt. Es war auch nicht so einfach, dieses “herbeizulocken”.
    Und bis vor vier Tagen habe ich mit allem gerechnet und war offen für alle Möglichkeiten offen – auch wenn ich sehr auf ein Mädchen gehofft habe.
    Dann….durfte ich drei Tage lang “Mädchenmami” sein. Wenn auch mit minimal angezogenen Handbremse wegen der ausstehenden Diagnose.
    Und nun?
    Es ist, als habe man mir mein Mädchen, das ich schon hatte, meinen Lebenstraum, wieder weggenommen….
    Mein Verstand weiß, dass dieses Mädchen nie da war, aber mein Herz versteht es einfach nicht.
    Und ich bin so entsetzt über mich selbst.
    Doch da ist eine so große – überdimensionale – Trauer, dass ich momentan nicht weiß, wie ich sie in den Griff bekommen soll….
    Und ich habe furchtbare Angst, dass ich es nicht schaffen könnte.
    Was, wenn ich diesen kleinen Jungen nicht so lieben werde, wie er es verdient? Was, wenn er, jetzt schon, in meinem Bauch, merkt, wie unglücklich ich gerade über ihn bin? Wie soll ich ihm jemals eine gute Mutter sein?
    Ich will, will, will es wirklich!
    Aber während ich Dir dies schreibe, weine und weine und weine ich ununterbrochen und bin so entsetzlich untröstlich.

    Eigentlich wollte ich Dir nur für Deine Zeilen danken.
    Ich habe mich so einsam und verlassen mit all diesen schrecklichen Gedanken gefühlt.
    Danke Dir, dass ich erfahren durfte, dass ich nicht allein bin.

    1. Es geht mir besser.
      Die erste Trauer ist überwunden, das Gefühl des Verlusts weicht einer Form von Akzeptanz.
      Die glühende Freude von zuvor ist (noch) verschwunden, aber ich kann wieder Lust auf’s Mami-sein verspüren.
      Seiten wie diese haben mir sehr dabei geholfen.
      Ich habe versucht, die Gründe für diese tiefe Enttäuschung zu analysieren und bin dabei tief meine Glaubenssätze eingedrungen.
      Einiges fühlt sich nun leichter an.
      Besonders geholfen hat mir der Beitrag einer Userin auf einer anderen Seite.
      Sie schrieb, ihre Großmutter habe zu sagen gepflegt, “man bekomme nicht das, was man sich wünsche, sondern das, was man brauche”.
      Das deckt sich eigentlich mit meiner innersten Überzeugung vom Leben und die Besinnung darauf, hilft mir gerade sehr.

      Ich wünsche Euch allen einen ähnlichen Lichtstrahl am Horizont!
      Alles Liebe!

  5. Wir haben heute eine Tendenz zum Mädchen bekommen (die Nub Theorie unterstützt das). Während mein Mann Luftsprünge macht, habe ich mich mit dem Gedanken noch nicht wirklich angefreundet. Viel lieber wäre ich eine Jungsmama. Kann mit Märdchenkram nicht wirklich etwas anfangen und etwas hilflos diesen Dingen gegenüber, denen ich selbst nie etwas abgewinnen konnte. Ich hoffe, dass ich dieses Wesen lieben werde, und nach 3 FG bin ich auch einfach froh schwanger zu sein, aber wie gesagt schwingt sehr stark die Enttäuschung mit.

  6. Ich habe einen Sohn den ich über alles liebe und alles war perfekt. Und wir wünschten uns ein zweites Kind. Es hat super schnell geklappt und ich war schwanger. Dann kam der Arztbesuch bei dem ich erfuhr, dass es diesmal ein Mädchen wird. Alle sagten perfekt, großer Bruder, kleine Schwester, super. Aber bei mir blieb die Freude aus. Nix war perfekt für mich. Die Schwangerschaft war anders, keine richtige Vorfreude, keine völlige Erleichterung nach jedem Arztbesuch, dass alles bestens ist. Ich merkte, dass mir ein zweiter Junge sehr viel lieber gewesen wäre. Und leider hat sich das bis heute nicht gelegt. Meine Tochter ist geboren und ich bin immernoch enttäuscht keinen zweiten Sohn zu haben und eine reine Jungsmama zu sein! Ich hoffe sehr ich schaffe es meine Tochter bald richtig anzunehmen.

    1. Wie geht es dir denn inzwischen? Hat sich das Gefühl verändert? Ich habe riesen Angst, dass es mir auch so gehen wird. Bin in der 19. SSW und ich wollte unbedingt einen kleinen Jungen aber der Traum ist heute geplatzt und ich freue mich überhaupt nicht mehr.

      Hoffentlich geht es dir besser und die kleine Maus hat dein Herz erobert.

  7. Ich lese eure Kommentare und bin nur noch am Heulen. Die Tränen „spritzen“ grad regelrecht aus mir raus und ich merke WIE stark belastet ich bin. Ich bin 40 Jahre alt und zum 5. Mal und ungewollt schwanger. Ich weiß noch nicht was ich bekomme, da ich aber bei meinen Töchtern immer durchgehend bis zur Geburt (inklusive KH Aufenthalte) gebrochen hab und bei meinen Söhnen nur ein paar Wochen lang und nur morgens, denke ich, dass es nun wieder ein Junge wird, denn auch diesmal ist der Spuck seit der 13. SSW vorbei. Als ich gemerkt hab dass ich schwanger bin war ich schon unglücklich genug; ich musste meinen Job, den ich liebe, vorläufig ad arkta legen, konnte mich wegen der anfänglichen Übelkeit wochenlang kaum um meinen jüngsten Sohn (4) kümmern und heulte mir die Nächte um die Ohren mit dem Gefühl, nun nicht mal „in Ruhe“ alt werden zu dürfen… Irgendwann erinnerte ich mich, wie ich mir schon bei meinem Vierjährigen noch ein kleines Mädchen zum Abschluss gewunschen hatte und dann, naja, wurde er ein Junge – den ich über alles liebe und vergöttere! Das kleine Mädchen, von dem ich einst geträumt hab, schien mir so eine Art „Halt“ zu werden, wenn ich mich an diesen Gedanken klammerte, bekam ich das Gefühl, diese letzte Schwangerschaft doch noch irgendwie durchzustehen… Und nun habe ich das Gefühl, beim Outing „Junge“, dass mir der Boden unter den Füßen weggerissen werden wird, dass ich es vielleicht doch nicht überstehe. Ein Mädchen wäre wie die Kirsche auf der Sahnehaube, ein Geschenk, für das die Kraft zu kämpfen ich mir vorstellen kann, nochmals aufzubringen. Bei einem Jungen fühlt es sich an, einfach alles, das ich schon geschafft habe nach vier Kindern (ich hatte nie Familie im Hintergrund und mein Mann ist auch nicht so der Kinder-Typ) von vorne beginnen zu müssen. Gleichzeitig fühle ich mich furchtbar, zu „blöd“ zu sein zum Verhüten und dann auch noch Ansprüche zu stellen und auch in meinem
    Alter nicht einfach dankbar zu sein für ein weiteres gesundes Kind. Ein Mädchen aber empfände ich als Ergänzung, als Draufgabe, einen Jungen als jemand, der meinen andern vier Kindern die Mama wegnimmt… Was ist nur los mit mir? Ich kann mich selbst nicht leiden und gleichzeitig nicht raus aus meiner Haut….. danke, dass ich das loswerden durfte….. :(

  8. Ich fühle so mit Euch! Ich habe bereits zwei wunderbare Töchter die ich über alles Liebe, aber es ist so eine schreckliche tiefe Sehnsucht in mir nach einem Jungen. Ich war bei der ersten SS neutral gestimmt. Bei der zweiten SS bzw nach dem Outing ist für mich auch eine Welt zusammengebrochen…allerdings war für mich immer klar, ich werde dieses Kind genauso sehr lieben. So ist es auch zum Glück gekommen. Eine dritte Schwangerschaft ist nicht ausgeschlossen, aber ich habe diesmal so sehr Angst, wieder ein Mädchen zu bekommen. Es raubt mir nächtelang den Schlaf, dabei bin ich nicht mal schwanger und will es aktuell auch noch nicht werden. Jetzt habe ich sogar angefangen auf Freundinnen “eifersüchtig” zu sein, die einen Jungen erwarten. Eine meiner besten Freundinnen hat gestern erfahren es wird ein Junge…ich habe die ganze Nacht geweint und der Gedanke daran, dass ich das nie haben werde lässt mich seitdem nicht mehr los. Da fühlt man sich fast schon krank. Es ist beruhigend zu wissen, dass man mit seinen Sorgen nicht alleine ist und ernstgenommen wird. Bei den meisten wird man sofort verurteilt bzw. traut man sich gar nicht das Thema weiter zu besprechen, da man schon schief angeschaut wird, wenn man es nur sagt…ich wünsche Euch allen das Beste und viel Kraft!

    1. Ich verstehe dich so gut
      Habe auch 2 Mädchen die ich über alles liebe aber ich hätte aus tieferen Gründen auch so gern einen Jungen und bin auch schwanger und habe so große Angst das es ein Mädchen ist. Niemand wünscht sich 3 Mädchen auch wenn alle obligatorisch sagen Hauptsache gesund trotzdem freut sich niemand darüber !

  9. ich habe mir schon immer ein Mädchen gewünscht wenn ich doch mal kinder haben möchte.wollte nie welche!!

    Dann würde ich ungewollt Schwanger und hätte eine Fehlgeburt seit dem war der Kinderwunsch da.

    Doch danach wieder eine Fehlgeburt wir gaben auf und 9 Monate später war ich schwanger ich hoffte so sehr auf ein Mädchen obwohl ich vom Jungen geträumt habe und es auch spürte.
    ja es wurde ein Junge und ja ich weinte nach dem outing.

    Als er auf der Welt war war dies verflogen und ich klammerte mich an eine 2 te Schwangerschaft und das ersehnte Mädchen doch auch da wieder 1x fehlgeburt und 1x eileiter ss.

    dann würde ich schwanger….

    in der 15ssw erhielt ich zu 100^Mädchen und i h könne shoppen gehen dies tat ich und war so glücklich dich schon in der 19 ssw aufeinmal mh könnte doch ein junge sein diese Ungewissheit mit hin und her ging bis zur 26ssw wo man dann eindeutig etwas zwischen den Beinen sieht wieder ein junge.

    Niemand versteht meine Trauer mein Partner macht mich fertig ich weiss das es die letzte Schwangerschaft ist ich hoffe immer die Ärzte haben vlt. doch nicht richtig gesehen da ich von einem Mädchen geträumt habe obwohl ich selber weiss es ist so eindeutig.

    alle in meinem Umfeld bekommen genau das Geschlecht wie sie es sich wünschen nur bei mir klappt es wieder nicht ich beneide meine Freunde so mit Mädchen.

    bekomme nur zu hören soll froh sein überhaupt noch ein Kind zu bekommen bei der Vorgeschichte.
    Ich weiss für meinen Sohn wird es toll da sie auch nur 2 Jahre auseinander sind.

  10. Es ist so erleichternd alle diese Kommentare zu lesen und zu sehen, dass man mit seiner Enttäuschung und seinen Schuldgefühlen nicht alleine ist.
    Ich bin in der 15 SSW in meiner dritten Schwangerschaft und hatte gestern einen Ultraschall beim Arzt. Er musste das Geschlecht gar nicht benennen, nach zwei Jungs war mir selbst beim ersten Blick klar, dass es auch diesmal wieder einer sein würde,
    Ich hatte so Angst vor diesem Moment, dass ich überlegt hatte, mir diesmal eigentlich gar nichts zum Geschlecht sagen zu lassen. Meine Enttäuschung ist grenzenlos. Schon bei meinen beiden ersten Söhnen habe ich auf ein Mädchen gehofft. Jedes Mal war es eine kurze Enttäuschung und heute liebe ich sie über alles. Und beinahe glaube ich daran, dass es dieses Mal genauso sein wird. Aber gerade kann ich nur weinen. Das soll definitiv unser letztes Kind sein und den Traum von einer Tochter endgültig aufgeben zu müssen, erscheint gerade so furchtbar, dass alle Vorfreude verblasst. Ich möchte am liebsten vergessen, dass ich schwanger bin.

    1. Ich kann dich so gut verstehen. Bin zum 3. Mal schwanger. 2 liebevolle süße Jungs gibt es hier schon. Seit ich 11 bin möchte ich gern ein Mädchen. Bei Sohn 1 habe ich viel geweint als ich wusste was es wird. Bei Sohn 2 wars okay weil ich wusste dass es noch einen Versuch geben wird. Dieser hier ist der letzte und in 3-4 Wochen werde ich erfahren was es ist. Meine beste Freundin hat heut erfahren dass sie ein Mädel bekommen wird. Ich bin jetzt schon am weinen aus Angst vor meinen Gerühlen. Die dritte Schwangerschaft fühlt sich genauso an wie die anderen beiden.

  11. Es tut so gut all diese Kommentare zu lesen und zu wissen, dass man nicht alleine so fühlt.
    Ich habe mich immer als Mädchenmama gesehen, da ich mit vielen typischen JungSachen nicht wirklich etwas anfangen kann.
    Als meiner 1. Sohn sich geoutet hatte, war ich schon wahnsinnig enttäuscht, dachte dann aber schnell, dass es dann eben in der nächsten Schwangerschaft klappen würde. Auch wenn ich immer zuerst ein Mädchen wollte, um es sozusagen sicher zu haben.
    Ich liebe meinen Sohn natürlich wie verrückt, er ist auch bis jetzt (3J) nicht so ein Rabauke, sondern eher sehr emphatisch wenn auch temperamentvoll.
    Nun bin ich zum 2. Mal schwanger und hatte es gleich im Gefühl wieder ein Junge. Am Montag bei der Nackenfaltenmessung hat die Ärztin geäußert, dass es so aussieht als läge ich richtig. Seitdem bin ich am Boden zerstört, kann mich nicht mehr freuen, weine andauernd um die Tochter, die ich nie haben werde und schäme mich so dafür.
    Und das, obwohl ich vor jedem Kind 1 FG hatte. Beim letzten Mal war ich mir so sicher, dass es ein Mädchen wird und umso mehr schmerzt die FG.
    Mein Mann kann es nicht mehr hören und versteht mich nicht. Einige sagen ich soll abwarten, aber ich will mir da keine weiteren Hoffnungen machen.
    Ich sollte jubeln, dass alles gut ist und kann es nicht. Ich sehe überall nur süße Mädchen und größere Mädels, die mit ihren Mamas shoppen gehen, so wie ich es auch immer wollte. Ich weiß nicht was tun und wie ich wieder da raus kommen soll. Werde nächste Woche mit meiner Hebamme sprechen. Denn natürlich werde ich auch den zweiten Jungen über alles lieben, aber ich werde auch immer eine Leere haben. Ein drittes Kind wird es nicht geben und eine Gewähr hat man ja eh nicht.
    Das Schlimmste ist, dass zwei Freundinnen auch schwanger sind und wenn sie Mädchen bekommen, ich noch fertiger sein werde.

  12. Es ist schön nicht alleine zu sein…
    Bei meinem ersten Sohn war ich eigentlich gar nicht enttäuscht, dass es ein Junge wird. Ich fand den Gedanken einen großen Bruder zu haben sehr schön. Beim zweiten habe ich so sehr gehofft ein Mädchen zu bekommen und bekam dann das Outing Junge. Ich hab schon etwas geweint, konnte mich aber irgendwie damit anfreunden, weil ich wusste evtl kommt noch ein drittes. Die Geburt verlief fantastisch und ich war überglücklich.. Die jungs wurden größer und alles wurde lauter und wilder und eben jungstypisch. Nachdem ich schon als Kind schon davon geträumt hatte mal eine Tochter zu haben wurde meine Sehnsucht immer größer. Ich konnte meinen Mann davon überzeugen ein weiteres Kind zu bekommen und hielt mich an sämtliche Empfehlungen für ein Mädchen. Ich war die ersten 30 ssw felsenfest davon überzeugt es wird ein Mädchen… die Schwangerschaft war völlig anders und alle ermutigen mich an eine Tochter zu glauben. Dann kam die Ernüchterung beim Ultraschall. Er musste nix mehr dazu sagen. Ich sah es selbst und ab diesem Zeitpunkt habe ich nur noch geweint. Die Geburt verlief sehr gut. Kurz darauf berichtete mein Bruder das er eine Tochter bekäme. Danach fiel ich in eine Wochenbettdepression.
    Ich konnte mit Hilfe meiner sehr lieben und verständnisvollen Hebamme wieder raus finden.
    Heute sind meine Jungs 2, 5 und 8 Jahre alt. Ich würde lügen wenn ich sagen würde dass ich überglücklich bin und mein Mädchenwunsch weg wäre… nachdem mein Mann aber keine Kinder mehr will, werde ich mich von meinem Traum verabschieden müssen.. mal sehen ob ich es irgendwann schaffe…

  13. Hallo Leute! Mir gehts auch nicht gut habe zwei Mädchen und einen Jungen alle mit Sectio geboren nun möchte ich nochmal einen Jungen haben und habe am Eisprungtag geherzelt..nur leider bin ich im Internet auf Chinesischen Kalender gestoßen habe Pech wird wohl wieder ein Mädchen und ich denke jetzt schon über eine Abtreibung

    1. Der chinesische Kalender hat bei meinen voran gegangenen SS nicht gestimmt. Jetzt wieder nicht. Habe heut erfahren fas ich den 3. JUNGEN bekomme. Habe gefühlte Hundert mal ein Mädchen GEPENDELT. UND DEN ROTKOHL GESCHLECHTS-TEST gemacht.. Alles Quatsch -keine Garantie!!! Aus China kommt eh nur Mist…. siehe Corona

  14. Hallo ihr Lieben,
    Es tut wirklich gut, all das zu lesen.
    Ich habe mir immer ein Kind gewünscht, habe mich von meinem Ex nach 15 Jahren Beziehung getrennt, weil er keine Kinder wollte.
    Nun bin ich seit 4 Jahren mit meinem Partner zusammen, er liebt Kinder über alles und ich auch.
    Wir haben uns so sehr gefreut, als wir. Den positiven Scjwangerschaftstest in den Finger hielten.
    Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, es würde ein Junge werden. Habe mir schon Jungssachen rausgesucht, wir haben uns sofort einen Jungsnamen gefunden und ja.. Heute habe ich nun das Ergebnis von unserem Bluttest bekommen… Es wird ein Junge.. Ja OK.. Hab ich mir gedacht.. Weiter im Text.. Alles gut.. Alles prima.. Beim Ultraschall habe ich plötzlich gemerkt, dass es mir irgendwie egal. War, was das kleine Ding da veranstaltet hat.. Ich habe so getan als würde ich mich über alles freuen.. Und dachte es irgendwie auch noch immer.. Dann wollte ich etwas kaufen, um es Papa zu sagen.. Irgendetwas Jungsmäsiges.. Aber ich bin nach einer halben Stunde aus dem Laden und fand einfach alles hässlich und doof
    .. Seine Nachricht auf dem Telefon “komm schnell nach Hause” löste in mir leichte Trauer aus.. Auch alle andern, die natürlich wussten, dass heute DER Tag wara schrieben.. Ich war nicht in der Lage zu antworten.. Was auch.. Juchhuuu? Irgendwie war gar nichts juchhuuu…
    Auf dem Weg nach Hause im Auto habe ich dann nur noch geheult. Ich bin im Leben keine Jungsmama.. Wir waren immer nur Mädchen in der Familie.. Und alle kleinen Jungs, die ich kenne sind nervig, laut und haben einfach eine sehr komische Art zu spielen oder sich bemerkbar zu machen.. Ich habe am liebsten Mädchen um mich herum.. Mein Mann auch.. Als ich nach Hause kam, musste ich gar nichts sagen.. Er fragte zuerst, ob alles in Ordnung sei und dann schaute er mich an und sagte ” Es wird ein Junge oder?” und dann habe ich schon wieder nur gemeint.. Ich fühle mich so Schlecht, so undankbar,dabei. Könnte ich doch jetzt endlich so glücklich sein… Hauptsache gesund sagen doch immer alle und so. Ist es ja auch.. Schließlich können viele gar keine Kinder bekommen. Und trotzdem liege ich hier wach, obwohl ich seit heute morgen schon hunsemüde bin. Ich schlafe kurz ein und dann wache ich wieder auf und denke mir, ok. Es war ein Traum.. Nein.. Ein Junge… Wie dumm kann man bitte sein? Wie undankbar? Und was ist, wenn er es alles schon fühlen kann? Ich will nicht, dass er sich ungeliebte fühlt und doch fällt es mir schwer “er” zu schreiben..
    Ich hoffe ich wache morgen auf und es ist einfach alles gut und ich hoffe, ich werde es ab morgen einfach lieben, eine Jungsmama zu werden….denn ich fühle mich nicht gut mit diesen ganzen negativen Gedanken in mir.. Ich wollte doch einfach nur ein Kind.. Habe ich gedacht…

  15. Ich verstehe euch alle so gut.
    Ich habe bereits zwei Jungs, die beiden SS waren nicht geplant. Bereits bei meinem ersten hab ich mir unbedingt ein Mädchen gewünscht, hatte so ein wenig die Gilmore Girls im Kopf (wusste damals schon dass das mit dem Kindsvater nicht ewig hält). War sehr enttäuscht als ich erfahren habe dass es ein Junge wird. Aber als er geboren war war ich trotzdem überglücklich und ich liebe ihn (auch heute noch). Der zweite war auch ungeplant, da war ich von vornherein resigniert und nicht überrascht dass es wieder ein Bub ist. Da wollte ich einfach garnicht schwanger sein.
    Auch er ist zuckersüß und die beiden sind mein Herz und mein Leben. 💖

    Ich wollte nie Kinder haben. Alle meine Pläne die ich hatte sind seither dahin. Das ist auch etwas an dem ich Irgendwie immernoch zu knabbern habe, und es hilft auch nicht wenn andere sagen dass ich das akzeptieren muss und die Vergangenheit nicht ändern kann. Versteht das nicht falsch, ich würde meine Jungs niemals wieder hergeben, aber diese „was wäre wenn“ – Frage habe ich sehr oft im Kopf.
    Nun habe ich einen neuen Partner und bin dieses Mal zum ersten Mal geplant schwanger. Wünsche mir so sehr ein Mädchen. Bereits in der 13.SSW habe ich mich in den Gedanken wieder einen Jungen zu bekommen, so reingesteigert dass ich tagelang geheult habe und voller Ablehnung war (da wusste ich noch garnichts).
    In 15. und 19. SSW hieß es ein Mädchen, (der US wurde aber privat gemacht von einer Bekannten) und ich habe mich mega gefreut!
    Heute war ich beim FA , bin nun in der 27. SSW und sie meinte es wird eine junge. Seitdem kann ich nicht mehr aufhören zu weinen. Was soll ich denn mit noch einem Jungen? Schon wieder mit Bagger und Auto spielen? Ich kann dem einfach nichts abgewinnen.!

    Die ganze Freude ist dahin ich bin einfach enttäuscht und wünsche mir auch einfach nur dass das Kind jetzt rauskommt. Es ist mir auch plötzlich egal wie es heißen soll und was sonst noch so passieren wird. Ich will es auch nicht halten und ich freue mich nicht. Ich hoffe dass das wieder nachlässt denn das Baby kann ja nichts dafür. 😕

  16. Hallo
    Ich bin aktuell in der 16 SSW und habe gestern früh erfahren daß es zu 90% ein Junge wird . Schon auf der Liege beim Frauenarzt liefen die Tränen , ich habe schon eine Tochter sie ist mein ganzer Stolz und ich wusste dass schon , ich will nie ein Junge haben . Jetzt nach Outing bin ich am Boden zerstört , kein Appetit, keine Freude mehr was die Schwangerschaft angeht , kein Interesse an mir oder dem Körper geschweige den an den Bauch nur noch am weinen und Böse Gedanken wie ” könnte es doch einfach nur weg sein und könnte nicht etwas passieren daß es verschwindet ” sind nur ein kleiner Teil meiner Gedanken . Meine Tochter und mein mann freuen sich so drauf und ich mache ihr Glück und die Freude kaputt. Freunde verstehen mich nicht warum ich so abgeneigt reagiere ich solle doch froh drüber sein daß es gesund ist … Und ja das stimmt froh bin ich das ” es” gesund ist aber es ist ein junge . Und trotzdem will ich ihn nicht ich will ihn nicht akzeptieren und ich will ihn nicht lieben und ich bin mir sicher das ich ihn nicht lieben kann und werde. es sind harte Worte aber so fühle ich nun Mal und weil ich so fühle werde ich bestraft mit Unverständnis und abwertenden Worten . Ich mag mich nicht mehr anfassen geschweige den Figur-oder Schwangerschaftsbetonende Kleidung anziehen , komisch das das vor Outing mir doch ganz wichtig war . Ich finde keine schönen Worte für das Wesen in mir . Beim Gedanken ihn nach der Geburt im Arm halten zu müssen und zu stillen zu säubern und anzuziehen läuft es mir kalt den Schauer runter eine Art Ekel kommt in mir auf . Ich fühle mich überhaupt nicht zu ihm hingezogen, Gefühle oder liebe zu empfinden und ihm zu geben davor Kraut es mir so sehr . Ich bin dabei mir professionelle Hilfe zu suchen um meine Partnerschaft nicht zu riskieren und zu lernen die Situation zu akzeptieren und drauf aufzubauen aber glücklich bin ich nicht mehr seit dem Outing und ein weiteres Kind gibt es definitiv nicht mehr … Ich hoffe so sehr das die 10. % es noch umreißen und es ein Mädchen wird … Hoffen kann man ja …

    1. Nun melde ich als “Artikelschreiberin” mich auch noch einmal zu Wort. Ich möchte mich bei Euch allen für Eure sehr persönlichen Geschichten bedanken und dafür, dass Ihr Euch gegenseitig mit Respekt begegnet. Was denke ich ganz klar geworden ist, ist, dass Ihr nicht alleine seid. Glaubt mir, es gibt sehr, sehr viele Frauen, die diese Gefühle kennen, die Scham darüber inklusive. Ich kann Euch nur raten, Euch Hilfe zu holen, wenn die Gefühle Euch überrollen. Darüber zu reden kann helfen, zu verstehen, warum Ihr so empfindet und vielleicht einen Weg aufzeigen, der trotz aller Schwierigkeiten gangbar ist. Ich wünsche jeder Einzelnen von Euch, Euren Familien und auch Euren Kindern das Beste!

    2. Ich bin auf diese Kommentare gestoßen und sehr froh darüber!
      Wir haben gestern 14.ssw erfahren bzw hab ich das sofort gesehen, dass wir einen Jungen bekommen werden…
      Wir haben schon ein Mädchen, unser Wunschgeschlecht…ich habe eine Schwester zu der ich so ein inniges Verhältnis habe wie sonst zu keinem Menschen…ich hätte mir das für meine Tochter so sehr gewünscht.
      Nun ist unser Kartenhaus ineinander zusammengefallen.
      Meinem Mann geht es noch viel schlechter als mir, er ist distanziert und ganz still…
      Es tut unheimlich weh.
      Ich sehe meine Tochter an und Weine seitdem immer wieder.
      Das wissen eine Schwiegermutter für eine Schwiegertochter zu sein, macht mich fertig…ich kenne kaum Schwiegermütter, die es ihren schiwegrtöchtern Recht machen, irgendwas gibt es immer zu meckern…Weihnachten wird selten bei den Schwiegereltern gefeiert, die Beziehung zwischen mama und Töchter ist in der Regel inniger und intensiver…
      In unserem Freundeskreis gibt es nur Jungs, für meine Tochter habwn wir uns ein Mädchen zum spielen gewünscht. Deshalb der geringe Altersunterschied von 23 Monaten.
      Alle Vorstellungen sind dahin und ich habe so große Angst, dass uns das ein lebenslang hinterherhängt…
      Dass mein Mann mir immer Vorwürfe machen wird…

  17. Ich fühle mich so schuldig und es erscheint mir so undankbar, aber ich kann nichts für meine Gefühle. Ich habe bereits 2 Mädchen die mein Leben sind ich würde sie für nichts eintauschen aber als drittes habe ich mir dann doch einen Jungen gewünscht! Jetzt bin ich schwanger und habe so große Angst das mir wieder gesagt wird-Mädchen 3 Mädchen das ist das letzte was ich will damit komme ich absolut nicht klar die Gewissheit vielleicht nie einen Jungen zu haben macht mich so traurig

    1. Ich kann das Gefühl nachvollziehen
      Ich bin Mutter eines kleinen Mädchens
      irgendwie will ich keinen Jungen mehr haben, weil ich mich mit Tochter sehr wohl fühle.
      Gleichzeitig habe ich unterbewusst auch das Gefühl, meine Chance, “Jungsmutter” zu werden, vertan zu haben, weil es dann “nur” der kleine Bruder wäre – keine Ahnung, warum ich das so langweilig finde. Das bringt auch einen gewissen Schmerz mit sich.

      Ich muss aber sagen, dass meine Tochter eigentlich nicht mein erstes Kind ist
      Vor ihr hatte ich einen Jungen, den ich im 6. Monat verlor. Das hat mir Lebensfreude geraubt.
      Ich war ein Jahr in psychatrischer Behandlung und mein Partner unterstützte mich wo es ging.
      Als ich Anderthalb Jahre später ungeplant schwanger wurde, war es das komplette Gegenteil – heute glaube ich, dass er noch nicht bereit für ein neues Baby war und meine Ressentiments ihm galten und nicht meinem Kind, geschweige denn seiner Mutter.

      Das Kind kam und ich war von vornherein geistig abwesend. Ich glaube, dass dieser extreme Hormoncocktail meinem Hirn und meiner ohnehin angeknacksten Psyche nicht gut bekommen sind. Ich konnte mich nicht einmal an den “Vaterpass” erinnern, den ich meinem Männe gebastelt hatte, bis er ihn mir vor ein paar Monaten zeigte.

      Ich war zum Einen zwar auf mein Baby fixiert, hatte aber Probleme mit der Milchbildung.
      Und ein Jahr später kippte meine Psyche komplett und ich hatte einen Hass auf Mütter von Jungen, ausschließlich Jungen entwickelt. Leider traf dies auch den Kindsvater und seine Mutter (deren Anekdoten über ihre unerfüllte Sehnsucht nach einer Tochter ich am Ende für provokative Wichtigtuerei hielt)
      Ich hatte dies schon als Kind meiner Mutter gegenüber entwickelt und es hatte sich mit der Totgeburt endgültig manifestiert.

      Bevor ich überhaupt schwanger wurde, konnte ich es weitestgehend verdrängen und war mir sicher, dass ich ohnehin niemals Jungen bekäme und mich daher dringend zusammenreißen müsste.

  18. Ich bin 39+ 4 und war bis vor 4 Tagen Mama eines kleinen Mädchens. Alles lief bis zu diesem Punkt völlig normal. In der 14. Woche wurde die Tendenz Mädchen das erste mal ausgesprochen in der 16. nochmals und in der 21. dann die Gewissheit es ist ein Mädchen. Ich hab mich irrsinnig gefreut und alles für unsere kleine Maus vorbereitet. Alles wurde liebevoll und sorgfältig ausgewählt und einen wunderschönen Namen gab es auch für sie.
    Vor vier Tagen musste ich nun ins kh für eine Voruntersuchung und dort wurde mir mehr als unsanft mitgeteilt das es ein Junge ist. Ich habe erst einige Stunden gebraucht um zu realisieren was mir grade gesagt wurde. Seit dem Tag ertrage ich kein rosa mehr. Hab unter Tränen mitten in der Nacht das Zimmer meiner Tochter völlig leer geräumt. Und alles grau gestrichen. In mir fühlt es sich an als hätte man mir mein Mädchen weggenommen und versuche es jetzt durch ein fremdes Kind zu ersetzen. Jede Bewegung die ich spüre tut so unsagbar weh und ich wünsche mir das ES damit einfach aufhört. Bis vor 4 Tagen konnte ich es nicht abwarten meine kleine Maus in den Armen zu halten, jetzt ist es mir einfach völlig gleichgültig. Ich habe regelrecht Angst davor es das erstemal zu sehen und es nicht lieben zu können und Vorallem allein mit ihm zu sein. Es kann ja nichts dazu das es so ist wie es ist und braucht schließlich eine Mama die da ist es liebt und umsorgt. Aber mein Kind ist iwie nicht hier, meins war ein kleines Mädchen das mich durch die Hölle getrieben hat in meiner Schwangerschaft und ich es trotzdem geliebt habe. Man hat es mir quasi einfach aus den Händen gerissen ohne das ich mich verabschieden konnte.
    Klar weis ich dass das nur in meinem Kopf passiert und es immernoch das selbe Kind ist das in mir ist wie in der 21. Woche. Aber derzeit fühlt es sich an wie ein Fremdkörper der versucht etwas zu ersetzen das er nicht einfach ersetzen kann.

  19. Hallo,
    vorab muss ich sagen, dass es wirklich ein gutes Gefühl ist, nicht alleine mit diesem Gefühl der ” Geschlechterenttäuschung ” dazustehen. Ich musste auch feststellen, dass meistens das” Jungsgeschlecht ” nicht so erwünscht ist.
    Ich bin jetzt in der 32 SSW und sehnte mich auch lange vor SS unbedingt nach einem Mädchen.
    Während der SS bestärkte mich mein Gefühl.. meine Haut war schlecht, mir war nur übel und laut chinesischem Kalender hieß es auch Team Rosa. Ich war so überglücklich…
    Dann kam der Tag X. Mein FA gab mir ein Ultraschallbild… aufgrund der Corona Situ. konnte mein Partner nicht dabei sein und so wollte ich zusammen mit Ihm das Geheimnis lüften. Auf dem Weg nach Hause dachte ich nur …………Gott bitte ein Mädchen..
    Als er dann zu Hause das Bild aufklappte und ich das Zeichen für einen Jungen sah, musste ich nur heulen.
    Es war, als wäre mir meine kleine Ella, die nie existierte, gestorben bzw.weggenommen worden.
    Ich wollte und will bis heute keinen Jungen. Könnte immernoch heulen… ich will kein blau, kein Fußball, keine Dinos oder Autos… sondern Kleider, lange Haare mit Zöpfen und Pferdebildchen ausmalen..
    Ich wünschte so sehr, ich könnte anders fühlen… aber egal wie sehr ich es mir einrede, mein Herz spricht was anderes. Ein 2 tes kommt nicht in Frage, weil die Angst vor noch einem Jungen so riesig ist.
    Meine Schwester hat auch 2 und die sind so furchtbar… auch die von Freunden. Mit den kleinen Mädels habe ich sofort einen Draht. Wenn ich könnte, würde ich sogar die SS rückgängig machen. Ich bin so unendlich traurig und weiß nicht weiter. 2 Arbeitskolleginnen, denen es egal war, bekommen natürlich Mädchen. Es tut so weh und ich fühle mich so bestraft für etwas.
    Im Oktober ist Entbindung und ich habe so angst, dass ich unglücklich sein werde..

    1. Ich weiß wie du dich fühlst. Ich habe so sehr auf einen Jungen gehofft und gefreut… und dann gestern in der 20.ssw wurde mir gesagt das es ein Mädchen wird. Ich habe genau die glauben Gefühle wie du halt nur eine sehensuxht nach einem Sohn. Ich bin selber kein Mädchentyp und daher versteh ich eher die Jungs Welt… aber was Soll man machen … ich hoffe du hattest einen gesunden Sohn oder war es dann doch eine Überraschung und ein Mädchen? Ich habe auch viele geschickten gelesen wo es am Ende doch das Gegenteil von dem was man gesagt bekommen hat bekommen.
      Wünsche dir und auch alle anderen Mamas sehr viel Freunde Glück und liebe mit den Kindern und hoffe sehr das es für die die schwanger sind es das wunschskind wird.

  20. Hallo, was bin ich beruhigt nicht allein zu sein 😕 ich war heute bei der feindiagnostik 24ssw. Und es wird unser 4. Mädchen. Ich habe mir sooooo sehr einen jungen gewünscht. Vorallem da mein Mann mit seiner ex einen Sohn hat, war der Wunsch mit ihm auch einen jungen zu haben so groß. Bei der 1. War es mir noch egal und wir freuten uns als es hieß mädchen. Bei der 2. War es ungeplant aber ok Mädchen war auch ok. Bei der 3.habe ich angefangen zu recherchieren was einen jungen begünstigt alles haben wir nach Anleitung gemacht. Und ich war felsenfest der Überzeugung das wird der Sohn… Nein falsch gedacht wieder ein Mädchen. Und nun die letzte Chance alles deutete auf jungen hin. Wahrscheinlich hat mein Unterbewusstsein mich schön mit getäuscht. Wieder ein Mädchen. Ich bin so traurig nie einen Sohn zu haben nie zu wissen wie es mit einem jungen ist. Und irgendwie auch sauer auf meinen Mann das er mit mir keinen jungen machen kann. Es tut mir leid für das Mädchen in meinem Bauch aber so fühle ich eben

  21. Ich bin mit dem vierten Kind schwanger und habe bereits drei wundervolle Mädchen. Alle im Freundes und Familienkreis meinten ihr wolltet bestimmt nochmal ein Junge…. nachdem ich heute das Geschlecht erfahren habe war es als sei ich in ei tiefes Loch gefallen es wird tatsächlich ein Junge dabei habe ich mir schon ausgemalt wie schön es ist vier Mädels zu haben was soll ich denn mit einem Sohn alleine das Wort überfordert mich schon. Dabei sollte ich dich dankbar sein gesund und in meinem Alter ich bin 44 nochmal natürlich schwanger geworden zu sein. Aber ich bin einfach nur tief enttäuscht und völlig überfordert
    Der Gedanke am ein von allen verwöhnten Kronprinzen finde ich ganz furchtbar. Ich habe nur Nichten und mein Schwiegervater war beim letzten Mädel ultra enttäuscht… ich fürchte dass er als Pascha von allen nur maßlos verwöhnt wird dabei hätte ich mir sogerne eine kleine Prinzessinnen gewünscht was soll ich mit einem Bub fühle mich völlig überfordert und der Gedanke dass ich ein Sohn wickeln muss gruselig
    ..ich schäme mich ehrlich für meine Gedanken aber ein Sohn ich kann nicht damit umgehen hoffe nur sehr dass die nächsten 20 Wochen helfen das ihn in meinem Bauch zu akzeptieren. Es tut gut zu hören dass es anderen auch so geht und das Geschlecht ein echter Schock sein kann….

  22. Ich weiß wie es euch geht, so ging es mir auch, als ich das Outing Junge bekommen habe. Nie habe ich mich als Jungenmama sehen können und war traurig und frustriert, zumal zeitgleich ALLE meine Freundinnen ein Mädchen bekommen haben.
    Jetzt ist der Kleine schon fast 6 Monate auf der Welt und ich kann nur sagen, sobald ich ihn das erste mal mal auf dem Arm hatte war es um mich geschehen. Nie im Leben würde ich ihn eintauschen. Die Liebe war einfach da und ob Junge oder Mädchen trat plötzlich völlig in den Hintergrund.
    Wir wollen noch ein zweites Kind und ich wünsche mir (wieder) ein Mädchen, weil ich jetzt gerne beides hätte, aber selbst wenn es anders kommt, weiß ich jetzt, dass ich auch einen weiteren Jungen bedingungslos lieben würde.
    Habt Vertrauen in euch, ihr werdet eure Kinder lieben, egal welches Geschlecht sie haben.

  23. Heute möchte ich Mal ein Update geben..
    Zu 100% ein Junge ( ich könnte nur weinen )
    Hab mir Professor Hilfe gesucht und zum wiederholten Mal gesagt bekommen , wohlgemerkt von Ärzten und Psychologen , das ihnen dieses Problem überhaupt nicht bekannt ist und ich doch froh Sein soll das “ER” gesund ist …
    Das hilft mir nicht weiter und daran merk ich das ich mit meiner Angst allein dastehen werde .
    Ich weiß absolut nicht mehr weiter … Ich bin sehr enttäuscht

    1. Tut mir sehr leid, dass die Ärzte und Psychologen da so merkwürdig reagieren.
      Vielleicht solltest du da nochmal einen anderen Psychologen anrufen.
      Die Frage ist vor allem wovor hast du Angst? Ist es “nur” der Wunsch nach einer weiteren Glitzerprinzessin und/oder keine Lust typische Jungssachen zu machen (denn es gibt auch sanfte Jungs die keine Lust auf Fußball haben und Raufmädels mit kurzen Haaren die kein rosa mögen) oder ist das was ganz anderes tiefgreifendes (gestörtes Verhältnis zu Brüdern/Vater-schlechte Erfahrungen mit “Männern)?

      Ich weiß, du kannst mir gerade nicht glauben aber: Du hast eine wundervolle Tochter und selbst wenn du es jetzt nicht spüren kannst, versichere ich dir, sobald du deinen kleinen Sohn im Arm hälst, wirst du vergessen, dass du ihn vorher nicht wolltest.
      Ich war so traurig und enttäuscht über das Jungenouting (und ich habe ja noch keine Tochter), dass ich nicht sicher war, ob ich ihn so lieben könnte wie ein Mädchen.
      Heute denke ich was für ein Quatsch das war was ich da gedacht habe, sobald er in meinem Arm lag war es um mich geschehen und ich würde ihn um nichts in der Welt gegen ein Mädchen tauschen. (Hätte mir das jemand vorher gesagt hätte ich es auch nicht geglaubt).
      Du hast ein wundervolles Kind in deinem Bauch und es ist egal ob mit oder ohne Penis, es wird deine ganze Liebe brauchen und die hat es auch verdient. Gib ihm und dir eine Chance und ich versichere dir, es wird sich lohnen. Bei mir wurde es mit fortschreitender Schwangerschaft besser, spätestens als ich die ersten Tritte fühlen konnte.
      Ein anderer Gedanke der mir noch eingefallen ist, für all die tollen und wunderbaren Töchter die wir uns wünschen sollte es doch auch wunderbare und tolle Männer später geben (und auch du willst gewiss später einen lieben Partner für deine Kleine), die müssen schließlich auch geboren werden (und schlussendlich hast du ja auch einen Mann den du liebst, den eine andere Mutter früher mal bekommen hat).
      Ich sehe das heute alles in einem anderen Licht, aber das hat gedauert. Gib dir Zeit und hab etwas Vertrauen in dich selbst.

  24. Ich habe gerade erfahren dass ich zum 5. Mal schwanger mit einem Jungen bin und finde das so unfair. Ich wollte von Anfang an ein Mädchen. Selbst unsere Zwillinge wurden Jungs. Ich liebe sie alle 4, aber da gerade das 5. nicht geplant war, und ich auch über eine Abtreibung nachgedacht habe, fühle ich mich furchtbar. Ich wollte doch so gern nur ein Mädchen.
    Das schlimmste ist die Umwelt die ständig ihre dummen Kommentare dazu abgibt. Wie” oh, nur Jungs. Oder wolltet ihr kein Mädchen?” Fühle mich furchtbar. Zumal ich mich bis jetzt die ganze Zeit durch Schwangerschaft und Alltag quäle.

  25. Mein Junge ist geboren.
    Noch im Kreißsaal war ich relativ unaufgeregt (obwohl die Geburt selbst ziemlich aufregende Wendungen im Gepäck hatte)……
    Und dann plötzlich hatte ich ihn im Arm….
    Und alles, alles war egal.
    Ich war nicht rasend vor Liebe, aber auf ganz wundervolle Weise einfach durch und durch im Reinen mit mir und meinem Kind.
    Mein Kind.

    Die rasende Liebe kam binnen weniger Stunden und heute ich ihn so sehr!
    Er ist so unglaublich niedlich und manchmal hat er einen Blick, der mich so tief anrührt, dass ich weiß, ich würde alles für ihn tun.

    Manchmal sehe ich ihn auch an und frage mich, ob es anders – noch rasender – wäre, wenn er das ersehnte Mädchen geworden wäre.
    Und was soll ich sagen – ich weiß es nicht.
    All diese verrückten, im wahrsten Sinne des Wortes “hormongeschwängerten” Gefühle sind weg.
    Für mich gibt es nur noch “mein Kind”.
    Nicht meinen Sohn oder meine Tochter, sondern “mein Kind”.

    Und das ist der wichtigste Mensch in meinem Leben und ich bin unendlich glücklich darüber, dass es bei mir ist…! 💕

    Ich wünsche Euch alles dasselbe Happyend und bis dahin soviel Tapferkeit und “gute Hoffnung”, wie möglich.

    Alles Liebe.

  26. Hallo ihr Lieben

    Es tut so gut, mit solchen Gefühlen nicht alleine zu sein. Wir erwarten unser erstes Kind. Ein langersehnte Kind. Ich musste vorher einige Operationen überstehen, damit wir überhaupt eine Chance auf ein Kind haben können. Nach 3 Jahren ist es soweit und ich schäme mich nur noch. Mir war nie bewusst, dass ich so fixiert bin. Heute kam leider die große Wahrheit hervor. Der Arzr teilte mir mit, dass es ein Junge werden wird. Seitdem komme ich aus den Tränen nicht heraus. Meine Enttäuschung ist so immens groß. Habe dass Gefühl dass die Verbindung von jetzt auf gleich gekappt wurde. Ich verspüre keinerlei Liebe und Freude auf das Kind. Auf einmal fühle ich mich nicht mehr schwanger, sondern nur noch fett. Ich müsste mich einfach nur schämen überhaupt soetwas zu denken, aber ich kann diese Gefühle, die vorher da waren einfach nicht mehr in mir finden. Nur noch Enttäuschung. Wir haben viele Freude mit Kindern und alle haben Mädchen bekommen. 12 Stück wobei viele lieber Jungs gehabt hätten. Alle sagen mir ich soll froh sein einen Jungen zu haben, mein Mann meint ebenfalls ich soll mich schämen und habe dieses Kind nicht verdient, aber was soll ich machen. Das Kind tut mir leid, es kann nichts dafür. Aber ich empfinde einfach keine Freude mehr und befürchte ich werde dieses Kind nie richtig lieben können.

    1. Hey,

      Ich möchte dir Mut machen. Auch ich habe einen langen Kinderwunschweg hinter mir inklusive 3 Fehlgeburten. Ich war auch immer total fixiert auf ein Mädchen und war mir sicher einen Jungen niemals so lieben zu können, zumal dann auch noch alle meine Freundinnen Mädchen bekommen haben. Ich habe mich so geschämt für meine schrecklichen Gedanken.
      Sie waren völlig unbegründet. In dem Moment als mein Kleiner geboren wurde, war da nur noch Liebe für”mein Kind”. Völlig egal ob Junge oder Mädchen. Ich liebe ihn so sehr und denke heute noch wie bescheuert ich war mich so verrückt zu machen.
      Lass dir Zeit um ein wenig über deine Vorstellung zu trauern, aber glaube mir, du wirst deinen Sohn lieben, ja du wirst dir sogar gar nicht mehr vorstellen können dass es jemals anders war.
      Ich würde ihn heute um nichts auf der Welt gegen ein Mädchen tauschen.
      Hab vertrauen in dich und versuch dich zu öffnen. Mir hat es gut getan für ihn zu shoppen (denn es gibt total süße und wunderschöne Jungskleidung wenn man mal in andere Läden schaut als Ernstings, H&M, C&A, etc.), sein Zimmer herzurichten und ich habe ganz viel mit ihm in meinem Bauch geredet, ihn mit seinem Namen angesprochen, ihm meine Lieblingsmusik vorgespielt.
      Es ist dein Wunschkind – du wirst ihn lieben, versprochen.

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